Kimi to Boku 2 #08 (Projektseite)
HD (720p): Torrent | DDL | XDCC #882

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Gepostet von am 11.06.2012 | 5 Kommentare

Gastartikel von Codo III

Also wieder Review-Zeit – und da soll ich auch wieder was schreiben. Und ich dachte mir, dass „Hyouka“ eigentlich ganz nett klingt und ich da eigentlich mal reinschauen könnte.
Und dann erwischt man gleich eine Gruppe, die selbst keinen Bock auf die eigenen Fansubs hat. Irgendwie demotiviert das – warum sollte man sich mehr Mühe beim Review geben als die Gruppe beim Subben? Na ja, das kann ich ja etwas ausführen.
Und denkt dran: Ich mache das hier als Gast und halte mich auch nicht komplett an Gebbis Stil.

Lokalisierung: jap. Namensreihenfolge, jap. Anrede
Versionen: MKV h264 (8-bit) mit Softsubs (308 MB)
Kapitel: nicht vorhanden (warum auch? Das dauert doch 2 Minuten!!!)
Website: http://neverwheresubs.blogspot.de/
Fansubportal-Profil: http://fan-sub.de/gruppe.rhtml?id=NwS
Encodingdetails: http://paste.kde.org/496922/
Gruppen-Reputation vor dem Review: n/a

 

Encode:

„Ich habe hier einen schlechten Encode der Folge gefunden.“ – „Nee, sieht noch zu gut aus.“ – „Okay, dann schleif ich die Raw noch mal durch möglichst schnelle und schlechte 0815-Einstellungen von Megui.“ – „Okay, das dürfte dann gehen.“
So in etwa stell ich mir die Diskussion der Gruppe zum Encode vor. Blocking, Banding, etc. Alles dabei. Um die Folge zu schauen, wird’s reichen. Aber wirkt halt, als wollte man es maximal billig wirken lassen. 

Bewertung: mangelhaft

 

Timing:

Laut Credits wurde selbst getimed. Ich behaupte einfach mal, dass das eine Lüge ist und man einfach die Times einer englischen Gruppe genommen und (wenn überhaupt) falsch geshiftet hat. Denn der Time wirkt, als könnte er was taugen – nur passt er halt nicht aufs Video. Somit kommt alles etwas falsch rein und raus und Scenetimes und diese Späße sind alle verpfuscht.
Das meine ich mit „keine Mühe geben“.

Bewertung: mangelhaft

 

Styling:

„Hm, hier steht irgendwas von ‚Fonts‘, weißt du was das ist?“ – „Nö, wird schon nicht so wichtig sein…“
Also dann: Arial, schwarz-weiß, möglichst weit nach unten. Border einen Ticken zu dünn. Gedanken gibt’s in der Schräge. Wenn gleichzeitig gesprochen wird, klatscht man es möglichst weit nach oben ins Bild – so dass es maximal unkomfortabel beim Lesen ist.
Luxus wie ordentliche Zeilenumbruche gibt’s nicht – dafür aber falsches Spacing durch doppelte Leerzeichen.

Bewertung: mangelhaft

 

Typeset:

Natürlich wurden auch die Times bei den Schildern nicht angepasst – das hätte ja 5 Minuten gedauert. Somit blendet kein Type korrekt ein und aus. Die Wahl der Fonts geschah auch hier nach dem Motto „Der Erstbeste“. Allerdings kennt man zumindest ein paar Type-Befehle (oder die waren im Engsub) – und einige Sachen hätten funktionieren können, wenn man getimed hätte. Allerdings schafft man die Befehle auch so einzusetzen, dass man schon unterstellen muss, dass es bewusst kacke und deformiert aussehen soll.

