Endlich ein „echtes“ Pokémon-Spiel für die Heimkonsole, diesen Wunsch hegen die Fans der Taschenmonster schon seit den N64-Zeiten. Nintendo hatte dazu in der Vergangenheit auch schon einige Andeutungen gemacht. Mit Pokémon: Let’s Go Pikachu und Evoli ist es nun endlich soweit, oder? Naja, nicht wirklich. Schon kurz nach Enthüllung war klar, dass uns mit dem Switch-Release nicht die ersehnte 8. Generation erreicht, sondern eher eine Zeitreise in die ersten Tage des Franchise. Damals, als sich Pokémon gerade zum weltweiten Phänomen entwickelte und auch im deutschen TV ankam, da erschien mit der „Gelben Edition“ ein Ableger, der besonders für die Fans des Animes interessant war – konnte man doch hier endlich zusammen mit seinem Kumpel Pikachu die Welt bereisen, und der allerbeste Pokémon-Trainer werden. Der Clou: Genau wie in der beliebten TV-Serie war Pikachu viel mehr als nur ein Pokémon, es war von Anfang an unser Freund und Begleiter.

Pokémon: Let’s Go Pikachu und Evoli greifen das sehr gut auf und drehen die Uhr einige Jahre zurück: Ich bereise die Kanto-Region, bezwinge die acht Arena-Leiter, sammle alle 151 Pokémon und nehme es daneben noch mit dem gefährlichen Team Rocket – stilecht mitsamt Jessy, James, Mauzi und Giovanni – auf. Pokémon: Let’s Go orientiert sich dabei fast komplett an der Story von Pokémon Gelb und lässt mich zu Beginn gerade mal entscheiden, ob ich ein Mädchen oder einen Jungen spielen will. Mein Rivale, natürlich der Enkel von Professor Eich, ist diesmal allerdings kein fieser Rüpel, sondern unverschämt nett und zudem hier und da ein ziemlicher Döskopp.

Die wohl stärkste Neuerung im Spiel ist das auf Pokémon Go beruhende Fang-Prinzip: Anstatt ein Pokémon im Kampf zu schwächen und zum Schluss mein Glück mit dem Pokéball zu probieren, benutze ich diesmal meinen Joycon, um den Wurf quasi aus dem Handgelenk zu schütteln. Ein vorheriger Kampf ist nicht mehr nötig, dafür muss ich das gewünschte Pokémon in vielen Fällen zunächst mit etwas Obst milde stimmen und darauf achten, dass der Wurf besonders präzise ist. Wenn selbst das nicht mehr hilft, muss ein stärkerer Pokéball her. Bälle-Nachschub besorge ich mir bei Händlern in den größeren Städten, oder finde sie als Beute in der Spielwelt. Besiegte Trainer übergeben mir neben einer Hand voll Pokédollar ebenfalls oft auch ein paar Bälle. Richtig gehört: Unsere Pokémon sind natürlich nicht nur zum Bestaunen da, sondern müssen auch in Duellen antreten. Ob gegen andere Trainer, die mächtigen Arena-Leiter oder das gemeine Team Rocket. An jeder Ecke warten Kämpfe auf mich. Ganz klassisch im Stil eines J-RPGs – also rundenbasiert.

Damit hätten wir das beste aus beiden Welten, denn um ehrlich zu sein fand ich früher die Zufallsbegegnungen mit den Pokémon auf die Dauer ziemlich nervig. Zum zehnten Mal gegen wildes Ratzfratz zu kämpfen machte einfach keinen Spaß. Hier ist Pokémon: Let’s Go wunderbar erfrischend, zumal ich die Pokémon in meiner Umgebung immer sehe und damit auch entscheiden kann, ob ich einen Fangversuch starte. Die Pokémon fallen außerdem unterschiedlich stark aus, manche haben sogar noch einen besonderen Status.

In den Kämpfen gilt: Jeder Trainer kann bis zu sechs Pokémon in der Tasche haben, die jeweils vier Attacken beherrschen. Der Teufel liegt hier im Detail: Pokémon unterschiedlicher Elemente (Luft, Wasser, Elektro, Feuer usw.) reagieren unterschiedlich stark aufeinander, dazu kommen neben vielen Offensiv- auch Defensiv-Fähigkeiten sowie Stärkungs- und Schwächungs-Angriffe. Das J-RPG-Konzept kennen Fans schon seit der ersten Stunde und lieben seine taktische Tiefe. Diese kann Pokémon: Let’s Go allerdings im Early- und Midgame nicht richtig ausspielen, da der Schwierigkeitsgrad unterdurchschnittlich gering ausfällt. Zu Deutsch: Wer nicht gerade zum ersten Mal einen Controller in der Hand hält, wird große Teile der Story kaum Probleme haben.

Vor allem die beiden Flagship-Pokémon Pikachu und Evoli sind schon von Beginn an ziemlich stark und bekommen zudem noch unheimliche mächtige Spezialattacken. Da dauert ein Kampf oft keine drei Runden. Natürlich kann man den Schwierigkeitsgrad dadurch erhöhen, in dem man schwächere Pokémon bevorzugt oder nach einer der beliebten Fan-Challenges spielt, doch hier wäre es nicht schlecht gewesen, wenn Game Freak die Balance-Kurve eher in Richtung Anspruch geschoben hätte.

Es wird sehr schnell klar, wer die eigentliche Zielgruppe des Spiels ist: Die Fans von Pokémon Go, die Nintendo mit diesem Spiel an die Switch führen will. Auch für Nostalgiker, die mit Pokémon: Let’s Go noch mal in ihre Kindheit zurück wollen, ist dieser Ableger sehr geeignet. Immerhin gilt die Kanto-Generation bis heute als die beliebteste. Hardcore-Fans hingegen werden dem anspruchslosen Spiel schnell überdrüssig und müssen sich mit der Hoffnung auf das Post-Game über Wasser halten. Nach dem regulären Ende warten nämlich einige toughe Herausforderungen. Zunächst mal das PvP gegen Spieler aus der ganzen Welt – entweder 1-gegen-1 oder im 2-gegen-2. Hier komme ich je nach Gegner mit meinen Standard-Pokémon nur bedingt weit und muss damit beginnen, mit ein wirklich starkes Team aufzubauen. Im PvE tauchen zudem noch die Meister-Trainer auf, die ebenfalls besonders starke Pokémon ins Rennen schicken und dann gibt es natürlich noch die allumfassende Quest, wirkliches jedes der 151 Pokémon zu sammeln. Zwar ist das alles im direkten Vergleich mit Pokémon Sonne und Mond natürlich etwas dürftig, aber wie schon angemerkt ist Pokémon: Let’s Go weniger DAS nächste große Pokémon-Spiel, als mehr ein Weg, neue Fans langsam an das Franchise zu führen. Als jemand, der in den letzten Jahren kaum ein Pokémon-Spiel in der Hand hatte, habe ich super viel Spaß mit Let’s Go, gerade weil es mich nicht erschlägt.

Wirklich cool ist dazu noch der lokale Koop-Modus, der nach Lust und Laune zu jeder Zeit aktiviert werden kann und es einem zweiten Spieler ermöglicht, die Kontrolle über einen eigenen Charakter zu übernehmen. Zwar ist dieser nur ein Dummy, der keine eigenen Aktionen durchführen oder Pokémon besitzen kann (für die Kämpfe nimmt der Mitspieler immer das zweite Pokémon aus dem Team), bringt dem Ganzen aber etwas mehr Dynamik. Vor allem beim Fangen, wenn gut abgestimmte Kombowürfe einen besonders starken und hübsch animierten Fangversuch auslösen. Allerdings leidet der ohnehin schon niedrige Schwierigkeitsgrad noch mal unter der doppelten Power, da die Spielwelt sich dem nicht anpasst und man plötzlich zu zweit gegen einen Trainer kämpft, was nicht nur unfair klingt, sondern auch unfair ist.

