Vorwort / Neuigkeiten
Haha, ihr dachtet wohl, ihr wärt mich los? Ihr dachtet, ich hätte meinen Versuch, mehr Qualität in die deutsche Fansubszene zu bringen, nach so kurzer Zeit bereits aufgegeben? Weit gefehlt! Ich war nur in einer… nennen wir es „Kreativpause“ (lies: Prokrastination). Aber ab sofort werd ich hier wieder mehr oder weniger regelmäßig Reviews veröffentlichen (solange es sich nicht mit Uni- und Fansubkram beißt). Soll heißen: Es ist wieder an der Zeit, mir wüste Beschimpfungen in den Kommentaren an den Kopf zu knallen. Ich steh da ja so drauf :3
Bevor es losgeht, ein paar organisatorische Hinweise: Ich hab mir diverse Kritik in den Kommentaren zu Herzen genommen und mein Reviewsystem leicht überarbeitet:
Bei den Einzelbewertungen im Schulnotensystem bleibt es wie gehabt, allerdings wird die Übersetzungsnote aufgeteilt in „Übersetzungsqualität“ (sprich, wie angenehm liest sich der Text, wir ausgefeilt ist die Sprache im Sub) und „Rechtschreibung/Grammatik/Interpunktion“ (sollte selbsterklärend sein). Die Endnote ist weiterhin eine Bewertung des Gesamteindrucks und setzt sich nicht aus den Einzelbewertungen zusammen. Ebenso wird die Skriptqualität weiterhin Schwerpunkt bei der Endnote sein.
Des Weiteren wird auch der „QC“-Teil zweigeteilt: Screenshots wird es nur noch bei schwerwiegenden Fehlern/Ausdruckproblemen oder Fehler-Paradebeispielen geben, alle weiteren, kleineren Fehler werden im Anschluss in Textform aufgelistet und korrigiert. Somit werden die Reviews nicht mehr unnötig aufgebläht und kleinere Fehler sind vor allem für die Gruppe einfacher zu erfassen.
Zu guter Letzt gibt es im Kopfteil der Reviews ab sofort mehr Infos (hier hab ich mich bei den Kollegen von Whiners.pro inspirieren lassen): Gruppenwebsite (sofern die Gruppe „sauber“ ist, sprich, keine Verteilung lizenzierter Anime und keine Kooperation mit Warezportalen), fsdb/f-s.de/af.org/fansubinfo/whatever-Link sowie Encodingdetails/Mediainfo (sicherlich für die Wenigsten unter euch nützlich, aber kein großer Mehraufwand). Außerdem führe ich einen „Gruppen-Reputations“-Wert ein, der auf einer Skala von 1-5 angibt, wie die Gruppe qualitativ bisher abgeschnitten hat. Diesen Wert gebe ich sowohl vor als auch nach dem Review an, da sich daran bei jedem Review etwas ändern kann. Daran ist zum Beispiel dann erkennbar, ob sich eine Gruppe qualitativ gesteigert hat oder eher stagniert.
So viel zum überlangen Vorwort, auf zum Review! Und das ist ausnahmsweise mal nichts aus der aktuellen Season, sondern ein Wunsch-Review. Die Gruppe Miyu hat mir neulich nämlich eine freundliche Mail geschrieben und mich um ein Review zu ihren Natsume-Sub gebeten, damit sie sich selbst qualitativ besser einschätzen kann. Ehrlich gesagt hab ich die beiden Vorgängerstaffeln nicht mal gesehen, aber egal, ich mach das ja nicht zum Spaß, sondern damit ihr und die Gruppe was lernt! Und wenn man mich schon so freundlich darum bittet und sogar schreibt, dass ich keine Gnade zeigen soll, lass ich mir das natürlich nicht zweimal sagen.
Lokalisierung: jap. Namensreihenfolge, auf die Anreden hab ich jetzt gar nicht so geachtet
Versionen: MP4 h264 (10-bit) mit Hardsubs (183 MB)
Kapitel: nicht vorhanden
Website: http://miyu-subs.de.vu/
Fansubportal-Profil: http://www.animefansubs.org/?group=169
Encodingdetails: http://paste.kde.org/495908/13391972/
Gruppen-Reputation vor dem Review: n/a
Encode:
Viel auszusetzen habe ich am Encode nicht, in den meisten Szenen sind die Konturen schön scharf und Bildartefakte sieht man wirklich sehr selten. Auch Banding taucht nirgendwo auf. Problematisch wird es bei dunkleren Szenen mit Bewegung, denn da tauchen besonders um die Konturen herum durchaus Artefakte auf und das Bild wirkt verschwommen. So was sollte bei einer Blu-ray-Source eigentlich nicht passieren, was mich annehmen lässt, dass hier Fertig-Raws anstatt der BDMVs verwendet wurden.
