Konami bringt einen weiteren PS2-Klassiker zurück auf die PlayStation 4 und sogar in die virtuelle Realität: Das Mecha-Actionspiel »Zone of the Enders: The 2nd RUNNER M∀RS«.

Bereits 2002 für PlayStation 2 erschienen und 2012 als HD-Remake auf der PS3 neu veröffentlicht, gehört Zone of the Enders: The 2nd RUNNER zu den ambitioniertesten Weltraum-Spielen der Anime-Welt. Mit der neuen Edition will Konami noch mal eine Schippe drauf legen und hat das Spiel nicht auf auf eine native 4k-Auflösung aufpoliert, sondern ihr einen verbesserten Sound sowie (und das ist das eigentliche Highlight) eine Unterstützung für Sonys PSVR spendiert. Fans können nun also noch tiefer in die Action eintauchen.

„Der Titel spielt im Jahr 2174, wo die despotische BAHRAM Militär Organisation ihre neue Orbital Frame Mech-Roboter- Technologie nutzt, um die Unterdrückung von Mars und Erde zu vollenden. Der Spieler übernimmt die Kontrolle über den Jehuty Orbital Frame – die mächtigste Maschine ihrer Art – und wird somit zur letzten Hoffnung des leidgeprüften Planeten. Mit Hilfe der mächtigen Technologie des Jehuty begeben sich die Spieler in den Kampf und dringen tief in das Herz der BAHRAM ein.“

Auf der diesjährigen Tokyo Game Show zeigte Konami außerdem einen frischen Trailer, der mehr Einblicke ins Spiel gibt.

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Gepostet von am 20.09.2017 | Keine Kommentare

Capcom ist in Relaunch-Laune. Neben diversen Neuveröffentlichungen bei Resident Evil und anderen Marken gesellt sich nun ein weiter PS2-Klassiker dazu: Es handelt sich sich dabei um »Ōkami«, ein malerisches Action-Adventure rund um die Sonnengöttin Amaterasu, die in Gestallt eines Wolfes auf die Erde kommt, um den finsteren Dämon Orochi zu bekämpfen.

Nachdem Ōkami 2007 in Europa für die PlayStation 2 erschien, folgte ein Jahr später die Umsetzung für Nintendos Wii. 2012 gab es dann das erste HD-Remake für die PlayStation 3. Die neue Fassung, die als »Ōkami HD« herauskommt, wird erstmals auch für Xbox One und PC erscheinen und 4k-Support bieten. Auf der normalen PS4 wird es in 1080p laufen. Ein kleiner Bonus an die Fans wird es in den Ladebildschirmen außerdem wieder Minispiele geben.

Ōkami HD erscheint hierzulande für alle Plattformen am 12. Dezember 2017.

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Gepostet von am 12.09.2017 | Keine Kommentare

In Japan längst ein Teil der Pop-Kultur, sind die Spiele aus SEGAs »Yakuza«-Serie bei uns eher unterhalb des Radars zu finden. 2006 noch pompös mit englischer Sprachausgabe auch hierzulande für die PlayStation 2 veröffentlicht, scheiterte das Gangster-Epos, das in Japan bereits 2005 erschien und ein Riesen-Hit wurde, an den Ladenkassen und wurde zum finanziellen Flop – wenngleich die Wertungen im soliden 70er-Bereich landeten. Die Konsequenz von SEGA: Yakuza wird als „wenig relevant“ für den westlichen Markt erachtet und nur mit großer Verspätung lokalisiert. Jeder Teil erscheint daher mit mehr als einem Jahr Verzögerung. Da ist es also wenig verwunderlich, dass die Reihe an vielen Spielern vorbeiging.