Ein besonderes Gadget ist der Pokéball Plus, der für rund 40 Euro extra erworben werden kann. Dieser dient nicht nur als besonders stylischer Joycon, sondern kann auch für weitere Funktionen genutzt werden. Ich kann zum Beispiel ein Pokémon in den Ball laden, das ich dann auch außerhalb des Spiels mit mir herumtrage. Je nach gelaufenen Kilometern bekommt es dann Erfahrungspunkte. Nach rund 10.000 Schritten zum Beispiel war unser Level 5 Piepi dann Level 25. Eine gute Möglichkeit also, ein bestimmtes Pokémon zu leveln. Zwar könnte ich das System auch einfach austricksen und den Pokéball Plus einfach in der Hand pendeln, aber das muss dann wohl jeder für sich selbst entscheiden. Weiter kann der Pokéball Plus auch mit Pokémon Go verknüpft werden und dient hier als Erweiterung, ähnlich dem Pokémon Go Plus. Als schmackhaftes Bonbon enthält jeder Pokéball Plus ein Mew. Der Spezial-Controller ist ein deutliches Highlight von Pokémon: Let’s Go und das vereinfachte Aufleveln bei Schrittzähler will ich gar nicht mehr missen.

Aber auch ohne Pokéball Plus kann ich Pokémon: Let’s Go mit Pokémon Go verknüpfen und in der ehemaligen Safari Zone (die jetzt GO-Park heißt) Pokémon zwischen den beiden Spielen tauschen oder kleinere Quests in Pokémon Go lösen. Hier wird noch mal deutlich klar, dass vor allem die Spieler von Niantics Mobilegame angesprochen werden sollen. 

Rein technisch fällt Pokémon: Let’s Go okay aus. Die Größe der Spielwelt, die sich fast komplett am GameBoy-Original orientiert, ist mittelmäßig – man hat sie halt schnell durchreist. Zwar ist sie abwechslungsreich gestaltet, doch ein wenig mehr Raffinesse hätte dem Ganzen schon gut getan. Besonders die starren Figuren mit ihren oft wiederkehrenden Outfits fallen hier negativ auf. Zwar haben all die Gören, Käfersammler, Gentleman und Knirpse jetzt einen Vornamen, sehen aber ansonsten komplett gleich aus. Auch in den Kämpfen wären ein paar mehr Animationen schön gewesen – das hatte seiner Zeit schon Pokémon Stadium besser hinbekommen. Auflösung und Sound-Qualität gehen aber klar, auch an der Performance gibt es nichts zu meckern. Es ist eben alles etwas übersichtlich.

Fazit

Das liest sich nun teilweise etwas ernüchternd und ja, Pokémon Let’s Go ist bei Weitem nicht das erhoffte große Pokémon Rollenspiel für die Switch, auf das viele Fans schon lange warten. Hier hatte Nintendo zum Glück bereits bestätigt, dass es 2019 mehr Infos zur kommenden Generation geben wird. Für Zwischendurch und um nochmal in Nostalgie zu schwelgen, taugt Let’s Go aber auf jeden Fall. Vor allem das händische Fangen ist sehr motivierend und die Online-Duelle bringen ordentlich Pepp mit – auch wenn erweiterte Features der späteren Spiele keine Verwendung fanden und das Kampfsystem daher eher rudimentär ausfällt. Der Trip zurück nach Kanto, mit den lieb gewonnenen Figuren und dem Gefühl zurück in die Kindheit zu reisen, hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Ich meine, wie cool war es, mal wieder auf der MS Anne zu sein oder die Siegerstraße zu erobern? Klar, es fehlt an vielem und vor allem am Anspruch, aber dennoch zeigt Pokémon: Let’s Go dass es mehr denn je Zeit für den Einzug von Pokémon auf der großen Heimkonsole ist.

 

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Gepostet von am 23.11.2018 | Keine Kommentare

Als ich vor einer Weile schon davon hörte, dass es ein Spiel geben soll, in dem ich ein Café leite und einen kleinen Drachen großziehe, dachte ich: „Das muss ich spielen“. Also habe ich Little Dragons Café, diese von Aksys Games und Toybox Inc. entwickelte, digital gewordene Niedlichkeit, für euch getestet.

Als Fan von Havest Moon sprach mich natürlich der Aspekt des Café-Leitens genauso an, wie der Publisher Rising Star, der vielen sicherlich von genau dieser Spielereihe bekannt sein dürfte. Noch viel wichtiger war aber der kleine Drache, den man ja schon in ersten Ankündigungsbildern gesehen hat.

Ist der Drache (hier noch in der ersten Wachstumsstufe) nicht süß? Sieht der Zechpreller sicher anders

Aber von vorn: In Little Dragons Café übernehme ich die Rolle eines Zwillings, wahlweise Junge oder Mädchen, der jeweils andere Zwilling bleibt als NPC im Spiel. Noch ist von einem Drachen nichts zu sehen, aber unsere Mutter lässt uns schon ordentlich mithelfen im Café. So lernen wir die Grundlagen des Spiels: Zutaten sammeln und Kochen. Doch dann, oh Schreck, fällt unsere Mutter in einen tiefen Schlaf und will beim besten Willen nicht aufwachen. Aus dem Nichts taucht ein alter Mann auf, der von uns Papi genannt werden möchte und klärt uns über eine Besonderheit unserer Mutter auf und darüber, dass sie nur wieder aufwachen wird, wenn wir einen kleinen Drachen großziehen. Klingt total logisch, machen wir so.

Papi ist übrigens nicht nur ein seltsamer Alter, er ist auch ein Magier, der uns neue Rezepte zusammenzaubert, wenn wir ihm vier Teile davon bringen und an bestimmten Stellen im Spiel unser kleines Haus erweitert, damit wir nicht nur Speis und Trank, sondern auch ein Bett für unsere Gäste anbieten können. Das ist wichtig für die weitere Geschichte, denn reichen am Anfang noch die Zimmer bei uns im ersten Stock, um neue Freund unterzubringen, die uns im Café helfen, so brauchen wir später etwa mehr Platz. Nach und nach besucht uns immer eine mehr oder weniger verlorene Gestalt und zieht so lange bei uns ein, bis sie mit unserer Hilfe ihre Probleme gelöst hat und ein spezielles Essen von uns bekommen hat.

Das gesammte Café-Personal beratschlagt über einen schweren Fall. Natürlich ist unser kleiner Drache immer dabei.

Auf der Karte stehen natürlich nicht nur die Spezialgerichte unserer geschichtsschreibenden Gäste. Vor allem durch das auffinden von Rezeptteilen, die uns Papi zusammenfügt, bekommen wir neues Material für unsere Speisekarte und um unseren Drachen zu füttern – der muss nämlich ordentlich essen, um zu wachsen, und sogar seine Farbe kann mit entsprechendem Essen beeinflusst werden. Aber auch die anderen Mitarbeiter kommen hin und wieder auf eine neue Rezeptideen. So füllen wir nach und nach unsere Speisekarte und – mit steigendem guten Ruf – auch die Bäuche von immer mehr Gästen mit gutem Essen.