Bewertung: gut
Timing:
Eine große Schwäche dieses Subs ist vor allem das Timing. Positiv hervorheben kann ich hier leider nur, dass die Zeilen in den meisten Fällen miteinander gelinkt wurden. Ansonsten fehlen aber sämtliche Keyframe-Times und Zeilen blenden oftmals zu spät oder zu früh ein/aus. Der Timer sollte sich hier unbedingt noch mal das Timing-Tutorial im Fansub-Wiki zu Gemüte führen und sich ein gewisses Maß an Verständnis für den japanischen Satzbau aneignen, damit nicht mitten in einem Wort zur nächsten Zeile rübergesprungen wird.
Bewertung: mangelhaft
Typeset/Styling:
Zählt mal die Fonts, die für das Typesetting verwendet wurden. Ich komme auf drei: Arial, Times New Roman (oder so was in der Richtung) sowie der Font, der für die Notiz verwendet wurde. Beim Episodentitel find ich den Font gar nicht mal so unpassend, nur blöd positioniert (und „eines“ schreibt man klein). Aber besonders Arial wirkt in 90% der Fälle einfach nur deplatziert, so auch hier, vor allem die Logogestaltung wirkt wie lustlos hingeschludert (auch von der Gestaltung her – hier stimmt ja nicht einmal die Schattenfarbe).
Der Mainstyle ist angenehm lesbar und die Schriftart wurde passend gewählt, hier gibt’s also nichts zu meckern. Unverständlich ist für mich aber, warum für den Gedankenstyle ein anderer Font verwendet wurde, der zudem deutlich kleiner als der Mainstyle ist. Das wirkt letztendlich ziemlich uneinheitlich und vor allem störend, da die Fontgröße ständig wechselt. Warum wiederum für die Vorschau ein völlig anderer Font verwendet wurde, ist mir ebenso schleierhaft.
Bewertung: (noch) ausreichend
Karaoke:
Bei den Karas handelt es sich um simple, effektlose Karas mit einfacher Silbenhervorhebung. Die OP-Kara finde ich farblich sehr unpassend gestyled und vor allem zu klein. Auch die Fontwahl ist erneut eher ungünstig. Die ED-Kara ist farblich etwas passender, aber auch hier verschlechtert das hässliche Arial den Gesamteindruck.
Bewertung: (noch) ausreichend
Qualität der Untertitel:
Die Ausdrucksweise ist meist passend zu den Charakteren gewählt, allerdings gibt es ab und an ein paar Aussetzer, die darauf schließen ließen, dass man sich hier zu fest an die englische Vorlage geklammert hat. Ein großes Problem sind die vielen kleinen bis großen Rechtschreib- und Interpunktionsfehler – hier wurde wohl entweder kein QC eingesetzt oder die QCer waren sehr unaufmerksam.
Die Songübersetzungen sind sowohl im Opening als auch im Ending ziemlich misslungen und ergeben zum Teil vorn und hinten keinen Sinn, weder inhaltlich noch grammatikalisch. Was mit diesen beiden Zeilen ausgedrückt werden sollte, konnte ich mir jedenfalls nicht erschließen.
„Seitdem ich ein Kind war“ ist zwar grammatikalisch korrekt, klingt aber dämlich und wird auch im deutschen Sprachgebrauch in der Form nicht wirklich verwendet.
Besser: „Seit meiner Kindheit, …“
Dieser Satz wird für eine halbe Sekunde eingeblendet, daher zeige ich ihn euch mal als Paradebeispiel für die schlechte Time-Aufteilung. Da bereits vorher vom „Buch der Freunde“ die Rede war, hätte man hier einfach kurz und bündig „Es ist eine Sammlung von Verträgen.“ schreiben können. Immer noch zu lang, aber schon deutlich kürzer.