Hier – das meinte ich: Warum verkrümmt man ein Teil des Wortes ohne jegliche Not extra? Das ist nicht nur mehr Aufwand, es sieht halt auch scheiße aus… 

Als Vorgeschmack: „Als ich reinging, war die Tür öffen.“

Bewertung: mangelhaft

 

Karaoke:

Gibt’s nicht. Keine Lyrics, keine Übersetzung, keine Karaoke, keine Animation. War wohl nichts im englischen Softsub. Und Lyrics googlen und timen… Das wäre doch Aufwand…

Bewertung: –

 

Qualität der Untertitel:

Hui, hier kann ich mal was Gutes schreiben. Denn die sind gar nicht mal so schlecht. Die Sätze sind von der Länge so gewählt, dass man sie in der gegebenen Zeit lesen kann und klingen halbwegs passend. Ist also durchaus Potential zu erkennen.
Leider muss man aber auch hier unterstellen, dass man einfach keinen Bock hatte. Es wurde zwar brauchbar runterübersetzt – aber bei Sätzen, bei denen man mal etwas über die Formulierung hätte nachdenken müssen, hat man sich die 5 Sekunden nicht genommen, die’s gebraucht hätte. Und passend dazu findet man auch Flüchtigkeitsfehler in jedem dritten Satz. Das sind keine großen Fehler, aber in der Masse nerven sie dann doch. Und da ich der Gruppe unterstellen würde, dass sie Deutsch kann, muss man halt sagen, dass diese Fehler in dieser Masse eigentlich nur passieren, wenn sich niemand den Kram mal angeschaut oder einmal Korrektur liest. Wahrscheinlich gerade Diablo gezockt, während der QC auf dem Monitor im Nachbarraum lief. (Und das ist auch der Grund, warum ich hier keinen detaillierten QC posten werde, wie das Gebbi tut. Macht das gefälligst selbst!)
Also einfach mal ein paar Beispiele für diesen Sub:

(Huch, ein freilaufendes Komma)
Hochschule heißt Hochschule, weil man da die Hochschulreife erlangt!
Oder? Moment… Vielleicht sollte ich mal „Japanisches Schulsystem“ bei Wikipedia nachschl- Ach, was soll’s, in der Minute könnte ich wichtige Katzenbilder im Internet verpassen…

Es gibt da Mittel und Wege… Aber andere Frage: Du hast da einen großen Sack Kommata verloren, die sich jetzt zufällig in der Folge verteilt haben. Würdest du die bitte wieder einsammeln?

Ich habe keine Ahnung, was dieser Satz aussagen soll. Gebbi wies mich aber gerade drauf hin, dass das durchaus so eine Eigenheit bei Hyouka sei (und dass er glaubt, dass die Autoren dauerhaft auf Koks sind ^^). Und okay, vielleicht ist der Satz wirklich sinnlos und die Gruppe kann gar nichts dafür. Aber „Witze müssen improvisiert sein, sonst sind es schlichtweg Lügen“ wäre trotzdem schöner.