Anderthalb Jahre nach Release in Japan erscheint nun mit »Yakuza Kiwami« die HD-Neuauflage eben jenen Erstlings auch bei uns. Nicht nur aufpoliert, sondern gleich mit neuer Engine, mehr Inhalten und frischer Vertonung im Gepäck, macht sich SEGA auf, die westliche Welt zu erobern. Dass wir mittlerweile sogar einen physischen Release bekommen, spricht sehr dafür, dass vor allem der Vorgänger »Yakuza 0« auch bei uns mehr als nur ein Achtungserfolg wurde. Nun ist es an der Zeit, dass wir die Wissenslücke füllen und das erste große Abenteuer des „Drachen von Dojima“ noch mal neu erleben.

Die „Yakuza“ sind die organisierte Kriminalität Japans. Yakuzas verstehen sich dabei sowohl als Gangster, aber auch als Geschäftsleute. In Japan ist Kleinkriminalität eher unüblich und so konzentriert sich auch die Yakuza weniger auf einfache Bürger, sondern mehr darauf, in ihrem Einflussgebieten alle Zügel in der Hand zu halten (Schutzgeld, Nachtclubs, Immobilien usw.). Teilweise arbeiten Yakuzas auch mit der Polizei zusammen, um zum Beispiel ausländischer Kriminalität keine Chance auf einen Nährboden in Japan zu geben. Die Strukturen der Yakuza sind an die Ränge der Samurai angelehnt.

Eigentlich liefen die Tage für Protagonist und Vorzeige-Yakuza Kazuma Kiryu schon mal besser: Kurz vor seine Beförderung in die höheren Familienkreise, werden seine besten Freunde Akira Nishikiyama und Yumi Sawamura in den Mord an einem Clan-Oberhaupt verwickelt. Kazuma hält für beide den Kopf hin, was ihn nicht nur direkt ins Gefängnis bringt, sondern seine Yakuza-Karriere auf einen Schlag beendet. 10 Jahre später ist er wieder in seinem alten Revier, einem fiktiven Stadtteil von Tokyo, zurück, doch die Dinge haben sich geändert. Kazuma hat im Knast viel von seiner einstigen Stärke verloren, Yumi ist spurlos verschwunden, Akira mittlerweile zum skrupellosen Gangster mutiert und die Stimmung zwischen den Familien angespannt. Obendrein hat auch noch irgendwer die Clan-Kasse geklaut. Kazuma gerät zwischen die Fronten und muss nicht nur Yumi wiederfinden, sondern auch seine Ehre wiederherstellen.

Auf unserem Kreuzzug durch das Nachtleben Tokyos folgen wir dabei nicht nur der rund 20 Stunden langen – von Spannung und Intrigen geprägten Haupt-Story – sondern haben auch eine mannigfache Auswahl an Nebenbeschäftigungen und kleineren Missionen. Gerade was die eher witzig geprägten Social-Elemente angeht, staunt sogar ein gestandenes GTA nicht schlecht, wenn wir mit Kazuma Dart spielen, in eine Karaokebar gehen, das nächstgelegene Restaurant aufsuchen, eine Runde an der Bowlingbahn abhängen, Würfeln, Mahjong spielen oder einen Host-Club besuchen. Letzteres ist sogar ein heimliches Highlight der Serie, da Kazuma hier mit seinem Charme die Herzen der Damen erobern kann. Daraus ergeben sich nette Minigames. Das Angebot des Vergnügungsviertels ist riesig und glücklicherweise gibt es im Pause-Menü eine Übersicht, damit wir auch ja nichts verpassen können. Ganz verpassen dürfen wir es nämlich nicht, denn auch diese Tätigkeiten bringen uns wichtige Erfahrungspunkte.

Völlig neu ist außerdem das „Majima Everywhere“-Feature, bei dem der völlig wahnsinnige Majima ständig auftaucht, um Kazuma mittels Kampfeinlagen dabei zu helfen, seine alte Form wieder zu erreichen. Majima spielte im ersten Yakuza eigentlich eine untergeordnete Rolle, doch dank seines Erfolges in »Yakuza 0« dürfen wir ihm in Kiwami des Öfteren begegnen und gegen ihn antreten. Dadurch erhalten wir spezielle Fähigkeiten, die sich im restlichen Spiel als wirklich nützlich erweisen. Wenn gleich seine Rolle eher ein Spaß für nebenher ist, bringt das Feature eine gewisse Unvorhersehbarkeit mit sich.