Hier wurden die Zeitformen durcheinandergewürfelt, denn er verbringt seine Zeit ja immer noch damit, vor den Youkai davonzulaufen (was übrigens zusammengeschrieben wird), in der zweiten Zeile müsste also „verbringe“ stehen. Ach ja, und „Seit ich es besitze“ klingt ebenfalls schöner.
Das mag jetzt vielleicht wie Krümelkackerei klingen, aber im gesamten Sub wurde statt „Hey“ „Hei“ verwendet, was nun mal falsch ist, da die Interjektion aus dem Englischen stammt.
„eines der Welpen“ – „das Welpe“ – das klappt so nicht. Korrekt wäre „einer der Welpen“.
Ein Paradebeispiel dafür, dass hier offenbar kein aufmerksamer QCer am Werk war, denn dass hinter „Bitte schön“ (das man getrennt schreibt) ein Punkt fehlt, sticht eigentlich sofort ins Auge.
Ein „o“ hätte gereicht, außerdem setzt man in der Regel kein Apostroph, wenn das Schluss-e bei Verben fehlt.
Die nächste Zeile geht mit einem großen „Ich“ weiter, daher sollte man hier am Ende auch einen Punkt setzen (denn man kann diese Zeile auch wunderbar als abgeschlossenen Satz interpretieren).
Klingt sehr verkrampft. Besser: „Ich bin gekommen, um dich darum zu bitten, mir meinen Namen zurückzugeben.“ – Ist zwar etwas länger, klingt aber besser und passt zeitlich auch noch.
Das hier ist so ein Satz, bei dem man wieder wunderbar auf die englische Vorlage schließen kann: „some kind of misfortune“.
Besser: „…wird irgendein Unglück über das Haus hereinbrechen?“
Und auch hier hat man sich wieder zu sehr an die englische Vorlage gehalten, denn so würde das im Deutschen kein normaler Mensch sagen. Besser: „Du hast wohl endlich auch mal Liebeskummer?“
Schscheint so, als hätte hier mal wieder der QC geschlafen.
Warum beginnt der Satz mit einem kleinen „wenn“ mit Pünktchen davor? D:
Besonders mit der Kommasetzung hat diese Gruppe noch sehr zu kämpfen, denn wenn Kommata gesetzt wurden, dann meist an der falschen Stelle. Da „Heutzutage“ kein eigenständiger Nebensatz ist, gibt es hier keinerlei Grund, ein Komma in diesem Satz zu setzen. Einen Haufen weiterer Beispiele dazu findet ihr weiter unten bei den sonstigen Fehlern.
„in diesem“ zeigt doch bereits auf den Wald, daher ist das „dort“ im Anschluss völlig überflüssig.
„Ich machte mich auf den Weg, um ihn zurückzugeben, …“
„yokatta“/“What a relief“ übersetzt man nicht mit „Das ist gut“, was hier auch völlig unpassend wäre, sondern mit „Ein Glück[, deine Schulter ist in Ordnung].“
Vor dem „ist“ muss ebenfalls ein Komma gesetzt werden. Am meisten stört mich aber an diesem Satz, dass er grammatikalisch keinen Sinn ergibt, denn wenn der Satz mit „Der Grund, weshalb…“ beginnt, kann die Begründung nicht mit „weil“ beginnen. Hier muss statt dem „weil“ ein „dass“ verwendet werden.
Hier wurde die Wortart verwechselt. „Lebewohl“ ist ein Substantiv, das gesuchte Verb in der Imperativform lautet „Lebe wohl!“.
äh, wat?
Diese Songübersetzungen lassen mich echt erschaudern. Was genau ist hier gemeint? „Immer noch nicht erfahren genug, um neue Erinnerungen zu schaffen.“ ?
„Wie viele Male muss ich noch auf Wiedersehen sagen?“
Weitere Fehler im Skript:
0:35 – Ich kann deine Stimme nicht hören, egal wie angestrengt ich hin höre hinhöre, aber ich werde heute weiter gehen weitergehen, um ihr zu folgen.
2:05 – Ist der Enkel von Natsume Reiko, der dem Besitzer des Buchs der Freunde, hier entlang gerannt entlanggerannt?
2:58 – Wenn sie sie besiegte, lies ließ sie die Youkai ihre Namen in dieses Buch schreiben.