Dafür benötigen wir natürlich Zutaten, die wir überall auf der Insel sammeln können. Die Abschnitte schalten sich mit fortschreitender Geschichte immer weiter frei. Leider tun sie das in der Regel kommentarlos. Ich denke mehr als einmal beim Spielen „War der Durchgang vorher noch nicht da oder habe ich ihn nur nicht gesehen?“. Nur wenn ich Teile der Insel mit den wachsenden Fähigkeiten meines wachsenden Drachens freischalte, kann ich sicher sein, dass sie neu sind. Natürlich kann man nach gängiger Videospiellogik sagen, wenn ein Geschichtsabschnitt geschafft ist, ist auch ein neuer Abschnitt der Insel begehbar. Nur welcher das ist, das muss ich erst herausfinden. Allerdings komme ich in einigen Momenten gar nicht so weit, da ich schnell nach Hause zurück muss, da mein Personal gerade faulenzt. Zum Glück gibt es eine Schnellreisefunktion zurück, nur leider nicht auf den Rest der Insel, das macht die Unzuverlässigkeit des Personals manchmal etwas nervig.

Manchmal verrutschen auch die Sprechblasen, die Aussage oben gehört sicher nicht zu dem großen Orc, Luccola. Eher zu der Hexe im Vordergrund.

Vor allem in der Welt außerhalb des Cafés zeigen sich die kleinen Schwächen von Little Dragons Café. Zum Beispiel gibt es einige Clipping-Fehler, die dafür sorgen, dass ihr beim Springen oder Laufen an einer Kante hängen bleibt. Auch die Steuerung ist leider etwas unsauber, was ebenfalls dazu führt, dass man irgendwo festhängt, oder dass man immer wieder wieder falsche Aktionen startet zum Beispiel anfängt zu kochen, statt mit dem Koch hinter dem Herd zu reden – weil er gerade nicht gut drauf ist, was zu schlechtem Essen führen kann. Außerdem laden, wenn ihr im freien unterwegs seid, die Texturen nur langsam nach, sodass ihr im ferneren Hintergrund meist einen grauen Schleier, statt der sonst im Spiel üblichen hübschen Zeichenoptik, seht. Zudem läuft das Spiel leider auch etwas ruckelig.

Zuweilen hakt es auch bei der Übersetzung, so sprechen Gäste im Café manchmal Englisch oder Französisch mit euch.

Eine seltsame Farbe für eine Pflaume.

Kann man mit diesen Problemen leben, erwartet einen aber ein wirklich putziges Spielerlebnis mit dem kleinen Drachen und den vielen verschiedenen und teilweise abgefahrenen Charakteren, die uns im Café besuchen oder hier arbeiten. Wer also schon immer Gastronom in einer Fantasywelt leiten, mit einer Teller-werfenden Kellnerin zusammenarbeiten oder einen metrosexuellen Orc mit Leidenschaft und Stil den Kochlöffel schwingen sehen wollte, ist hier genau richtig. Die Optik erinnert an ein gezeichnetes Kinderbuch, dabei spielt sich aber alles in einer 3D-Welt ab. Auch der Soundtrack ist einfach aber sehr passend für dieses freundliche Spiel.

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Gepostet von am 28.10.2018 | Keine Kommentare

Keine (Gaming-) Messe ohne Draci: Als ich von der EGX in Berlin gehört habe, musste ich mir das natürlich anschauen und selbstverständlich will ich euch nicht vorenthalten, was ich gesehen habe.

Zuerst einmal, die EGX ist klein. Sie findet nicht auf der Berliner Messe (ICC) statt, sondern auf einem ehemaligen Bahnhofsgelände, das heute Station Berlin heißt und Veranstaltungsort für verschiedene Events ist. Dementsprechend erwarten uns hier keine hochmodernen Messeräumlichkeiten, sondern große Hallen, die eher an alte Industriegebäude erinnern. Das gibt der Veranstaltung einen eigenen Charme und unterscheidet sie optisch von der gamescom oder der IFA. Eine weitere Besonderheit ist, dass der Zugang erst ab 18 Jahren gestattet ist. So brauchen die Aussteller keine großen „Kästen“ über ihre Anspielstationen bauen und das Ganze wirkt wesentlich offener und weniger verschachtelt.

Doch nur so viel zur Optik, es geht uns ja um den Inhalt. Die drei großen Hallen plus kleinere Räume für die Diskussions-Panels enthalten viele Plätze zum Anspielen, die wie schon erwähnt, auch gut einsehbar sind. Die Besucherzahlen halten sich im Vergleich zur gamescom eher in Grenzen, was dazu führt, dass man auch für große Titel nur eine oder eineinhalb Stunden ansteht, anstatt manchmal zwei bis sechs. Aber genug der Vergleiche. Die EGX ist eine eigenständige Veranstaltung, die vor allem zum Anspielen da ist. Durch die überschaubare Größe ist das auch sehr gut möglich. Vor allem bei weniger großen Titeln kann man sich hier schnell und einfach an eine Spielestation setzen und loslegen.

So kam ich beispielsweise in den Genuss von Textorcist.

Hier ist der Name, der offensichtlich ein Fantasiewort ist, auch Programm. Wir spielen einen Exorzisten, der mittels Texteingabe Bibelsprüche auf Dämonen feuert, die Menschen besetzt haben. Dabei müssen wir allerdings den Angriffen der Gegner mit den Pfeiltasten ausweichen. Mit wachsender Länge der Sprüche wird das natürlich immer schwieriger. Auch alle Aktionen zwischen den Kämpfen müssen eingegeben werden. Klingen zum Beispiel das Telefon, können wir es nicht einfach anklicken, sondern müssen uns davor stellen und „Answer“ eingeben. Eingebettet wird das Ganze in die Geschichte im Ray Bibbia, ein Exorzist der – so viel wird schon in den ersten Spielminuten klar – nicht ganz so rein zu sein scheint, wie es Männer der Kirche üblicherweise sind. So finster das Thema auch ist,wird die Geschichte begleitet von einem stark ausgeprägten Humor und einer immerhin nicht ganz so gruseligen pixeligen Optik in herlich bunten Farben.

Mein nächstes Highlight finde ich in der Indie-Ecke der EGX. Zwar sehr pixelig aber in der Optik nicht so freundlich wie Textorcist präsentiert sich Deathtrash.

In einer postapokalyptischen Welt auf dem Planeten Nexus hat die Menschheit Maschinen erschaffen, um sich zu schützen. Dumm nur, wenn sich diese Maschinen dann gegen die Menschen wenden.

Humankind traveled to the stars and settled on the planet Nexus with its ancient secrets of stone and flesh. The machines were installed as protectors, but they were corrupted and brought terror.

You are a raider among the ruins of the past.
But fate might lead you to the Bleeding Head Oracle, the Evergrowing Heart and towards a war with the machines, giving you the power to mend or destroy.