Aber nicht nur Majima wurde völlig überarbeitet, auch andere Teile des Urspiels wurden angepasst, um besser ins Bild von Yakuza 0 zu passen. Fans dürfen sich hier auf 30 Minuten an neuen Zwischensequenzen freuen. Sogar das erweiterte Kampfsystem – eigentliches Herzstück der Yakuza-Spiele – wurde aus Zero übernommen. So finden wir die bekannten Kampfstile aus dem Nuller wieder und müssen als Kazuma mit Händen, Füßen und im Notfall auch mit einem Motorrad als Waffe unsere Gegner malträtieren. Der (weitestgehende) Verzicht auf Schusswaffen gibt der Reihe ihren ganz besonderen Charme. Dank der neuen Stile haben die Kloppereien, die auf mächtigen Finishern und Kombos aufbauen, noch mal mehr Dynamik.

Aus technischer Sicht ist Kiwami keine von diesen hochskalierten HD-Remakes von der Stange, denn das Spiel wurde komplett überarbeitet – samt aktualisierter Engine. Nicht nur, dass das Spiel durch die nativen 1080p und 60 FPS gestochen scharf und wesentlich flüssiger läuft. Die Charaktermodelle und Texturen haben die Qualität von »Yakuza 0« und auch die Umgebung erstrahlt im neuen Glanz. Bei unseren Rundgängen durch das Nachtleben von Tokyo sehen wir von Leuchtreklame überwucherte, sehr belebte Straßenschluchten in großartiger Qualität. Vom PS2-Spiel ist da nur noch die Erinnerung übrig geblieben.

Glücklicherweise hat SEGA auf die englische Vertonung verzichtet (die sowieso Grütze war) und liefert den Fans eine vom Original-Cast neu eingesprochene Vertonung auf Japanisch. Mittels englischer Menüs und Untertitel dürfte aber auch hierzulande jeder irgendwie alles verstehen. Notfalls hilft ein Wörterbuch! Allerdings muss man wirklich darauf hinweisen, dass Yakuza kein Spiel für den westlichen Markt ist und – ebenso wie auch Persona 5 – die typischen Eigenheiten japanischer Games mit sich bringt. Nicht alle Handlungsstränge ergeben Sinn und Dialogszenen sind oft sehr ausschweifend. Manche Stellen wirken sogar etwas „peinlich“. Man braucht also schon etwas Offenheit für die Gangart aus Fernost. Die lohnt sich aber umso mehr, denn Yakuza Kiwami ist ein absolut großartiges Spiel.

Was natürlich etwas ins Gewicht schlägt, ist der direkte Vergleich mit Yakuza 0. Obwohl der nullte Teil zeitlich vor dem Erstling angesiedelt ist, allerdings viele Jahre später und technisch sehr ausgereift erschien, kam er mit mehr als 100 Stunden Spielzeit deutlich umfangreicher daher. Yakuza Kiwami ist an das Volumen des PS2-Klassikers gekettet und steht damit weit hinter seinen Nachfolgern. Das merkt man schon daran, dass wir in Kiwami wirklich nur Kazuma steuern, während wir in späteren Teilen die Kontrolle über mehrere Hauptcharaktere übernehmen. Auch die Qualität der Nebenhandlungen ist eher durchwachsen und lässt sie als „nett gemeintes Beiwerk“ erscheinen. Das trübt zwar nicht das Spielerlebnis, wird aber gestandenen Fans auf jeden Fall ins Auge stechen.

Elf Jahre nach dem ersten Versuch schlägt »Yakuza Kiwami« in bester Verfassung in Deutschland ein und zeigt, dass wir in all den Jahren mächtig was verpasst haben. Rein inhaltlich kann der Erstling, da er an seinen eigenen Limitierungen knabbert, nicht mit dem Umfang von Yakuza 0 mithalten, ist aber dennoch eine Bereicherung für die Fans, die noch mal die spannende Geschichte zwischen Kazuma und Akira erleben oder einfach die Wartezeit auf den 6. Teil überbrücken wollen. 