3:13 – Ich muss durchatmen, bevor ich rein gehe reingehe.
4:37 – Ich verlor meine Eltern[,] als ich noch jung war[,] …
5:22 – Ich hörte, dass es manchmal, wenn einem Haus Unheil droht, im Haus umher läuft umherläuft, um alle zu warnen[,] und sich manchmal aus einer Laune heraus[,] selbst opfert, um das Unglück abzuwenden.
6:00 – Seitdem ich das Buch der Freunde erbte, gab ich den Youkai ihre Name Namen zurück.
6:08 – Als erstes Erstes[,] stelle ich mir ihr Bild in meiner Fantasie vor und konzentriere mich.
7:51 – Was? Wie langweilig[.][…]
8:35 – Was für ein perfektes Timing[.][…]
8:43 – Vor sehr langer Zeit[,] hatte ich mir einen Spiegel von einem sehr starken Ayakashi ausgeliehen.
8:56 – Jemand mit deiner Stärke[,] sollte in der Lage sein[,] ihn zu finden!
9:07 – Du kannst Youkai Ayakashi sehen, aber du weisst weißt nicht[,] was passiert, wenn du dich einem verweigerst?
11:35 – Wie lästig[.][…]
11:57 – Ein Gott[,] der sich weder Ayakashi noch Menschen nähern kann[.][…]
12:21 – Verstehe… das Das tut sie, das tut sie.
12:30 – Bitte hören Sie auf[,] mich „Junge“ zu nennen.
12:36 – Wenn sie nicht so viel Zeit mit Youkai verbringt, sollte sie nichts über das Buch der Freunde oder die Nasume Familie Natsume-Familie wissen.
13:19 – Verstehe… das Das ist es also, was mich gestört hat.
13:45 – Ich dachte[,] ich könnte ihn stehlen, …
14:24 – Ich hatte den Spiegel bekommen, konnte aber den Youkai nicht los werden loswerden.
14:34 – Stattdessen[,] begann ich her zu kommen herzukommen, um ihn hin und wieder zu besuchen.
14:57 – … und schien[,] aus irgendeinem Grund[,] enttäuscht zu sein.
15:25 – Nur für einen kurzen Augenblick[,] konnte ich einen warmen Luftzug vom Buch der Freund Freunde aus spüren.
16:20 – Ich dachte[,] es würde dich fressen.
16:25 – Und ich dachte[,] dieser Fellklumpen hier soll dein Leibwächter sein.
16:57 – Gute Frau[,] Ihr Name ist im Buch der Freunde, nicht wahr?
17:09 – Seitdem hörte dieser Youkai aus irgendeinem Grund auf[,] zu kommen.
17:41 – Wie ärgerlich[.][…]
17:58 – Ich hörte[,] sie bringt Unglück.
18:06 – Was? Die eine Eine, die wie ein Menschenkind riecht[…][?]
19:55 – Ja… stimmt Stimmt.
20:33 – Verstehe… also Also lautet er Reiko.
21:11 – …dachte Reiko[,] die alte Frau wäre ein Mensch.
21:21 – Ich frage mich, ob sie deswegen anfing[,] Ayakashi nicht zu mögen.
21:57 – Es ist eine Teetasse[,] die ich noch nie zu vor gesehn gesehen habe.
24:07 – Wie gelangen sie dann hier her hierher?
Bewertung (Übersetzungsqualität): befriedigend
Bewertung (Rechtschreibung/Grammatik/Interpunktion): mangelhaft
Fazit:
Endnote: 4 (ausreichend)
Gruppen-Reputation nach dem Review: 2/5
Schade drum, ich erkenne hier durchaus Potenzial und hätte man sich mehr Gedanken um die Formulierungen und vor allem um Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung gemacht, hätte hier durchaus ein guter Sub draus werden können. Aber die vielen kleinen bis großen Fehler verbunden mit dem schrecklichen Timing machen das Release zwar nicht unzumutbar, dämpfen aber den Filmgenuss teils deutlich. Aber wie gesagt, ich sehe hier durchaus Potenzial und wer sich die Serie gerne auf Deutsch anschauen möchte, kann auch durchaus zu dieser Gruppe greifen und dabei alle Augen zudrücken, die er besitzt.