In dieser düsteren Welt suchen wir uns eine Figur und eine Klasse aus, um sie zu durchstreifen und dabei gegen Mal mehr mal weniger menschliche Gegner anzutreten. Dabei treffen wir auch auf NPCs die uns freundlich gesinnt sind und auch Quests geben. Zum Beispiel treffen wir auf einen riesigen Fleischkraken, der nicht aus seiner Höhle kann und uns bittet Freunde für ihn zu finden (aaaawwww). Das Ganze spielt sich mit dem Gamepad sehr intuitiv und denkbar einfach. Der wechsel zwischen Nah- und Fernkampfwaffe funktioniert gleitend. Das Spiel an sich zeigt sich leider nicht grundsätzlich so einfach wie die Steuerung, was an meiner hohen Sterberate zu erkennen ist. Nichtsdestotrotz macht das Spiel viel Spaß, nur leider werden wir uns bis zur Fertigstellung noch etwas gedulden müssen, sagt der Entwickler.

Danach bin ich an den Platz nebenan gerutscht und habe mir Through the Darkest of Times angeschaut.

Neben der Tatsache, dass dieses Strategiespiel das erste Spiel ist, welches Hakenkreuze, Hitlergrüße und ähnliches offen nutzen darf, entfaltet es einen ganz eigenen Grusel. Wir spielen eine Gruppe von Widerstandskämpfern in den Anfängen des dritten Reichs. Die Demo lässt uns das erste Kapitel spielen, dessen Ziel es ist, die Gruppe zu erweitern aber vor allem sollen wir überhaupt noch in der Lage sein zu operieren. Also dürfen wir nicht umgebracht werden und wir müssen die Moral der Gruppe aufrecht erhalten. Das ist gar nicht so einfach, sinkt doch die Moral, wenn wir uns bei Ereignissen wie der Bücherverbrennung als Anhänger Hitlers ausgeben müssen um nicht aufzufliegen. Um Resourcen wie Geld und Anhänger zu besorgen, schicken wir die Mitglieder unserer Gruppe auf Missionen, wie Geldsammeln oder Flugblätter verteilen. Dabei müssen wir natürlich darauf achten, die Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder gut zu nutzen. Jeder Spielzug entspricht einer Woche und nach abgeschlossenem Zug bekommen wir Schlagzeilen zu sehen, die es damals tatsächlich gab. Das Spiel bemüht sich also auch um historische Korrektheit. Das Ganze baut eine sehr düstere Atmosphäre auf und hinterlässt ein ziemlich mieses Gefühl in der Magengegend. Als ich vom PC aufstand und mich die Mitarbeiterin fragte, ob ich Spaß gehabt hätte meinte ich „Spaß ist hier wohl nicht der richtige Ausdruck“. Ich bin trotzdem gespannt auf das fertige Spiel und werde es mir dann sicher noch einmal anschauen.

Natürlich habe ich mir auch noch ein paar andere Spiele angeschaut aber ich belasse es hier bei meinen Highlights.

Wer übrigens schon viereckige Augen hatte, konnte sich auch zum Stand von Ulisses begeben. Hier gab es Regelwerke für neue Rollenspiele zu kaufen und man konnte sie an einem der vorhandenen Tische direkt anspielen.

Natürlich habe ich hier noch ein paar Impressionen von der Messer für euch.

 

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Gepostet von am 09.10.2018 | Keine Kommentare

Zehn Jahre im Eichenfass gereift? Naja, fast. Am 19. September 2008 erschien Yakuza 2 in Europa für die PlayStation 2 – knapp zwei Jahre nach dem Release in Japan. Damals galt Yakuza bei uns noch als unbeliebt, aber das hat sich heute geändert. Der großen Veröffentlichungswut von SEGA und Koch Media zu Dank, finden seit wenigen Jahren regelmäßig Ableger ihren Weg nach Wurstland. Mit allergrößter Vorfreude haben die Fans den Release des zweiten Remaster vor wenigen Wochen erwartet. Ich bin einer von ihnen.

Yakuza Kiwami 2 ist wie auch schon sein Vorgänger ein grafisch komplett überarbeitetes und inhaltlich erweitertes Yakuza 2, das mich zurück in die Gangsterwelt Japans führt. Nach dem turbulenten Ende des Vorgängers wollte Antiheld Kazuma Kiryu eigentlich seine Ruhe vor den Verbrecher-Clans haben, wird aber durch einige Umstände zwischen die Fronten des Tojo- und des Omi-Clans gezwungen. Mal wieder geschieht ein Mord und diesmal muss Kazuma zusammen mit Ermittlerin Kaoru Sayama den Drahtzieher finden und einen Krieg zwischen den Yakuza verhindern. Dabei entpuppt sich Yakuza Kiwami 2 vor allem als sehr gute Detektivgeschichte. Die Handlung pendelt zwischen Tokio und Osaka, deren begehbare Stadtteile mit sehr viel Liebe zum Detail nachempfunden wurden. Ehrlich, das sieht dank der Yakuza-6-Engine schon extrem gut aus, vor allem in Full-HD.

Wie gewohnt ist die Story von vielen Irrungen und Wirrungen geprägt. Freund und Feind wechseln ihre Rollen, wirklich leicht zu verstehen ist das Ganze nicht. Liegt vor allem mit daran, dass auch dieses Yakuza ohne deutsche Texte auskommen muss. Wer’s nicht drauf hat, sollte auf jeden Fall ein Englisch Wörterbuch mit am Start haben. Dafür hat sich SEGA alle Mühe gegeben, die Übersetzung aus dem Japanischen so originalgetreu wie möglich zu halten. Gerade bei den Hierarchien der auf Samurai-Traditionen aufbauenden Gangster-Clans kann einem schon schwindelig werden. Da lohnt es sich umso mehr, zur Abkühlung einer der vielen Nebenaktivitäten nachzugehen oder eine Runde durchs bunte Nachtleben zu flanieren.

Neu dabei ist der aus Yakuza 6 bekannte Clan Creator, in dem ich in einer Art Tower-Defence strategisch aktiv werden muss. Goro Majima ist dabei, also wird’s verrückt. Weitere Highlights sind definitiv die Foto-Shootings mit japanischen Erotikstars oder Virtua Fighter 2 in der Arcade. Letzteres dürfte vor allem bei Fighting-Game-Nostalgikern der späten 90er für viele Stunden Spielspaß suchen. Die Fotos mit den Girls sind dann wohl eher etwas für die Fraktion „Dead or Alive Xtreme“, aber durch die Echtfilm-Sequenzen sehr gut umgesetzt. Oder ihr spielt halt Golf, Mahjong oder Karaoke. Oder ihr besucht ein Restaurant – was im übrigens auch Erfahrungspunkte für neue Skills mit sich bringt. Die ganzen Nebenbeschäftigungen und das Sightseeing können die Spielzeit locker schon mal verdreifachen – je nachdem, wie tief ihr in die magische Welt von Japan versinken wollt.

Ansonsten macht ihr bei Yakuza Kiwami 2 genau dasselbe, wie in jedem Yakuza-Game: Mit Handlungsfiguren quatschen oder irgendwem die Fresse polieren. An jeder Ecke und während fast jedes Story-Strangs warten immer wieder Prügeleien, die den Action-Anteil des Adventures ausmachen. Da gibt’s auch keinen Weg dran vorbei. Die Yakuza-Reihe war schon jeher ein Brawler und so sind die teilweise toughen Kämpfe ein Fest für Martial-Arts-Fans. Ganz einfach weil das Spiel hier jegliche Realität sausen lässt und Ausmaße eines Shonen-Anime annimmt. Unzählige Combos, verrückte Spezialattacken oder die verschiedenen Waffen machen das wirkliche gute Kampfsystem zum Genuss. Allerdings verzichtet Kiwami 2 auf die unterschiedlichen Kampfstile des Vorgängers. Kazuma prügelt sich diesmal nur in einer Haltung, kann aber dafür tonnenweise Moves erlernen.