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Gepostet von am 12.09.2017 | Keine Kommentare

Huch, das kommt unerwartet: Wie Bandai Namco heute via Pressemeldung bekannt gab, wird der Publisher ab dem 15. September 2017 einen kostenlosen Patch anbieten, der Deutsche Texte in die englische Version von »Digimon Story: Cyber Sleuth« hinzufügt. Das Rollenspiel ist 2016 für PlayStation 4 und PS Vita erschienen.

Digimon Story: Cyber Sleuth erwies sich als Geheimtipp und großer Erfolg für Bandai Namco, den frischen Popularitätsschub des „ewigen 2. hinter Pokémon“ durch die erfolgreiche Anime-Serie »Digimon Adventure tri« für ein großartiges Spiel auszunutzen. Mit der Lokalisierung will man nun noch mehr Fans abholen und eine Brücke zum ebenfalls großartigen »Digimon World: Next Order« schlagen, das bereits zu Release auf Deutsch verfügbar war.

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Gepostet von am 12.09.2017 | Keine Kommentare

Mit »Dragon Ball Xenoverse 2« setzte Bandai Namco im vergangenen Jahr dein Erfolg des Erstlings fort und präsentierte ein hammermäßiges Crossover zwischen dem typischen Konzept des Anime-Brawlers und vielen Elementen der beliebten Dragon-Ball-Story. Wirft man einen Blick auf die Wertungen, die sich im mittleren 70er-Bereich aufhalten, stellt man fest, dass der zweite Teil bei den Kritikern ein wenig besser ankam.

Am 22. September 2017 kommen nun auch Besitzer der Nintendo Switch in das Vergnügen, sich mit Son Goku, Vegeta und Co. in den Kampf zu stürzen. Für Nintendos Hybriden wurden dafür spezielle Features implementiert, wie z.B. ein lokaler Joy-Con-Modus für zwei Spieler mit den kleinen Controllern, Motion Control während der Kämpfe und ein lokaler ad-Hoc-Multiplayer für bis zu sechs Spieler.

In Dragon Ball Xenoverse 2 geht es erneut darum, dass ihr als übergeordneter Zeitagent immer wieder aktiv in die Timeline von Dragon Ball eingreifen müsst, da böse Mächte versuchen die Geschichte von Son Goku zu beeinflussen. Wie auch schon im ersten Teil, nehmt ihr so immer wieder an bekannten Momenten teil und tretet gegen die bekannten Oberbösewichte an. In Xenoverse 2 kommen unter anderem Elemente aus Dragon Ball Super und den Dragon Ball Z OVAs vor. Daneben gibt es viele Erinnerung aus der Manga-Handlung.

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Gepostet von am 06.09.2017 | Keine Kommentare

Dass Sword Art Online nicht das erste VR-MMO war, das in der Anime-Welt thematisiert wurde, wissen die Fans der »./hack« Reihe aus erster Hand. Seit 2002 gestaltet und von Bandai Namco (damals noch ohne Namco) mit Videospielen, Anime-Serien, Romanen und Mangas als Mega-Franchise aufgebaut, ist ./hack in Japan eine wichtige Marke. Bis 2012 wurde die die Welt, in der ./hack spielt, kreativ immer weiter ausgebaut und um neue Handlungsstränge sowie Charaktere erweitert.

Bereits im Juni 2017 kündigte man mit ».hack//G.U. Last Recode« ein Remake des ».hack//G.U.«-Triumvirats »Rebirth«, »Reminisce« und »Redemption«. Die Reihe spielt rund sieben Jahre nach der Originalhandlung ist ein guter Einstieg für Fans und Newcomer. Die HD-Neuauflage der PS2-Klassiker kommt in nativen 1080p und 60 FPS daher. An Spielsteuerung und Kampf-Balance wurde ebenso gearbeitet. Weiteres Frischfutter sind ein brandneues viertes Kapitel sowie neue Charaktere, Dungeons und Items.