Ein Möchtegern-„Mann von Welt“. Leider ist diese Kombination im Deutschen sinnlos. Entweder „wäre er gerne ein Mann von Welt“, „er hält sich für einen Mann von Welt“ oder „er ist ein Möchtegern“.

~~~

 

Mondscheinsonate! Komma raus! Außerdem soll das hier poetisch klingen, nicht nach einer Metzgerei. 

Hier könnte zum Beispiel das Komma von eben hin.
Ist übrigens auch „Poetisch“ hier. Und vielleicht ist das ja wirklich der Fall. Wenn man nicht zugeben möchte, dass die Übersetzung missraten ist, nennt man das ja bisweilen „Dunkle Stellen“ oder eben „Poetisch“.
Was weiß ich – ich frage mich eher, ob sie ihren Hausaffen auf den Namen „Eindruck“ getauft hat.

erstes Komma raus; noch mal
Und was soll dieser Satz? „Jetzt darf ich den Aufsatz noch mal schreiben und muss mir dabei auch noch dein Gequassel anhören.“ wär ’ne Möglichkeit. Zumindest mein Vorschlag, nachdem ich 2 Sekunden drüber nachgedacht habe…

Pssst! Genau~ der nicht wissen Klub der geheimen Untergrund operierend ist. :3

Hier könnte auch eins der verstreuten Kommata unterkommen. Abgesehen davon, geht es gerade darum, dass es AUFFÄLLIG ist, dass er in keinem Klub ist. „Zurückgezogenheit“, „Verschlossenheit“, „Sozialphobie“, was auch immer…

Und noch zum Abschluss ein (für mich etwas blöder) Hinweis:  Einige meiner Beispiele waren leider ein Griff ins Klo (und sind nun gelöscht und ich bin zu faul, andere zu suchen). Lag daran, dass die Szenen so formuliert waren, dass ich beim ersten Mal schauen es schlicht falsch/nicht verstanden habe und Dinge angemerkt habe, die eigentlich „richtig“ sind. Weiß jetzt nicht, ob das gegen mich oder gegen die Gruppe spricht, wenn ich’s nicht auf Anhieb verstehe… Na ja…

Bewertung (Übersetzungsqualität): ausreichend-befriedigend
Bewertung (Rechtschreibung/Grammatik/Interpunktion): mangelhaft

 

Fazit:

Endnote: 4- (ausreichend)
Gruppen-Reputation nach dem Review:
2/5 

Man kann den Fansub hier gerade noch so gucken. Aber ich bin fasziniert bestürzt über dieses Release: Es wirkt, als hätte man hier genau meine Grenze ausgelotet, bevor ich etwas als absoluten Schrott abtue. Wer den Anime gucken möchte, wird mit der Version von Neverwhere durchkommen. Aber ehrlich gesagt: Lasst es bleiben!

 

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Gepostet von am 11.06.2012 | 10 Kommentare

Es gibt einige Neuerungen bei meinen Reviews, weitere Infos dazu findet ihr hier.

Bei diesem Release waren 16 Personen am QC beteiligt. Ich erwarte MINDESTENS eine 1+ als Endnote.

Lokalisierung: jap. Namensreihenfolge, jap. Anrede („-sensei“ mit „Frau“ übersetzt)
Versionen: 
MP4 h264 (10-bit/8-bit) mit Hardsubs (315 MB/351 MB), MP4 h264 SD (8-bit) mit Hardsubs (123 MB)
Kapitel:
nicht vorhanden
Website:
http://chinurarete-subs.org/
Fansubportal-Profil: http://fansubdb.net/gruppe/79/chinu
Encodingdetails: http://paste.kde.org/496670/39945133/
Gruppen-Reputation vor dem Review: 3/5

 

Encode:

Chinurarete liefert im Testfeld den größten Encode von allen, trotz 10-bit. Lohnt sich die zusätzliche Bitrate? Nicht im Geringsten. Die Bildqualität ist noch mal deutlich schlechter als bei SN-Subs. Man hat fast das Gefühl, man wäre wieder im Jahre 2007 gelandet, als die Gruppen erste HD-Versuche mit schlechten TV-Rips gewagt haben. Dafür geb ich jetzt aber keinen Nostalgie-Bonuspunkt. Trotz 10-bit gibt es sichtbares Banding, um die Konturen herum bilden sich stets fette Halos (Ringartefakte/Liniendopplungen), Bewegungen sind voller Artefakte und das Bild ist extrem matschig und detailarm.

Bewertung: mangelhaft

 

Timing:

Das Timing ist sehr durchwachsen, man hat fast das Gefühl, hier wären zwei verschiedene Timer am Werk gewesen. Stellenweise passt alles: Linking, Lead-ins/-outs, Scenetiming – an anderen Stellen wiederum blenden Zeilen zu spät ein/aus, sind nicht miteinander gelinkt und Scenetiming ist überhaupt nicht vorhanden. Da die schlechten Phasen leider überwiegen und unglaublich störend sind, kann ich hier leider keine gute Bewertung geben.

Bewertung: ausreichend

 

Typeset/Styling:

Ein Großteil der Types wurde hier übermalt, japanische Schriftzeichen sieht man entsprechend ziemlich selten. Finde ich persönlich etwas schade, aber dafür gibt es keinen Punktabzug. Im Gegenteil, die Schilder wurden in der Regel sehr sauber retuschiert (abgesehen vom kleinen Punkt in Bild 5, aber der ist nicht wirklich der Rede wert) und die deutsche Übersetzung passend eingefügt, sodass die Schilder sehr natürlich wirken.

Der Mainstyle ist sehr gut lesbar, hat eine vernünftige Größe, einen angenehmen Abstand zum unteren Bildrand und einen hübschen Font. Die Umrandungsfarbe variiert bei den Hauptcharakteren in verschiedenen Grautönen.

Bewertung: sehr gut

 

Karaoke:

Bis jetzt die einzige animierte Karaoke im Testfeld, allerdings recht simpel animiert. Gefällt mir persönlich aber ohnehin besser als protzige, mit Effekten zugekleisterte Kara-FXe. Farblich passt die OP-Kara zwar zum Video, die anderen beiden Gruppen haben das aber etwas passender hinbekommen. Der Font ist auch etwas ausgelutscht. Die ED-Kara ist schwarz-weiß gehalten, hier hätte ich mir, ebenso wie bei Pantsu, gewünscht, dass sich die Farben an die Farben im Video anpassen. Zudem wirkt das Fontstyling etwas klobig im Bild. Schlecht sieht’s aber dennoch nicht aus.

Bewertung: gut

 

Qualität der Untertitel:

Chinurarete liefert die am natürlichsten klingende Übersetzung im Testfeld. Komische Satzkonstruktionen tauchen hier so gut wie nie auf und sonstige Fehler halten sich ebenfalls in Grenzen. Der Lesefluss wird also so gut wie nie unterbrochen und das Lesen macht durchaus Spaß.

Da er gerade mit Rea auf Achse ist, wäre hier „unternimmt“ der passendere und auch umgangssprachlichere Ausdruck.

„Das ist der totale Wahnsinn!“

„Wer weiß, welch unaussprechlich Böses sich da gerade anbahnt?!“
oder: „Wer weiß, welches unaussprechlich Böse sich da gerade anbahnt?!“

„Als ich die Tür öffnete…“

„Da wir gerade von Frau Yamanouchi reden…“

Auch in diesem Sub ist mir aufgefallen, dass jedes Mal, wenn eine Person mit Phrasen wie „oi“, „ano sa“ o.ä. (wobei in diesem Fall nicht mal eine Anredephrase verwendet wurde) angesprochen wurde, ausschließlich „Hey“ verwendet wurde. Bitte Leute, variiert mal mit eurer Sprache. Verwendet „Sagen Sie mal“, „Apropos“, „Ach übrigens“, „Ach ja“, „Da fällt mir ein“ oder was auch immer. Es gibt so viel Alternativen für dieses dämliche „Hey“ in der deutschen Sprache.

Der Satz ist eigentlich zusammengehörig:
„Als ich dann gestern auf dem Weg nach Hause war, hab ich etwas richtig Komisches gerochen.“ 

 

Weitere Fehler im Skript:

3:27 – Mein Bruder ist mir echt ein Rätsel[ …][.]
6:27 – So ist’s gut[…][.]
13:50 – Eine Geschichte von tollem tollen Ramen.
13:56 – Aber ich bin mir sicher, dass dieses diese Ramen viel leckerer ist sind als Zombies.
15:18 – Ihr Platz in der Nahrungskette ist für einen normalen Zombie echt komisch[ …][.] 
15:39 – Dieser Kerl[?!][?] 
20:54 – Du schaust ja nur noch auf den Boden[ …][.] 
21:59 – Es hat wirklich alles gepasst[ …][.] 

Bewertung (Übersetzungsqualität): gut
Bewertung (Rechtschreibung/Grammatik/Interpunktion): sehr gut 

 

Fazit:

Endnote: (gut)
Gruppen-Reputation nach dem Review: 4/5