Auch wenn SEGA einige Minigames wie den Club Adam oder Bowling gestrichen sowie ganz wenige Missionen anders verwurstet hat, um die Story besser zu erzählen (was natürlich nur auffällt, wenn man das Original kennt), gibt es auch wieder ein Bonbon für Fans von Goro Majima. Der verrückte Yakuza erhält diesmal sogar eine eigene Kampagne – die zwar keine Hauptstory-Ausmaße annimmt, dafür aber noch mal frischen Wind in die Bude lässt. Goro hat mittlerweile einfach Kultstatus erreicht und die Kämpfe mit ihm spielen sich noch mal flotter.

Die Magie von Yakuza Kiwami 2 ist die wie immer schwer in Worte zu fassende Mischung aus dem sympathischen (Anti-)Helden Kazuma und dessen bedachter sowie respektvolle Art, selbst als Super-Gangster heldenhaft zu sein, dem  Wechselspiel zwischen japanischer Verrücktheit (in der Sidequest „Be my Baby“ kämpft man zB. gegen eine Gruppe Yakuza in Windeln) und ausgelassenen sowie ruhigen Momenten, in zwei so temporeichen Großstädten, gepaart mit einer wirklich spannenden Handlung, die auf unzähligen Charakteren und ausschweifenden, teils bockernsten, gerne aber auch trashigen Dialogen aufbaut. Man muss es einfach selbst gespielt haben, um sich davon einfangen zu lassen.

Leider fand Yakuza 2 seiner Zeit außerhalb Japans eher wenig Interesse, was sich jetzt durch das Remaster ändern wird und das ist auch gut so. Viel zu lange wurde diese wundervolle Reihe, die es mit den ganz großen aufnehmen kann, übersehen. Ob das Konzept Kiwami fortgeführt wird, ist unwahrscheinlich. Ab Yakuza 3 sind alle Teile für die PlayStation 3 erschienen, eine große optische Anpassung ist also nicht zwingend notwendig. Dafür kündigte SEGA bereits an, dass Teil 3 bis 5 als reine Neuauflagen für die PlayStation 4 nochmals erscheinen werden. Bleibt zu hoffen, dass es nicht ewig dauert, bis wir hier ebenfalls Nachschub serviert kommen.

Yakuza Kiwami 2 ist Pflichtprogramm für jeden Fan japanischer Spielkunst und sollte seinen Weg ganz schnell in gut sortierte Sammlungen finden. Mehr gibt es hier nicht zu sagen.

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Gepostet von am 20.09.2018 | Keine Kommentare

Hallo Leute, müde Grüße von der gamescom. War wohl etwas spät gestern. Nichtsdestotrotz war ich auch heute schon früh auf der Messe, um mir ein PlayStation VR-Spiel anzuschauen. Der Stand wird nämlich später völlig überlaufen sein. Ich kam zu Firewall – Zero Hour. Das ist ein Vier-gegen-Vier-Shooter, bei dem ein Team angreift und versucht einen Laptop zu hacken, während das andere Team verteidigt. Nach meinen letzten Erfahrungen mit Resident Evil auf der PlayStation VR war ich ja etwas skeptisch, ob mir nicht eher schlecht wird, aber da hatte ich diesmal keine Probleme. Gespielt wird mit einem PlayStation Move Controller, der einer Waffe nachempfunden ist. An die Steuerung muss man sich kurz gewöhnen aber eigentlich ist es recht einfach. Leider habe ich nur ein paar Minuten im Spiel erlebt, dann hat es mich schon umgehauen. Aber der freundliche Standmitarbeiter erzählte, dass ich noch gut durchgehalten habe und das kürzeste Spiel bisher nur ein paar Sekunden dauerte, abgekürzt durch einen ungünstigen Granatenwurf eines Spielers. Trotzdem hat das Spiel Spaß gemacht, auch wenn so ein Szenario sicher nicht jedermanns Fall ist.

Ein wenig habe ich mich dann noch umgeschaut und eine kurze Runde Torchlight Frontier gespielt. Hier handelt es sich um Action-RPG von Runic Games. Das Spielprinzip ist denkbar einfach: Ich hole mir eine Quest und dann ziehe ich in die Wildnis. Mit verschiedenen Fähigkeiten greife ich Goblins an, die sich mir entgegen stellen, und in aller Regel in Gruppen auftreten. Habe ich meine Gegner besiegt, winken Gegenstände wie Waffen und Rüstungen sowie Gold. Dann gehe ich zurück in die Stadt und kann meine Quest abgeben, danach ist die Demo leider zu Ende. Mit seiner comichaften und bunten Gestaltung macht das Spiel nicht nur optisch eine Menge Spaß.


Anschließend besuchte ich Tencent Games, wo ich mir Arena of Valor in der Switch-Version genauer anschauen durfte. Das Ganze ist eine MOBA, also eine Mehrspieler-Online-Arena, in der, je nach Modus, Teams aus fünf, drei oder auch zwei einzelnen Spielern gegeneinander antreten und versuchen die Verteidigung des Gegners zu durchbrechen sowie seine Basis zu zerstören, oder einfach die Gegner so oft wie möglich auf die Bretter zu schicken. Arena of Valor ist bereits auf mobilen Geräten verfügbar und wird demnächst für die Nintendo Switch erscheinen. Da die Steuerung sich denkbar einfach gestaltet, sollten auch Einsteiger in das Genre keine größeren Probleme haben. Zu Beginn werden 35 spielbare Charaktere verfügbar sein, die sich in verschiedene Klassen wie Krieger, Assassine oder Schütze unterteilen. Es wird wöchentlich wechselnd immer einige Champions frei zu Verfügung geben. Um einen Helden immer spielen zu können, müsst ihr zu Beispiel Aufgaben im Spiel erfüllen oder sie mit Gold, dass ihr euch erspielen könnt, freischalten. Es besteht also keine Notwendigkeit, sie mit echtem Geld zu kaufen. Natürlich bin ich bei meinem ersten Versuch gnadenlos Baden gegangen. Aber keine Sorge, es wird auch einen Trainingsmodus geben, in dem ihr (und ich) euch gegen computergesteuerte Gegner stellt, bevor ihr gegen andere Spieler antretet.

Nachdem ich mir die Spiele angeschaut habe, musste ich leider zu einem Außeneinsatz in Köln. Da ich seit zwei Tagen ohne jeglichen Handyempfang unterwegs war und auf Grund verschiedener Indizien annahm, dass es am Anbieter lag, wurde ich nun doch langsam misstrauisch, da man sonst nirgendwo etwas von einem größeren Netzausfall hörte. Ich meine, dann hätten ja auch tausende anderer Leute seit zwei Tagen keinen Empfang, so etwas hätte doch irgendein Lokalblatt sicher aufgegriffen. Zu meiner Verteidigung: auf der Webseite des Anbieters stand auch die ganze Zeit über, dass sie ein Problem hatten, aber scheinbar war das dann doch nicht so schlimm, wie ich dachte. Also habe ich mir mein Handy geschnappt und dachte, ich gehe mal zu einem Serviceshop des Anbieters, vielleicht ist es ja die Sim-Karte. Da mein Handy vor Kurzem zwei Mal in Reparatur war, hat mich natürlich das neuerliche Problem schon maximal genervt. Also los zur Deutzer Freiheit (ja, die Straße heißt so). Zwischen acht und zwölf Minuten sollte das dauern, sagte das Kartenprogramm, das ich zumindest hier im Pressezentrum kurz nutzen konnte. Dank einer falschen Einstellung in der App und unterschiedlichen Richtungsangaben befragter Einwohner, hat mein Irrweg durch Deutz dann eine gute halbe Stunde gedauert und das bei brütender Wärme. Schließlich und mit der Hilfe eines freundlichen Mitarbeiters eines Handyladens, habe ich tatsächlich besagten Serviceshop erreicht. Klein, versteckt und mit einem freundlichen jungen Mann, der laut Musik hörte. Oft verirrt sich hier wohl niemand hin. Ich schilderte ihm mein Problem, daraufhin schaute er, ob mit meinem Vertrag alles in Ordnung ist, stellte fest, dass es da keine Probleme gibt und war kurz etwas ratlos. Daraufhin entspann sich ungefähr folgender Dialog (ich möchte vorweg schicken, dass der Herr in dem Shop sehr freundlich und wirklich nett war aber der Dialog leider nicht zielführend):

