Gastartikel von Codo III

Okay, ich werd die Reviews zu dieser Serie recht kurz fassen. Viel zu sagen ist eh nicht. Tut mir leid, wenn sie nicht allzu unterhaltsam werden.

Lokalisierung: jap. Namensreihenfolge, jap. Anrede
Versionen: MP4 h264 (10-bit/8-bit) mit Hardsubs (309 MB/360 MB), MP4 h264 SD (8-bit) mit Hardsubs (126 MB)
Kapitel: nicht vorhanden
Homepage: http://chinurarete-subs.org/
Fansubportal-Profil: http://fansubdb.net/gruppe/79/chinu
Encodingdetails: http://paste.kde.org/501518/
Gruppen-Reputation vor dem Review: 4/5

 

Encode:

Typisch für Chinurarete ist der Encode ziemlicher Mist. In ruhigen und hellen Szenen ist das aber durchaus anschaulich, sobald es aber etwas düsterer wird und/oder sich mal etwas mehr bewegt, wird das ziemlich hässlich.
Mal ehrlich, Jungs… Warum lädt man sich 10-bit? Weil die Dateigröße geringer ist und/oder das Bild wesentlich besser ist. Wenn ihr aber Einstellungen dafür nehmt, dass die Datei ziemlich groß wird und kacke aussieht – dann ist die Version ziemlich überflüssig. Streicht doch einfach den 10-Bit-Encode und lasst dafür die 8-Bit-Version ordentlich encoden, dann taugt vielleicht zumindest eine Version was.

Bewertung: (noch) ausreichend

 

Timing:

Kleine Überraschung für mich: Das Timing ist in Ordnung. Wirklich sauber und konzentriert hat man zwar nicht getimed, es wirkt etwas unstetig und ein paar unschöne Stellen haben sich eingeschlichen, aber den Sub kann man damit durchaus ordentlich schauen.
Es gibt eine Tendenz, sehr lange Zeilen zu produzieren, einige Zeilen hätte man wohl besser trennen sollen.

Bewertung: befriedigend

 

Styling:

Sowohl Schrift als auch Styling lassen sich gut lesen. Die Gedanken sind in echter Kursiva gesetzt. Wie für Chinurarete typisch, hat man für die einzelnen Charaktere unterschiedlich farbige Styles gesetzt. Die sind hier auch alle lesbar, stören nicht und sind passend. In Folge 1 traten allerdings noch nicht so viele Charaktere auf – sollten da noch mehr kommen, hoffe ich einfach mal, dass man da nicht wieder übertreibt.

Hier mal zwei Styles zum Anschauen. Und ja – wenn man die sehr langen Sätze in einer (Sub-)Zeile lässt, dann kommen halt auch – die zu vermeidenden – Dreizeiler bei raus. 

Bewertung: sehr gut

 

Typeset:

Ebenfalls typisch für diese Gruppe hat man so gut wie alle Schilder gecleaned und überzeichnet. Das ist auch wieder gut gelungen – wobei man sich in dieser Folge einmal vertimed und ein Schild vergessen hat (was aber kein Problem ist).

Nun ja, die schönste Infobox ist das nicht, aber worum es mir eigentlich geht: Okay, manchmal muss man Infoboxen setzen, weil etwas nicht übersetzt werden kann oder weil etwas vorkommt, was ein Europäer schlicht nicht rafft. Beides trifft auf “Perpetuum mobile” nicht zu, hier gibt man keine Infobox, sondern einen Wörterbucheintrag, weil man Wörter verwendet, die man nicht kennt. So was ist überflüssig! Zudem ist die Erklärung auch noch irreführend. Denn der Witz bei einem Perpetuum mobile ist, dass es eine physikalische Unmöglichkeit ist, die dem Satz von der Energieerhaltung widerspricht und auch nicht existiert. Man erklärt also hier ein Wort, das man verwendet, aber nicht kennt, dergestalt, dass man es nach der Erklärung auch nicht versteht. Groß!
War aber noch nicht alles: Denn im Japanischen kommt das gar nicht vor – das war ein Witz der englischen Gruppe, die man als Vorlage benutzt hat. Man übersetzt also den einer anderen Übersetzung eigenen Witz, den man nicht verstanden hat, mit einem Wort, das man nicht kennt, und erklärt es so, dass es niemand versteht. Öhm, was? Wo waren wir?

Dieses Schild ist gefühlte 180 Mal in der Folge zu sehen. Wie gesagt, einmal hat man’s vergessen und einmal um einen Frame vertimed. Wem das beim normalen Schauen überhaupt auffällt oder wer sich daran stört,  der hat aber wahrscheinlich andere Probleme ^^ 

Okay, ich geb’s zu – das Bild ist nur für die Lulz. Es ist ein bisschen süß, sich gleich sechs Mal in die Credits zu setzen. Hätte man da nicht ein wenig zusammenfassen können? Und wirklich niedlich ist, dass man die Credits auch gleich doppelt in die Folge eingebunden hat. Kyubi hat sich also insgesamt 13 Mal in den Credits erwähnt. Das ist wohl Rekord.
(Wie gesagt, ich musste ziemlich lachen. Hat nichts mit der Bewertung zu tun.)