Es gibt absolut keinen Grund, bei Sankarea zu Pantsu oder SN-Subs zu greifen, denn Chinurarete hat hier einfach deutlich bessere Arbeit abgeliefert. Wenn auch leider nicht in allen Bereichen, denn dass die Gruppe immer noch schwerwiegende Probleme mit Encode und Timing hat, dämpft die Qualität des Releases und letztendlich den Filmgenuss. Das wird der ansonsten durchaus vorbildlichen Qualität nicht gerecht, von daher sollte da definitiv nachgebessert werden.

Den Sub von RoMA werde ich übrigens nicht bewerten, da die Gruppe gerade mal bei Folge 2 ist und schon beim letzten Review miserable Qualität abgeliefert hat, ich gehe also nicht davon aus, dass die Gruppe die Serie überhaupt jemals abschließen wird – und dass sich überhaupt nur eine einzige Person für deren Sub interessiert.
Ob und wann ich den Sub von Lazy/YnK reviewen werde, steht noch nicht ganz fest, da die auch noch bei Folge 5 rumgammeln. 

 

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Gepostet von am 10.06.2012 | 43 Kommentare

 

Japanisch für den allergrößten Volltrottel, der sich niemals fortpflanzen sollte

Kapitel 22 –

Nicu, Fighto, Catchi!

Erneut ein Kapitel á la Kopierpastete. Jo, sorry, ich hab demnächst phätte Prüfungen und sollte die möglichst bestehen, wenn ich die Klasse schaffen will.


Warum hängt im Japanischen hinter einem englischen Wort manchmal ein „u“, „i“ oder „o“?

Wenn man sich eine der Kana-Tabellen ansieht oder zumindest die Grundsätze des japanischen Silbensystems versteht, kann man erkennen, dass jede Silbe mit einem Vokal (a, i, u, e, o, Baum) aufhört. Würde die englische oder die deutsche Sprache auch so aufgebaut sein, gäbe es bei der Übertragung ins japanische Silbensystem viel weniger Probleme, aber leider besteht unsere Schrift nun mal nicht aus Silben, sondern aus Buchstaben, was uns in der Hinsicht viel mehr Kombinationsmöglichkeiten gibt. Daher müssen die Japaner ein anderssprachiges Wort irgendwie verdrehen und umbiegen und mit L4Z0Rn bearbeiten, sodass es schön ins japanische Silben-Schema passt.

Natürlich gibt es ein System dahinter. Für jemanden mit Muttersprache Deutsch ist das System sogar ziemlich leicht zu kapieren, da sich die Aussprache kaum von der japanischen unterscheidet.

Zuerst müssen wir aber noch verstehen, was es mit der Stärke von japanischen Vokalen auf sich hat. Ja, den Ausdruck habe ich erfunden, aber er beschreibt gut, was damit gemeint ist.

Sie ist auch schnell erklärt. Ein Vokal ist dann schwach, wenn er mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der Aussprache sehr leise ausgesprochen oder sogar komplett verschluckt wird. Meistens ist das das U. Wenn eine hilflose Prinzessin vom bösen Graf Blarglfnarf bedroht wird und Hilfe vom heldenhaften Ritter Herbert braucht, dann schreit sie „tasukete“. Dass sie dabei das U komplett verschluckt, liegt nicht daran, dass der Graf sie gerade seine fürchterlichen mechanischen untoten Ninja-Piraten auf den Helden losgelassen hat, sondern dass das U einfach ein sehr schwacher Vokal ist und deswegen sehr oft nicht ausgesprochen wird. Darum hört sich das auch viel eher nach „taskete“ als nach „tas-UH-kete“ an.

Grundsätzlich gilt:
U < I < O < A E

Also U ist der schwächste Vokal, gefolgt von I und O, die jedoch immer noch schwächer sind als A und E. A und E werden eigentlich gar nie verschluckt, O fast nie und I ein bisschen seltener als U.