Das Ergebnis ist vielleicht nicht unbedingt das, was sich die Gruppe erhofft hat, aber jetzt sollte es denk ich für alle Mitglieder von Miyu möglich sein, ihre eigenen Stärken und Schwächen besser einschätzen zu können, und das war ja der Hauptgrund, weshalb ich um dieses Review gebeten wurde.
Es folgen die Reviews zur Frühlingsseason, bei denen ich diesmal zuerst mit den Anime beginnen werde, die ich selbst auch schaue, damit ich die Reviews auch direkt dazu nutzen kann, um in der jeweiligen Serie voranzukommen. Los geht’s im Laufe des Tages mit Sankarea.
Gepostet von Gebbi am 09.06.2012 | 23 Kommentare
In letzter Zeit wurde ja oft danach gefragt, wann wir endlich wieder Folge 1-4 von Arakawa online stellen werden. Mittlerweile haben wir die Zeit dafür finden können und die ersten vier Episoden noch mal mit den Blu-rays neu aufgelegt (Folge 5-13 hatten wir ja bereits mit den BDs veröffentlicht).
Neben einer deutlich besseren Bildqualität im Vergleich zur TV-Version (die ja damals nur in SD ausgestrahlt wurde) wurden auch SHAFT-typisch viele Szenen neu gezeichnet/animiert. Von unserer Seite aus gibt es zudem Verbesserungen bei Timing, Types und beim Encode. Am Script selbst haben wir (abgesehen von ein paar Kleinigkeiten) nichts weiter verändert.
Die volle Ladung SHAFT-Wahnsinn gibt es ab sofort komplett als BD-Batchtorrent bei uns:
Zu Staffel 2: Es kann, denke ich, davon ausgegangen werden, dass wir uns früher oder später der zweiten Staffel annehmen werden. Wir würden dann aber intern erst mal vorarbeiten, bevor wir die ersten Folgen veröffentlichen, da es ungünstig wäre, wieder über ein ganzes Jahr verstreut die Episoden zu releasen, so wie das bei Staffel 1 der Fall war. Wir haben mit den Arbeiten daran allerdings noch nicht begonnen und werden es in nächster Zeit auch nicht, da andere Projekte Vorrang haben.
Gepostet von Gebbi am 08.06.2012 | 10 Kommentare
Völlig ohne Vorwarnung hat Nipponart heute die schon seit geraumer Zeit angekündigte Blu-ray-Box zur OVA „FLCL“/“Furi Kuri“ vom Studio GAINAX in seinem Shop veröffentlicht. Auf der Scheibe befinden sich alle 6 Episoden der OVA (180 Minuten) mit deutscher und japanischer Synchronfassung (jeweils DTS-HD-Ton) inklusive deutscher Untertitel. Bonusmaterial gibt es offenbar nicht.
Für den momentan noch recht saftigen Preis von rund 35 Euro (wenn man in Betracht zieht, dass es sich hierbei lediglich um einen Upscale handelt) ist die BD-Box ab sofort im Nipponart-Shop zu erstehen – dafür gibt es für jeden Besteller aber auch noch eine Gratis-DVD, die allerdings von Nipponart selbst ausgesucht wird. Wie bei der Escaflowne-BD scheint es sich auch hier (zumindest vorerst) um eine Exklusiv-Veröffentlichung im Nipponart-Shop zu handeln, denn andere Online-Shops wie Amazon.de listen die Blu-ray bisher nicht in ihrem Angebot.
Gepostet von Gebbi am 08.06.2012 | 2 Kommentare
[00:11:26] [Hinweis] Nimm das hier als Vorschaubild und kaufe noch ein paar Blitzeffekte und Regen und Tornados und Zombiepiraten dazu ein :O
Ich habe keinen blassen Schimmer, was naich in seinem QC-Bericht mit dieser Aufforderung bezwecken wollte, aber hiermit habe ich seinen Wunsch erfüllt. Ich hoffe, du bist nun glücklich, naich.
Gepostet von Gebbi am 04.06.2012 | 11 Kommentare
Japanisch für den allergrößten Volltrottel, der sich niemals fortpflanzen sollte
Kapitel 21 –
Hier? Dort? Da drüben? WO?!