Er (Im Folgenden E): „Also ich habe den gleichen Anbieter und bei mir geht es“

Ich:(im Folgenden I): „Ich aber nicht und das wirkt sich auf der gamescom schon sehr negativ für mich aus“

E: „Haben sie schon mal das Handy Aus und an geschaltet?“

I: „Ungefähr 30 Mal seit Dienstag“

E: „Hm..“

I: „Vielleicht liegt es ja an der Sim-Karte“

E: „Also ich könnte die tauschen, aber das ist keine Garantie, dass es wieder funktioniert“

I: “ Na ich bräuchte aber schon JETZT eine Lösung, ich kann ja so nicht arbeiten“

E “ Ich kann aber nicht garantieren, dass es wieder geht wenn ich die Karte tausche“

I: “ Ja, aber einen anderen Ansatz haben wir ja jetzt nicht, am Handy liegt es nicht, wir haben schon Sim-Karten getauscht mit einem anderen Handy“

E: “ Sie könnten ja versuchen die Hotline anzurufen“

I: “ HaHa…“

E: “ Das kostet aber 25 Euro, wenn ich die tausche und ich kann nicht garantieren, dass es dann wieder geht“

I:  “ Ja, aber eine Alternative haben wir grad nicht“

E: “ Das müssten sie aber dann Bar bezahlen“

I: “ Geht mit Karte? „

E: “ Ich habe keine Kartenlesegerät hier“

I: (denkt) “ das wundert mich grad auch irgendwie nicht mehr“

E: “ Ich hole mal eine neue Karte, aber ich kann nicht garantieren, dass es dann wieder geht“

I: *fällt vor lauter Augenrollen fast nach hinten um*

E: “ Jetzt müssen wir ein paar Minuten warten, bis wir wissen, ob es geht. Soll ich dir einen Kaffee holen?“

I: (freudig) “ Ja gern“ (wie gesagt, der Gute war wirklich nett aber…ihr seht ja selbst)

Das war so ungefähr mein Erlebnis im Shop und die Fassung ist noch leicht gekürzt (ihr dürft raten, welchen Satz er noch mal wiederholt hat). Also will ich mich auf den Rückweg machen. In der Ferne sehe ich die Messehallen, denke also, dass da nicht viel schief gehen kann, wenn ich da einfach lang laufe. Was soll ich euch sagen: Als ich kaum zehn Minuten später neben dem Messegelände stand, weil die Straße die direkt neben dem Messegelände verläuft, nicht nur direkt zur Deutzer Freiheit, sondern quasi auch vor die Tür des gesuchten Ladens führt, bin ich erstmal zur nächsten Sitzgelegenheit geeilt und dort sitzen geblieben. Um es nochmal zu erwähnen: Es war sch**** warm…

Danach hatte ich noch einen Termin bei NIS Amerika, in dem und eine Menge Spiele und Veröffentlichungstermine genannt wurden. So viele, dass das wohl ein extra Text wird. Jetzt schlage ich mich erstmal in die Messehallen um zu schauen, ob ich heute auch noch ein bisschen erzählenswertes finde. Bis morgen / später/ welches Jahr haben wir heute…?

Eure Draci

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Gepostet von am 24.08.2018 | 2 Kommentare

Hallo Freunde, wie ihr auf Twitter vielleicht schon gesehen habt, bin ich dieses Jahr wieder für nanaone auf der gamescom unterwegs, um euch zu erzählen, was ich hier so finde.

Bisher gestaltet sich der erste Tag recht entspannt, außer für meine Beine, da ich gar nicht weiß, was ich alles anschauen soll und deswegen ganz viel herum laufe. So bin ich zum Beispiel auf dem Dunkelmondjahrmakt gelandet, der Spielern von World of Warcraft sicher geläufig ist.

Wer etwas Geduld hatte sich anzustellen, konnte sich auch mit dem Wappen seiner Fraktion, dem WoW-Logo oder einer der neuen Fraktionen verschönern lassen:

Ich verrate euch aber nicht, was ich jetzt auf dem Arm habe.

Außerdem konnte ich mir auf einer Leinwand den Trailer zu Final Fantasy Brave Exvius anschauen, den könnt ihr Hier sehen. Hier handelt es sich um ein Final Fantasy, welches für iOS und Android, also für Smartphones, erscheint.

Zwei Ritter und ein Mädchen ohne Erinnerung müssen den Weg ihres Schicksals finden, durch Länder voller Geheimnisse und Gefahren

Das Ganze ist Free-2-Play spielbar und lädt bei mir gerade herunter, damit ich es mir später in Ruhe ansehen kann.

Aber ich bin nicht den ganzen Tag herumgewandert, um mich umzuschauen. Ich durfte Bandai Namco besuchen und habe Jump Force, One Piece World Seeker und das neue Spiel Men of Medan angespielt.

In Jump Force übernehmen wir ein Gruppe aus drei Mitgliedern, aus den Universen von One Piece, Naruto, Hunter X Hunter und Dragonball um gegen eine andere Gruppe anzutreten, die vom Computer oder einem anderen Spieler gesteuert wird. In einer runden Arena können wir uns dann nach Herzenslust prügeln und leider gewinnt nicht derjenige, der am schnellsten die „schlagen“-Taste hämmern kann, jedenfalls habe ich die KI so nicht besiegen können. Spielt ihr das ganze Online unterteilt sich die Hubwelt in 4 Zonen, die zu den jeweiligen Welten der Charaktere passen. Die Geschichte ist bislang nur in Teilen bekannt, offensichtlich wurden die Welten unserer Helden und noch dazu die reale Welt vermischt und sie müsen nun nicht nur herausfinden, was los ist, sondern auch gegen einige der gemeinsten und stärksten Gegner antreten, die man in Anime und Manga so finden kann.

Mit meinem Team, bestehend aus Zorro, Luffy und Vegeta habe ich auch tatsächlich 2 Runden gewinnen können, die Teilnehmer eures Teams teilen sich hierbei einen HP-Pool und wenn ihr die Charaktere wechselt, übernimmt der neue Kämpfer die übrig gelassene Lebenskraft des vorherigen. Wie ihr jetzt sicher schon erkannt habt, treten eure Charaktere nacheinander an, aber keine Sorge der Gegner macht es genau so.

Und auch wenn ich nicht besonders erfolgreich war, Spaß macht die Keilerei alle Mal.