Nehmen wir mal ein leichtes Beispiel; das englische Wort „nice“. Als erstes müssen wir uns in die Lage eines alten deutschsprachigen Opas hineinversetzen, der in seinem Leben nie Englischunterricht hatte, statt Euro und Cent nur „Oiroh“ und „Tsennt“ kennt und vor seinen Enkeln immer noch mit seinen Kriegsverletzungen von Achtzehnhundertzwölfundsiebzig gegen die Zombieklingonen angibt. Der würde „nice“ nämlich wie „nais“ aussprechen. Jetzt müssen wir silbenweise überprüfen, ob diese Schreibung den japanischen Silben entspricht: NA gibt es, I gibt es auch, aber ein einzelnes S können wir nicht schreiben. Was machen wir da? Ganz einfach, wir suchen uns in der S-Spalte einer Kana-Tabelle das Zeichen aus, das hinten den schwächsten Vokal hat. Das wäre wieder einmal unser beliebtes U, also machen wir aus dem einfachen S ein SU. Ergebnis: NAISU. Da U ein sehr schwacher Vokal ist, wird es hier fast immer komplett ausgelassen; es klingt also trotzdem noch sehr stark nach „nais“.

 

Gut, dann heben wir das Level mal um eine Stufe. „Fight“ würden wir im Deutschen einfach wie „Fait“ aussprechen („ei“ als deutsche Buchstabenkombination ist nicht erlaubt, man muss immer „ai“ verwenden). Jetzt können wir wieder überprüfen: FA existiert zwar nicht als Kana, kann aber in Katakana mit einer Kombination aus FU (Rangierkerl) und einem kleingeschriebenen A gebildet werden. I dagegen gibt es standardmäßig als einzelnes Zeichen, und das T würde wieder alleine stehen, was es aber nicht darf. Das bedeutet, dass wir wieder in der Tabelle nachschauen müssen, was der schwächste Vokal dafür ist.

Nun, U funktioniert diesmal nicht, denn das würde ein TSU ergeben. Selbst wenn wir das U verschlucken würden, hätten wir immer noch das TS, und das ist sicher weit weg vom Originalwort.

Probieren wir’s mit I. Hm, ein T kombiniert mit einem I ergibt ein CHI, womit wir dasselbe Problem wie beim U haben. Mit verschlucktem I haben wir immer noch ein CH, und „FAICH“ (also „Faitsch“, das hat nichts mit meinem Nicknamen zu tun) klingt absolut nicht nach „Fait“.

Wir haben also nur noch das O übrig. TO würde funktionieren. Unser Endergebnis heißt also „FAITO„. Nun, ich selbst finde zwar, dass man A viel leichter verschlücken könnte als O, aber die Japaner wissen ja schließlich, was sie tun. So wie immer.

 

Okay, einen Grad können wir noch hoch. „Catch“ ist schon schwer zu übertragen, aber fangen wir von vorne an. Auf Deutsch spreche ich es „Kätsch“ aus. Wollen wir das jetzt gleich ins Japanische übersetzen, stehen wir gleich vor einer großen, dicken und phätten Mauer, die sich Umlaut nennt.

Natürlich gibt es kein im japanischen Silbensystem. Gut, dachte sich die kleine Fee der japanischen Sprache, weil ich die deutsche Sprache so toll finde, lasse ich Deutschmuttersprachler ein bisschen cheaten: Statt einem darf man einfach ein KYA schreiben (und kein KE, was phonetisch dem Ganzen viel näher kommen würde, aber ich weiß schon, was ich tue)!

Jup, wir fangen bei „Kätsch“ mit einem KYA an. Niemand weiß, warum man bei dieser Aussprache ein KYA setzt, obwohl doch KE viel näher am Original liegt, aber es ist halt so. Findet euch damit ab, ich musste das auch. Der Unterschied ist, dass man zu mir gesagt hat, Japanisch sei eine logische Sprache…

Gut, jetzt wird’s noch einmal ein bisschen schwieriger. Für „tsch“ brauche ich im Deutschen zwar ganze vier Buchstaben, aber im Japanischen ist das nur ein einziger Laut, und daher auch nur eine einzige Silbe lang. Natürlich spreche ich von der CH-Spalte in der Kana-Tabelle.

Moment, was? Es gibt gar keine CH-Spalte? Ach ja… Dann müssen wir uns wohl mit dem einzigen Zeichen zufrieden geben, das ein CH besitzt: CHI. Schwächer wäre natürlich ein CHU, aber das wäre dann eine Silbenkombination aus CHI und einem kleinen YU, und dann müssten wir schon zwei Zeichen schreiben. Ein einfaches CHI reicht vollkommen für unsere Bedürfnisse.

Um das momentane KYACHI noch ein bisschen authentischer klingen zu lassen, quetschen wir ein kleines TSU zwischen KYA und CHI, damit daraus KYACCHI (bzw. KYATCHI, ist aber dasselbe) wird. Damit machen wir eine kurze Sprechpause zwischen KYA und CHI, damit der T-Laut von CHI ein bisschen härter klingt und das Wort näher ans Original bringt.

 


 