„.hack ist ein Multimedia-Franchise, das vom berühmten japanischen Entwickler CyberConnect2 entworfen und entwickelt wurde. Bestehend aus Videospielen, Animes, Romanen und Manga, konzentriert sich die Welt von .hack auf die mysteriösen Ereignisse im Universum des sehr beliebten, massiven Multiplayer-Rollenspiels namens „The World“. .hack//G.U. beginnt direkt im Anschluss der Ereignisse der ursprünglichen .hack Serie, wobei die Spieler die Rolle von Haseo übernehmen. Dieser spürt einen mächtigen Player Killer namens Tri-Edge auf, der den im Spiel erstellten Avatar seiner Freundin Shino getötet hatte und sie im realen Leben in ein Koma versetzte.“

.hack//G.U. Last Recode wird am 03. November 2017 digital und physisch für PlayStation 4 sowie für digital für PC (Steam) erscheinen – mit japanischer Originalvertonung und deutschen Untertiteln.

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Gepostet von am 05.09.2017 | Keine Kommentare

Es ist das „Jahr der Switch“, Nintendos neue Konsole ist frisch auf dem Markt und muss sich beweisen. Beweisen, dass sie neben innovativer Gimmicks auch klasse Spiele bietet. Um hier nicht denselben Fehler wie damals bei der Einführung der Wii U zu machen, setzt Nintendo voll auf seine größten Hausmarken: »The Legend of Zelda« und »Super Mario«. Während Links Open-World-Abenteuer schon mächtig Preise abgeräumt hat, geht Nintendo auch bei seinem Klempner auf Nummer sicher: Gleich zwei große Mario-Spiele soll es 2017 geben. Auf das Hauptspiel »Super Mario Odyssey« warten wir noch bis zum Oktober, »Mario+ Rabbids: Kingdom Battle« hingegen steht seit einigen Tagen in den Läden und ist ein Crossover mit Ubisofts quirligen Hasen, den Rabbids.

Die Rabbids stammen dabei eigentlich aus einem anderen Jump’n Run, nämlich aus „Rayman“, und sind seit 10 Jahren dabei, in der Videospielewelt Fuß zu fassen. So wirklich gelingen wollte das bisher eher mittelmäßig, denn der nervige Humor taugte zumeist nicht für größere Produktionen. Bis auf ein paar kleinere Erfolge war bei den Hasen also noch nicht so viel los.

In der Welt von Super Mario hingegen sorgen sie für ordentlich Abwechslung und stechen deutlich hervor. Wem die moralisch einwandfreie Fassade von Toad und Co. nämlich zu kindlich ist, der bekommt mit den Rabbids genau die richtige Menge „WTF“ ins Gesicht gedrückt, sodass der Kontrast alleine schon ein Grund ist, sich das Spiel genauer anzuschauen. Dazu gesellt sich außerdem noch ein astreines Kampfsystem, das sogar Strategieveteranen herausfordert. Man kann auf jeden Fall festhalten, dass Ubisoft deutlich stärker von der Kooperation profitiert, denn auf den Schultern von Mario schaffen es die Rabbids endlich mal, ein hitverdächtiges Spiel zu bekommen.

Aber wie kommt es eigentlich zu dieser ungleichen Begegnung? Ehrlich gesagt ist die Vorgeschichte, ebenso wie die Rabbids selbst, ziemlicher Mindfuck. Als die chaotischen Hasen nämlich mittels ihrer Zeitreise-Waschmaschine in den Besitz einer VR-Brille gelangen, mit denen sich Objekte und Personen miteinander fusionieren lassen, ist das Unheil praktisch vorprogrammiert. Durch ein riesiges Wurmloch gezogen, landen die Rabbids im Pilz-Königreich, wo sie sofort für das typische Chaos sorgen. Zum Glück ist Mario direkt vor Ort, um ein unfreiwilliges Bündnis mit den Rabbid-Versionen von Peach und Luigi sowie dem besserwisserischen Roboter Beep-0 einzugehen. Zusammen müssen das Quartett die Brille wieder in ihren Besitz bringen und das im Kuddelmuddel versinkende Pilz-Königreich retten. Später gesellen sich auch noch weitere Charaktere mit dazu.