Ja, es musste diesmal leider wieder ein vorgefertigtes Kapitel werden, aber ich hab grad ärgste Prüfungszeit in der Schule und werde gleichzeitig mit Fansub-Aufgaben zugemüllt wie noch nie zuvor. Sorry, mehr schaff ich leider nicht 🙁
„This cake is delicious!“
„That cake is delicious!“
Wer im Englischunterricht gut aufgepasst hat, der weiß, was der Unterschied zwischen den beiden Sätzen ist. Beide Male ist der Kuchen lecker, aber beim ersten Satz meinen wir einen Kuchen, der sich relativ in der Nähe des Sprechers befindet, und beim zweiten Satz ist der Kuchen weiter weg. Klingt komisch, ist aber so. Im Deutschen gibt es diese örtliche und zeitliche Unterscheidung auch (dieses und jenes), aber das ist heutzutage jedem wurscht. Jenes ist am aussterben.
Japanisch ist dabei alles andere als locker! Wenn ihr glaubt, zwei Wörter für räumliche und zeitliche Unterscheidung reichen schon, dann schaut euch erst mal das Japanische an! Die haben drei Worte dafür, und die beziehen sich nicht nur auf den Sprecher selbst, sondern auch auf den gottverdammten Angesprochenen! RAGE!!!111
Es nennt sich das KO-SO-A-DO-System. Zumindest hab ich es so benannt. Ob das System wirklich so heißt, weiß ich nicht (wahrscheinlich hat es überhaupt keinen Namen), aber so merkt man sich die Bedeutung leicht.
Ich schubs euch dann mal gleich ins kalte Wasser:
Vorsilben:
Ko (こ) bezeichnet etwas, das sich in der Nähe des Sprechers befindet.
So (そ) bezeichnet etwas, das sich in der Nähe des Angesprochenen befindet.
A (あ) bezeichnet etwas, das sich weder in der Nähe des Sprechers noch des Angesprochenen befindet.
Do (ど) bezeichnet das jeweilige Fragewort.
Nachsilben:
Mit no (の) wird ein Nomen angesprochen.
Mit re (れ) wird auf ein Nomen gezeigt, ohne es anzusprechen.
Mit ko (こ) bzw. mit soko (そこ) bezeichnet man einen Ort.
Mit chira (ちら) bzw mit cchi (っち) bezeichnet man einen Ort, eine Richtung, eine Person oder einen Gegenstand.
Mit nna (んな) bezeichnet man Beschaffenheit von etwas.
Hää? Ja, genau das denkt ihr euch sicher alle.
Verbindet man eine Vorsilbe mit einer Nachsilbe, erhält man ein auf die Aussage zugeschnittenes Wort. Kono bedeutet „diese/r/s bei mir„, sono „diese/r/s bei dir„, usw. Verstanden?
Ach was, ich mach einfach mit ein paar Beispielen weiter, damit alles komplett klar wird:
- Kono Bleistift ist abgebrochen.
Damit will ich also sagen, dass der Bleistift, der sich beim Sprecher (also bei mir) befindet (vermutlich halte ich ihn in der Hand), abgebrochen ist.
- Sono Bleistift ist auch kaputt.
Jetzt meine ich den Bleistift des Angesprochenen (wahrscheinlich mein Schulfreund).
- Meinst du, Oswald-Dietmar hat ano tollen Bleistiftspitzer noch?
Der Bleistiftspitzer befindet sich weder in der Nähe des Sprechers noch des Angesprochenen, also verwendet man hier ano.
- Kore ist meine kleine Wohnung.
Alles mit re hinten dran kann man gut mit den Artikeln „der“, „die“ und „das“ übersetzen. In dem Fall geht es um die Wohnung, in der der Sprecher wohl gerade sitzt. Übrigens könnte ich natürlich genauso gut sagen „Kono kleine Wohnung gehört mir.“
- Sore ist deine prachtvolle Villa.
Neidisch schaut der Sprecher auf das riesige Haus nebenan, während er mit seinem Nachbarn telefoniert.
- Are sind große und starke Yakuza-Mitglieder, die dein Haus liebend gerne ein bisschen „umdekorieren“ möchten.
Aus einer Seitenstraße sieht man schon eine Horde von Gehsteigpanzern, die nicht allzu freundlich aussehen.
Okay, die ersten beiden waren noch einfach. Jetzt treffen wir aber auf die erste Ausnahme. Koko bedeutet zwar „Hier, bei mir“ und soko „Hier, bei dir“, aber nun funkt uns die kleine Fee der japanischen Grammatik dazwischen – ako gibt es nicht, stattdessen heißt es asoko, mit der Bedeutung „Dort, wo sich keiner von uns beiden befindet“.