Der Trailer zu One Piece orld Seeker beginnt Mysteriös. Luffy wird auf der Insel Prison Island durch einen Gang geführt, doch als die Tür am Ende aufgeht lacht er der Person, die einige Meter vor ihm auf einem Thron sitzt, direkt entgegen. Wie kommt er hier hin? Was hat die Strohhutbande vor? Auf diese und andere Antworten müssen wir wohl noch in wenig warten, bis wir sie uns selbst noch in diesem Jahr beanworten können.

Dafür wurden 3 neue Gegner enthüllt, mit denen es unsere Strohhüte zu tun bekommen werden: Borsalino (Kizaru), der dank einer Teufelsfrucht das Licht beherrscht und der Marine treu ergeben ist. Issho (Fujitora), der trotz seiner Blindheit nicht zu unterschätzen ist. Was genau er kann liegt noch zu guten Teilen im Dunkeln aber er scheint die Schwerkraft kontrollieren zu können, womit er Gefangene fest hält oder sogar Meteoriten umlenkt. Zu guter Letzt Rob Lucci, der halb Mensch halb Leopard ist.

Mit der Ankunft weiterer Charaktere auf Jail Island wächst auch das Mysterium um die Insel – mit Gerüchten, dass Lucci selbst tatsächlich den Herrscher von Prison/Jail Island selbst beaufsichtige

Den ganzen Trailer könnt ihr hier sehen.

Spielerisch konnte ich mich in dem Bereich, den wir antesten konnten, frei bewegen und gegen Marinesoldaten in Echtzeitkämpfen antreten, die auch ohne sichtbare Arena auskommen. Besonderen Spaß macht es allerdings, die Soldaten ohne das sie es merken einfach auszoknocken und so durch die Gegend zu schleichen.

Jetzt wird hier gleich dicht gemacht, aber Men of Medan konnte ich sowieso nicht groß antesten, das ist immerhin ein Horrorspiel, das werdet ihr von mir ja wohl nicht erwarten. Nur so viel: Bandai Namco bringt eine neue Spielereihe heraus, die sozusagen als Anthlogie geplant ist, also werden viele „kleinere“ Spiele in loser Reihenfolge unter dem Namen „The Dark Pictures“ erscheinen. Natürlich haben die Spiele dann auch noch eigene Namen. In Men of Medan fahren fünf Freunde mit einem Boot zu einem Wrack um danach zu tauchen, da sie viele Gerüchte darüber gehört haben. Dass so etwas nicht gut gehen kann ist uns sicher allen klar und so landen die fünf in kurzer Zeit in einer fiesen Geistergeschichte. Gemein für den Spieler ist, dass alle 5 Charakere irgendwie, irgendwo im Spiel sterben können, alles hängt von euren Entscheidungen und euren spielerischen Fähigkeiten ab…mir ist leider eine Dame gestorben, weil ich zu viel Nintendo spiele und auf dem Playstation-Controller auf die Schelle die Tasten nicht schnell genug fand. Nunja, so ist das Leben.

Ach übrigens: Einen neuen Freund habe ich heute auch gefunden:

Das ist ein Mochi Mochi, ein besonders weiches Plüschi, sagt die Verkäuferin, das kann ich bis hier nur bestätigen.

So jetzt muss ich aber weg

Bis Morgen

Eure Draci

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Gepostet von am 21.08.2018 | Keine Kommentare

Wer sie kennt, der liebt sie: Die „alten“ Rollenspiele auf den 16Bit-Konsolen. Wir erinnern uns gern an die Gruppen aus drei oder vier Freunden, die loszogen um die Welt zu retten. In Octopath Traveler, dem neuen Rollenspiel für die Nintendo Switch aus dem Hause Square Enix, retten wir nicht gleich die ganze Welt sondern rücken für unsere Mitstreiter zuerst einmal ihre eigen Welt zurecht.

In Octopath Traveler, ziehen wir ebenfalls mit acht Charakteren…Moment, Acht? Ja genau, gleich mit acht Freunden können wir die Welt von Orsterra erkunden. Wir müssen uns nur am Anfang des Spiels für eine Hauptfigur entscheiden, alle anderen stoßen nach und nach zu unserem Team. Da wir uns in der Welt vollkommen frei bewegen können, dürfen wir auch selbst entscheiden, wen wir wann aufsammeln.

Dazu bietet uns Orsterra jede Menge Möglichkeiten, da wir selbst entscheiden, wo und mit wem wir die Reise beginnen wollen. Wir haben uns für Cyrus entschieden. Damit starten wir unsere Geschichte im Flachland in der Stadt Atlasdamm, die für ihre Universität und die Gelehrten bekannt ist. Ein verschwundener, alter Foliant aus der Bibliothek weckt unser Interesse und auf Grund einer Intrige sind wir gezwungen die Stadt zu verlassen und unter dem Deckmantel einer Forschungsreise begeben wir uns auf die Suche nach dem Buch. Ab jetzt entscheiden wir selbst, in welche Richtung wir weiter wandern wollen. Gehen wir ins Waldland, um Jägerin H’aanit in unsere Gruppe zu holen oder reisen wir Richtung Frostland, um Klerikerin Ophilia zu besuchen? Oder doch erst ins Klippenland, nach Kammbruch, um das nächste Kapitel von Cyrus‘ Geschichte anzufangen? Orsterra zeigt sich hierbei so vielfältig wie seine Bewohner und bietet mit unterschiedlichen Bereichen, wie dem Küstenland, dem Sonnenland und vielen anderen jede Menge Orte und Städte, deren Bewohner wir kennen lernen können. So kommt auf der Reise auf jeden Fall keine Eintönigkeit auf.

Wer eine Herausforderung sucht, kann auch versuchen die Reise mit nur einem Charakter zu unternehmen, allerdings lohnt es sich die anderen sieben einzusammeln, da wir jede Geschichte jedes einzelnen erleben können, was wir definitiv auch wollen. Treffen wir einen neuen Gefährten in seinem Heimatort, können wir uns entscheiden ob wir seine Geschichte beginnen wollen oder vorerst weiterziehen. Entscheiden wir uns für den neuen Gefährten, schlüpfen wir in seine Rolle und erleben eine Art kurzzeitige Solokampagne, an deren Ende er/sie sich uns auf unserer Reise anschließt. Die anderen Kumpane sind hierbei eher Nebendarsteller, die bis auf kurze Zwischensequenzen (in denen beispielsweise Händlerin Tressa vorschlägt ein Kind mit Süßigkeiten zu bestechen, anstatt mit ihm zu reden) wenig oder gar nicht zu bemerken sind. Die Motive könnten dabei unterschiedlicher kaum sein: So reißt sich die Tänzerin Primrose aus prekären, nennen wir es „Arbeitsverhältnissen“, los, um die Mörder ihres Vaters zu suchen, Händlerin Tressa möchte wiederum die Welt bereisen, um besser in ihrem Fach zu werden und Jägerin H’aanit sucht ihren Lehrer, der auf der Jagt nach einem besonders starken Monster verschwunden ist. So haben wir einen bunten Mix aus acht Geschichten, die mal düster und mal fröhlicher sind, was die freundlicheren Handlungsstränge keineswegs schwach wirken lässt – dafür das gesamte Spiel abwechslungsreicher macht, denn einfach nur acht verschiedene Vatermörder suchen wäre sicherlich auch nicht besonders spannend.