Bewertung: sehr gut

 

Karaoke:

 

Der Effekt der Karaoke ist minimal, dafür stört er auch nicht. Sieht insgesamt gut aus, auch wenn ich die Schrift etwas arg gestaucht finde und etwas mehr Spacing für angebracht halten würde. Und man hätte Lyrics und Trans nicht versetzt ausblenden müssen. Na ja…
Anmerkung: In der Folge gab es nur das OP.

Bewertung: gut

 

Qualität der Untertitel:

Der Sub liest sich gut und passend und er ist so gut wie fehlerfrei (irgendwo war ein kleiner Kommafehler, den ich vergessen hatte zu notieren – also wayne).

Okay, kein großes Ding. Aber “zur Hölle” sagt man im Deutschen eigentlich nicht. Das ist so ein Anglizismus wie “macht Sinn/makes sence” und kommt von “What the hell”. Im Deutschen sagt man eher “zum Teufel”. Aber dank Hollywood-Synchronisationen dürfte sich das langsam erübrigt haben. Ist in diesem Fansub auch nicht störend, aber in manchen Serien und manchen englischen Subs hat man den Ausdruck alle drei Zeilen – dann denkt bitte dran: Man muss nicht jedes Mal “zur Hölle” schreiben – und so geflucht, wie das im Deutschen klingt, ist das im Japanischen meist eh nicht.

Na ja, nicht der schönste Ausdruck. “Fragebögen” oder so was in der Art hätte es wohl auch getan. 

Bewertung (Übersetzungsqualität): gut
Bewertung (Rechtschreibung/Grammatik/Interpunktion): sehr gut

 

Fazit:

Endnote: 2 (gut)
Gruppen-Reputation nach dem Review:
4/5 

Wer mit dem Encode leben kann, kann sich diesen Sub sicher anschauen. Meine Empfehlung geb ich dann mit dem letzten Review zu dieser Serie.

 

Autor:
Datum: 16.06.2012
Kategorien: Blog, Fansub-Reviews

  1. Drittelroman:

    “Streicht doch einfach den 10-Bit-Encode und lasst dafür die 8-Bit-Version ordentlich encoden, dann taugt vielleicht zumindest eine Version was.”

    Wie bereits unter dem Sankarea-Review erwähnt, machen wir die Encodes nicht extra schlampiger, nur um Zeit zu sparen, sondern wir haben schlichtweg niemanden, der sich mit Encoding auskennt. Wir haben jetzt mit ein wenig Hilfe von Gebbi unser Encodingsystem umgestellt und werden in Zukunft seinem Rat folgen und die RAWs der englischen Gruppen verwenden.

    “Wirklich sauber und konzentriert hat man zwar nicht getimed, es wirkt etwas unstetig und ein paar unschöne Stellen haben sich eingeschlichen, aber den Sub kann man damit durchaus ordentlich schauen.”

    Nach dem Sankarea-Review haben wir ein paar Timer mit Erfahrung eingestellt, die mich in Zukunft beim Timten ablösen werden, daher sollte auch das von nun an kein Problem mehr sein.

    “Denn im Japanischen kommt das gar nicht vor – das war ein Witz der englischen Gruppe, die man als Vorlage benutzt hat. Man übersetzt also den einer anderen Übersetzung eigenen Witz, den man nicht verstanden hat, mit einem Wort, das man nicht kennt, und erklärt es so, dass es niemand versteht.”

    Dass das nicht vorkommt, konnten wir ja schlecht wissen. Unser Japanisch-TLC kann sich aus Zeitgründen (Uni) leider nur um ein einziges Projekt kümmern. Aus diesem Grund gibt’s bei Amnesia keinen TLC, da Raze oder moshiburner bei UTW die Übersetzung machen und er die beiden als äußerst fähig einschätzt. Erklären wollte ich das Wort auch nicht, allerdings haben mehrere (ca. 4 QCler) angemerkt, dass sie eine Infobox dafür vorschlagen würden, in die kann ich allerdings auch keine Romane schreiben.

    “Und wirklich niedlich ist, dass man die Credits auch gleich doppelt in die Folge eingebunden hat.
    Das war nur ein Versehen, da ich am Ende vergessen habe, die Credits im Opening im Script zu Kommentarzeilen zu machen.

    “Hätte man da nicht ein wenig zusammenfassen können?”

    Ach komm, man kann es so oder so sehen und wenn wir es so machen wollen, wieso bitte nicht?
    Man kann zum einen sagen, dass es schlechter sei, die Sache nicht aufzuteilen, weil die Credits dann öfter vorkommen und damit auch öfter im Bild sind, man kann aber ebenso sagen, dass es schlechter sei, die Credits größer zu gestalten, also zwei Zeilen mit jeweils einer Aufgabe, weil dann einfach mehr vor den Originalcredits steht. Und wenn ich eben fast alles alleine mache, wieso sollte ich das nicht in die Credits schreiben dürfen?