Das müsste jetzt klar sein.
Beispiele sind was für Weicheier!
Weiter geht’s.
Im Gegensatz zu manchen Wörtern wie ryuuguunootohimenomotoyuinokirihazushi (Ja, alter Gag, ich weiß) sind die Worte kochira, sochira und achira natürlich für normalsterbliche Japaner viel zu lang, also hat man sich entschlossen, sie auf kocchi, socchi und acchi umzubenennen. Was im Nachhinein gesehen ziemlich sinnlos war, weil die Versionen mit –chira trotzdem noch nicht ausgestorben sind, aber was soll’s. Verwendet werden beide Varianten, aber -cchi ist umgangssprachlicher.
Kocchi, socchi und acchi bezeichnen eine Richtung, einen Ort oder eine Person bzw einen Gegenstand.
- Socchi liegt der Weg zum Schokobananenkönig.
Hier ist die Richtung gemeint. Der Weg zum Schokobananenkönig ist auf der Straße, auf der du gerade stehst.
- Kocchi sieht man schon den Turm des bösen Tobleronus!
Jetzt meint man den Ort. Da, wo ich hinzeige, ist der Turm des bösen Tobleronus.
- Acchi liegt der geheime Schlüssel für die Zuckerwatte-Gärten.
Nun ist ein Gegenstand gemeint. Dort hinten liegt der geheime Schlüssel für die Zuckerwatte-Gärten.
Das waren übrigens nur Beispiele. Natürlich kann man mit socchi auch einen Ort oder einen Gegenstand ansprechen, mit kocchi eine Richtung oder einen Gegenstand und mit acchi eine Richtung oder einen Ort. Außerdem kann (und sollte) man mit kochira, sochira und achira auch Personen ansprechen („Der hier ist Hinz“, „Der dort ist Kunz“,…). Jede andere hier genannte Variante, etwas anzusprechen (zB koko), sollte nicht für Personen verwendet werden, sonst kommt der große, böse Wolf und frisst euch auf. Außerdem gilt es als unhöflich.
Oh, und -cchi bzw. -chira funktioniert auch für Alternativen. „Entscheide dich. Kochira ist das Tor zum Himmel, sochira das Tor zum Heimatplaneten der untoten Zwergschimpansen.“
Fehlen noch konna, sonna und anna. Alle drei haben eine gewisse Sonderbedeutung, denn sie haben eigentlich nichts mit Orten oder Richtungen zu tun. Sie zeigen die Beschaffenheit einer Sache an. Wörtlich übersetzt bedeuten sie „So(lch) ein…“, da sie von „kono/sono/ano you na“ kommen.
- Konna Kuchen mit so vielen Schokostückchen gibt’s nur bei Lidl!
Konna zeigt an, dass der Gegenstand bereits beim Sprecher selbst ist.
- Sonna Eisstil könnte unserer wertvollen Eisstil-Sammlung noch fehlen.
Mit sonna drückt man aus, dass sich der Gegenstand beim Angesprochenen befindet.
- Anna Japanischkurs-Buch würde mir nur wertvolle Gehirnzellen wegbrennen.
Anna ist kein Vorname, sondern meint ein Ding, das sich weder beim Sprecher noch beim Angesprochenen befindet, wie üblich.
Gut, damit wären wir am Ende des KO-SO-A-DO-Systems angelangt…
…
Und natürlich hab ich noch eine Kleinigkeit vergessen. Ko, so und a sind jetzt verständlich, aber was ist mit do?
Zum Glück ist do schnell erklärt. Do bildet immer das Fragewort.
Dono –> Welcher Gegenstand?
Dore –> Welches?
Doko –> Wo?
Dochira / Docchi –> Wo? bzw Welches? bzw In welcher Richtung?
Donna –> Was für eine Art von Gegenstand?
So, das war’s jetzt aber. Keine Sorge, das KO-SO-A-DO-System geht schnell in Fleisch und Blut über und ist sehr logisch aufgebaut. Viel Spaß beim Lernen!