Auch außerhalb der Geschichten ist es gut eine abwechslungsreiche Truppe beieinander zu haben, da jeder Charakter über eine so genannte Wegefähigkeit verfügt. So kann Cyrus durch das Studieren seiner Mitmenschen einiges über sie herausfinden, oder Ritter Olberic beinahe jeden den er trifft zum Duell fordern. Für jede Wegefähigkeit gibt es eine noble und eine schurkenhafte Variante: Während Olberic edel zum Duell fordert, provoziert Jägerin H’aanit ihr Gegenüber um einen Kampf vom Zaun zu brechen. Ebenso finden es die Bewohner von Orsterra angenehmer, wenn sie vertrauensvoll Apotheker Alfyn alles über sich erzählen, als wenn sie von Cyrus mit scharfem Blick durchleuchtet werden. Edle Wegefähigkeiten werden immer gelingen, während schurkische Ansinnen zuweilen fehlschlagen und euren Ruf in der Stadt verschlechtern können, aber keine Sorge, gegen eine Gebühr legt der Wirt jedes Gasthauses bei den Bewohnern ein Gutes Wort für euch ein.

Wegefähigkeiten braucht ihr vor allem, um in den Geschichten der einzelnen Gruppenmitglieder voran zu kommen, aber auch um die zahlreichen Nebenaufgaben zu bewältigen. Wenn wir zum Beispiel einer Dame in Nöten helfen, reicht es aus, wenn Olberic oder H’aanit dem Unhold ordentlich die Visage polieren. Doch so leicht ist es nicht immer. Teilweise lösen sich manche Nebenaufgaben erst viel später im Spiel, wenn wir im Fall einer mysteriösen Leiche erst einige Städte später den richtigen NPC finden und diesen davon überzeugen müssen, mit uns zu kommen. Hier sind dann wiederum Ophilia oder Primrose die Helden der Wahl – insofern sie schon Teil der Gruppe sind. Manchmal wird es direkt etwas knifflig, wenn wir überlegen, welche Wegefähigkeit uns in einer Nebenaufgabe weiter hilft.

Haben wir den Anfang unserer Geschichte(n) gespielt, begeben wir uns in die frei begehbare Welt von Orsterra. Wir wandern hier nicht auf einer Oberweltkarte von Ort zu Ort, sondern bewegen uns durch Abschnitte, in denen wir uns auf vorgegebenen Pfaden bewegen, wohin auch immer wir wollen. Dabei gibt es auch Verwinkelungen, in denen sich zum Beispiel Schatztruhen verstecken, von denen manche nur mit dem Dieb Therion zu öffnen sind.

Natürlich finden wir nicht nur Schatztruhen auf unserer Reise. Unser Weg ist gespickt von zufälligen Monsterbegegnungen, die wir in schöner Rollenspielmanier, in rundenbasierten Kämpfen bestreiten. Auch hier macht es euch das Spiel nicht leicht (Dark-Souls-Referenzen bei Bedarf bitte hier einfügen). Nicht einmal in den ersten Kämpfen reicht es aus, einfach auf ein Monster einzuschlagen und bei den Bossen am Ende der einzelnen Kapitel schon gar nicht. Jeder Charakter ist mit einer Klasse (in Octopath Traveler Laufbahn genannt) und damit auch bestimmten Stärken und Fähigkeiten ausgestattet. So nutzt Ritter Olberic Schwerter und Lanzen, während der Gelehrte Cyrus auf Magie setzt. Mit Hilfe von gut versteckten Tempeln, kann jeder Charakter auch eine Zweitlaufbahn einschlagen. So könnt ihr verschiedene Klassen kombinieren. So ist die Kombination aus Apotheker und Kleriker der ultimative Heiler und Unterstützer, während ein Jäger-Ritter einen großen Schadensaustoß bedeutet sowie auch die Bandbreite der nutzbaren Waffen auf diese Art vergrößert. Jeder Gegner hat verschiedene Schwächen aus Elementen und Waffen, die es herauszufinden und zu nutzen gilt.

Mit jeder Kampfrunde erhalten alle Mitstreiter einen Boostpunkt, der eingesetzt werden kann, um Zauber zu verstärken oder mit einer physischen Waffe mehrfach zuzuschlagen. Allerdings will sorgfältig geplant sein, wann ihr wie viele Boostpunkte einsetzt, um sie nicht zu früh in den Kampf zu werfen. Allerdings könnt ihr in einer Runde maximal drei Punkte auf einmal einsetzen, spart euch also nicht (im schlimmsten Falle) zu Tode. Da ihr am oberen Bildschirmrand seht, wer als nächstes angreifen wird, könnt ihr eure Züge immerhin schon im Voraus planen.

Am Ende eines Kampfes bekommen alle aktiven Mitglieder der Gruppe Erfahrungspunkte und Laufbahnpunkte, die für einen Levelaufstieg sorgen, beziehungsweise für neue Fähigkeiten eurer Laufbahn(en) eingesetzt werden. Leider schließt das Charaktere aus, die ihr nicht aktiv in eurer Gruppe dabei habt oder die am Ende des Kampfes kampfunfähig sind. Das führt dazu, dass oft ein oder mehrere Mitglieder eurer Gruppe im Level etwas hinterher hängen, aber das lässt sich in den Griff bekommen, indem ihr mit einem Nachzügler und ein paar höher leveligen Mitstreitern ein paar Monster jagen geht.

Wenn ihr mit Laufbahnpunkten neue Fähigkeiten freischaltet, bekommt ihr ebenfalls einige Hilfsfähigkeiten dazu, die sich danach richten welche Laufbahnen ihr mit einem Charakter eingeschlagen habt. Zum Beispiel könnt ihr eure Beute steigern, wenn ihr Gegner im Kampf ausraubt.

Wenn wir auf unserem Weg nicht gerade Monstern in die Krallen laufen, können wir die wunderschöne Landschaft genießen, die trotz der für heutige Zeiten relativ einfachen Grafik nahezu wie gemalt aussieht. Abgerundet durch einen herrlichen Soundtrack kommt eine wunderbare Stimmung auf.

Fazit: Abwechslungsreiche Geschichten und Umgebungen lassen uns schnell die Zeit vergessen. Die tolle Optik und fesselnden Erzählungen in Octopath Traveler sorgen dafür, dass wir das Spiel am liebsten gar nicht mehr weg gelegt hätten, weil wir immer wissen wollten, wie es weiter geht und was uns in der nächsten Stadt erwartet. Auch in den Nebenaufgaben kann man sich verlieren, während man überlegt, auf welchem Wege man dem Bittsteller helfen und gleichzeitig die eigene Reisekasse aufbessern kann. Rundum macht uns Octopath Traveler viel Spaß und wird es auch allen Freunden von guten Geschichten in pixeliger Optik.

Ob es an Octopath Traveler auch etwas zu bemängeln gibt? Manchmal reden die Charaktere einfach zu viel. Die Geschichten sind wunderschön erzählt, was natürlich vor allem an den Dialogen und den wahlweise englischen oder japanischen Tonspuren liegt, die die Stimmung des Spiels stark vertiefen, aber unter uns: Manchmal denkt man, es geht weiter in der Action und dann wird doch weiter geredet. Außerdem nerven manchmal im Vordergrund herumstehende Bäume, die es zuweilen etwas schwierig machen, den Weg zu erkennen. Mehr gibt es aber auch nicht zu meckern und für Fans von japanischen RPGs ist Octopath Traveler auf jeden Falle ein Pflichtkauf, zumindest sofern ihr im Besitz einer Nintendo Switch seid.

 

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Gepostet von am 12.08.2018 | Keine Kommentare

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