Mario + Rabbids verbirgt dabei Spielelemente, die sich nicht direkt an Casual-Zocker richten. So puzzeln wir uns durch die verschiedenen Areale des Spiels und werden dabei immer wieder in Schlachten mit den feindlichen Rabbids verstrickt. Hier kommt dann auch gleich das Kampfsystem des Spiels zum Einsatz, das sehr stark an die Fire-Emblem-Reihe angelehnt ist und Mario + Rabbids zu einem waschechten Strategie-Rollenspiel macht, das sogar Paper Mario in den Schatten stellt.

Kurz gefasst treten wir mit unserem Team in den Kampf und müssen verschiedene Objectives erledigen. Zum Beispiel eine bestimmte Anzahl Gegner besiegen, einen markierten Punkt erreichen oder einen freundlich gesinnten NPC eskortieren. Wir haben für jeden Charakter drei Züge pro Runde: Einen für die Bewegung, einen für den Angriff und einen für Buffs. Dazu kommen diverse Spezialfähigkeiten sowie Kombo- und Team-Attacken. Am Ende winkt dann eine Bewertung je nachdem wie viele unserer Helden noch stehen und wie viele Züge wir gebraucht haben. Dafür gibt es Erfahrungskugeln und 

Die Lernkurve dahinter ist extrem hart: Während wir die ersten Schlachten noch mit Leichtigkeit schaffen, wird es recht schnell sehr anspruchsvoll und wir müssen in den oft Minuten langen Kämpfen ganz schön aufpassen, da ein falscher Zug unser Ende sein kann. Besonders die Bosskämpfe sind hier besonders schwer und haben uns nicht selten ins Schwitzen gebracht. Dafür ist es elementar wichtig, bei Skills und Ausrüstung, die ihr mit gesammelten Münzen und Erfahrungskugeln erweitern könnt, immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Wem das alles allerdings zu kompliziert ist, der kann auch im „Einfachmodus“ spielen und so jeden Kampf mit besseren Voraussetzungen (und dem Gewissen, eine Lusche zu sein) gewinnen.

Untermalt wird der Spaß von einem orchestralem Soundtrack, der überaus pompös daherkommt und streckenweise Kino-Niveau erreicht. Rein optisch passt sich das Spiel gut an Mario an sodass man gar nicht merkt, dass diesmal nicht Nintendo selbst, sondern die Studios von Ubisoft die Entwicklung übernommen haben. Grafisch gibt Mario + Rabbids auf der Switch ein sehr rundes Bild ab.

Einzig beim Backtracking muss ich meckern: Im Spielverlauf erlernt Beep-0 immer wieder neue Fähigkeiten, mit denen wir zusätzliche Bereiche in bereits besuchten Regionen erreichen können. damit schalten wir u.A. Rätsel frei oder finden nützliche Schatzkisten. Leider bringt das auch den Umstand mit sich, dass wir jeder Karte noch mal abgrasen müssen, um die Secrets zu finden. Das hätte man auch angenehmer lösen können.

Fazit: Bitte mehr davon!

Mario + Rabbids: Kingdom Battle ist ein irrwitziger Spaß, der das beste aus zwei Welten miteinander vereint. Das Fantasy-Reich rund um Mario und seine Pilz-Freunde trifft auf die abgefahrenen und über alle Maße verrückten Rabbids. Daraus resultieren viele Lacher und ein cool forderndes Kampfsystem, das mit seinen strategischen Möglichkeiten für reichlich Spieltiefe sorgt. Es wäre mehr als nur wünschenswert wenn daraus eine neue Reihe entsteht, denn Mario + Rabbids macht auf jeden Fall Lust nach mehr!

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Gepostet von am 02.09.2017 | Keine Kommentare

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