Gepostet von naich am 03.06.2012 | 5 Kommentare
Und mit einer Woche Verzögerung liefern wir euch heute die achte und letzte Ausgabe unseres Springseason-Podcasts. In einem Monat gehen wir mit der Sommerseason aber auch schon in die nächste Runde.
In dieser Ausgabe:
- Wasurenagumo (Production I.G)
- Upotte!! (Xebec)
- Gon (Oomoto Media)
- Kuroko no Basket (Production I.G)
- Eureka Seven Ao (Bones)
Und zum Abschluss unser persönliches Ranking aller 40 Springseason-Anime, die wir euch vorgestellt haben (Durchschnitt unserer Bewertungen, bei Gleichstand entscheidet die MAL-Wertung):
1. Buta (G: 8/10, M: 9/10)
2. Lupin III: Mine Fujiko to Iu Onna (G: 8/10, M: 8/10, MAL: 8.09)
3. Space Bros (G: 8/10, M: 8/10, MAL: 8.02)
4. Tasogare Otome x Amnesia (M: 8/10, G: 8/10, MAL: 7.61)
5. Sakamichi no Apollon (M: 7/10, G: 8/10, MAL: 8.55)
6. Wasurenagumo (G: 7/10, M: 8/10, MAL: 7.56)
7. Kuroko no Basket (M: 7/10, G: 7/10, MAL: 8.42)
8. Eureka Seven Ao (G: 7/10, M: 7/10, MAL: 7.97)
9. Hyouka (G: 7/10, M: 7/10, MAL: 7.96)
10. Kimi no Iru Machi (G: 7/10, M: 7/10, MAL: 7.53)
11. AKB0048 (G: 7/10, M: 7/10, MAL: 7.06)
12. Natsuiro Kiseki (M: 7/10, G: 7/10, MAL: 6.86)
13. Sankarea (G: 7/10, M: 6/10, MAL: 8.06)
14. Jormungand (G: 8/10, M: 5/10, MAL: 7.82)
15. Haiyore! Nyaruko-san (G: 7/10, M: 6/10, MAL: 7.43)
16. Polar Bear Cafe (G: 6/10, M: 6/10, MAL: 7.24)
17. Nazo no Kanojo X (G: 6/10, M: 6/10, MAL: 7.21)
18. Accel World (G: 4/10, M: 7/10, MAL: 7.84)
19. Medaka Box (M: 6/10, G: 5/10, MAL: 7.05)
20. Gon (G: 5/10, M: 6/10, MAL: 6.52)
21. Kuromajo-san ga Tooru!! (M: 6/10, G: 5/10, MAL: 6.32)
22. Sengoku Collection (M: 6/10, G: 5/10, MAL: 6.30)
23. Folktales from Japan (G: 5/10, M: 5/10, MAL: 7.03)
24. Shining Hearts (M: 5/10, G: 5/10, MAL: 6.52)
25. Zetman (M: 4/10, G: 5/10, MAL: 7.38)
26. Ozuma (M: 5/10, G: 4/10, MAL: 6.35)
27. Tsuritama (G: 5/10, M: 3/10, MAL: 7.70)
28. Saint Seiya Omega (M: 5/10, G: 3/10, MAL: 6.94)
29. Upotte!! (M: 4/10, G: 4/10, MAL: 6.70)
30. Gakkatsu! (G: 5/10, M: 3/10, MAL: 6.12)
31. Kore wa Zombie desuka? S2 (G: 6/10, M: 1/10)
32. Acchi Kocchi (G: 1/10, M: 5/10, MAL: 7.64)
33. Saki: episode of side-A (G: 3/10, M: 3/10, MAL: 7.26)
34. Ginga e Kickoff!! (M: 4/10, G: 2/10, MAL: 7.17)
35. Yurumates 3D (G: 2/10, M: 3/10)
36. Queen’s Blade: Rebellion (G: 2/10, M: 2/10)
37. Shiba Inuko-san (G: 1/10, M: 2/10)
38. Hiiro no Kakera (G: 1/10, M: 1/10, MAL: 6.85)
39. Holy Knight (M: 1/10, G: 1/10, MAL: 6.85)
40. Naruto SD (M: 1/10, G: 1/10, MAL: 6.50)
Gepostet von Gebbi am 02.06.2012 | 13 Kommentare








































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