    • Zum Encode / 10-Bit:
      Das ist ja nicht nur ein Raw-Problem. Was ich meinte ist, dass die 10Bit-Version bei euch keinerlei Mehrwert hat im Vergleich zu der 8Bit-Version. Also ist es einfach verschenkte Liebesmühe. Und da ihr die Final-Encodes einfach zu schnell durch den Encoder kloppt, wäre es wahrscheinlich sinniger, die Stunde (die für den Hi10-Encode eh nicht reicht) der 8-Bit-Version zugute kommen zu lassen.
      Ist doch auch schade, dass du dir so viel Arbeit mit dem Typeset machst – und es dann völlig zermatscht, eben auch, weil die Encode-Settings Mist sind.

      Ajo, der Time war ja in Ordnung. Ist halt nur etwas unstetig. Und schön, wenn ihr ein paar Timer gefunden habt (ändert nur nichts an älteren Releases). Hier mal als Tipp:

      http://commiesubs.com/wp-content/uploads/2011/06/A-guide-to-timing-in-Aegisubv2.pdf

      Da ist recht ausführlich alles erklärt, um recht stressfrei nach einer halben Stunde einen ordentlichen Time zu haben.

      Na ja, wenn von 16 (oder wie vielen) QClern, 4 das anmerken, geht’s doch^^ Aber du solltest doch auch schon genug QC-Berichte ausgewertet haben, um zu wissen, dass man die Bitten um mehr Info-Boxen besser ignorieren sollte.
      Einen Witz, den man erklären muss, ist halt nicht witzig.
      Und nun ja… Wenn der Platz nicht reicht, um es ausreichend ihn erklären – dann ist es doch noch ein Grund mehr, gar keine Infobox zu setzen, oder?

      Das mit den Creds ist mir reichlich schnuppe – ich musste nur lachen und fand es, wie gesagt, eher niedlich.

      • 3 | Wetter

        Diese PDF.. what the fuck? Und wieso wieder Englischer Müll?

        Dann lieber meine (alten) aber oft gelobten Videodinger dazu. Die sind auf Deutsch. Lassen sich gut mit den Player guggn und evt. versteht man ja was ich da mache *hust*.

        Oder man nimmt den Fansub Wiki…

        • Weil es ein ziemlich umfassende Erklärung ist, wie man timen kann. Und auch ziemlich gut – und auf Deutsch kenn ich da nichts Vergleichbares.
          Deine Videos (zumindest die neueren) erklären zwar, was Timing ist und was diese lustigen Schaltflächen in Aegisub machen – aber sind nicht allzu hilfreich, um fix und stressfrei das Timing zu bestreiten.

          • 5 | Gebbi

            Außerdem ist Wetter der Einzige hier, der kein Englisch kann :ugly:

        • Als wäre “lassen sich gut mit dem Player guggn” ein valides Argument …

      • 7 | Gebbi

        Das ist ja nicht nur ein Raw-Problem.

        Aber zum Großteil. Afaik wurden hier die Zero-Raws verwendet. Die stammen erstens vom Sender Sun TV, der ohnehin nicht so prickelnd ist, und sind zweitens auch noch total billig zu Tode komprimiert worden und sehen entsprechend absolut beschissen aus (hab die mir auch schon angesehen).

      • Oder ordentliche QCer besorgen, die so etwas nicht anmerken müssen.

  2. “Was ich meinte ist, dass die 10Bit-Version bei euch keinerlei Mehrwert hat im Vergleich zu der 8Bit-Version.”

    Zu dem Thema hatte ich mal bei Another ein paar Vergleichsscreenshots gemacht, ich finde schon, dass man da einen Unterschied merkt.



    Ich finde, bei der 10bit-Version sieht der Bereich links von ihrer Tasche, ihr Ärmel und Kouichis Oberkörper viel sauberer aus.

    • 10 | Wetter

      Da du dich beim 10bit leider um ein Frame vertan hast, lässt sich das nicht wirklich richtig beurteilen.

      Ich als Obernoob 2012 würde aber fragen: 10bit soll doch nur beim Branding ein deutlichen Mehrwert liefern, der in deinen 8/10Bit Fotos auch gut zur Geltung kommt. Aber andere Sachen wie mehr Schärfe etc. müssen auch in der 8bit Version schon recht sauber sein.

    • 11 | Codo III.

      Okay, da ist wirklich ein guter Unterschied zwischen 8 und 10 Bit.
      Nur eure Release-Encodes sind halt wirklich nicht berauschend (Und das wird bewertet).
      Keine Ahnung, wie sehr das an wirklich schlechten “Raws” liegt. Ich hätte halt gedacht, dass das zumindest auch daran liegt, dass dem Encode einfach nicht genügend Zeit gegeben hat (zumindest sehen meine Quick&Dirty-Encodes so aus, wenn ich nur fix was ausprobieren will) – oder halt, weil mehrfach verlustbehaftet encodet wird.
      Aber keine Ahnung, für die Details bin ich einfach kein Fachmann.

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