tl;dr:
Hinter „faito“ („fight“) hängt deswegen ein O, weil es – abgesehen vom N – nur Kana im Japanischen gibt, die auf einen Vokal enden. Es existiert also kein einzelnes T. Stattdessen wird es mit einem schwächstmöglichen Vokal kombiniert, in dem Fall mit einem O.

Gut, damit wäre diese Frage mehr als ausgiebig beantwortet. Um aber wirklich alles in das japanische System übertragen zu können (sogar eure Namen! Partyspiel! Yay!), bedarf es noch folgender Regeln:

  • Im Japanischen existiert kein L. Stattdessen wird alles L-ige mit R umschrieben. Ein REIAUTO ist zum Beispiel keine Automarke, sondern die japanische Umschreibung für „Layout“ („Leiaut“). Auch das erfrischende Pool („Puul“) wird einfach zum PUURU verdreht.
  • Bei englischen Worten, die schon vor längerer Zeit ins japanische Vokabelrepertoire aufgenommen wurden, erkennt man außerdem, dass alles, was ursprünglich ein „si“ oder „ti“ hatte, in SHI und CHI verwandelt wurde. Ein Single („Singl“) ist ein SHINGURU und ein Ticket („Tikett“) wird in ein CHIKETTO umgebogen. Bei neueren englischen Wörtern in der japanischen Sprache ist aber ein TI (Katakana-Kombination aus TE und kleinem I), ein TU (TE und kleines U) oder ein SI (SE und kleines I) nichts Ungewöhnliches mehr.
  • Außerdem gibt’s noch das V, das ebenfalls im Japanischen nicht existiert und mit einem B übersetzt wird. Ein Video wird zu einem BIDEO und der Vatikan zum BACHIKAN.
  • Schlussendlich bekommt auch der deutsche „ch“-Laut eine japanische Entsprechung, nämlich mithilfe eines der Zeichen aus der H-Spalte. Die Landeshauptstadt des schönen Bayern heißt in Japan MYUNHEN, und wer mir das nicht glaubt, für den erzähle ich wohl die ganze Zeit MERUHEN.

 

Gut, mit all diesen Informationen sollte es jedem möglich sein, den eigenen Namen auf Japanisch auszusprechen und mit Kana zu schreiben. Daniel wird zu DANIERU, Kerstin wird zu KERUSUCHIN, Alexander wird zu AREKKUSANDAA und Sarah wird zu SARAA. Wer es allerdings schafft, den schwierigen Namen „Karin“ auf Japanisch zu übersetzen, der… hat sich einen Keks verdient.

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Gepostet von am 10.06.2012 | 51 Kommentare

Es gibt einige Neuerungen bei meinen Reviews, weitere Infos dazu findet ihr hier.

Weiter geht’s mit der allseits beliebten Gruppe Pantsu, die wilde Verschwörungstheorien zur „neuen“ deutschen Rechtschreibung aufstellt. Wie beim letzten Mal gilt auch hier: Bewertet wird nach den aktuellen Rechtschreibregeln – ich gebe aber mit an, ob die Fehler auch nach der alten Rechtschreibung von vor 1996 Fehler wären. Beim letzten Mal machte das aber keinen großen Unterschied – schauen wir mal, ob die Gruppe dazugelernt hat.

Lokalisierung: jap. Namensreihenfolge, jap. Anrede
Versionen: 
MKV h264 (10-bit) mit Softsubs (252 MB)
Kapitel: 
vorhanden
Website: http://pantsudaisuki.wordpress.com/

Fansubportal-Profil: http://fansubdb.net/gruppe/28/pantsu
Encodingdetails: http://paste.kde.org/496346/33927662/
Gruppen-Reputation vor dem Review: 2/5

 

Encode:

Der Encode stammt in diesem Fall von Eveyuu, Pantsu hat nur sein Skript reingemuxt. Dadurch liefert die Gruppe allerdings auch den besten Encode im Testfeld, denn bei Eveyuu war ein fähiger Encoder am Werk. Es gibt kein Banding, kaum nennenswerte Bewegungsartefakte (abgesehen von denen, die bereits in der .ts-Source drin waren) und wunderbar scharfe Konturen ohne Überfilterung.

Bewertung für Eveyuu: sehr gut

 

Timing:

Mir sind am Anfang ein paar kleinere Ungereimtheiten aufgefallen (Zeilen blendeten einen Tick zu früh ein/aus), aber ansonsten war eigentlich alles stimmig und sauber.

Bewertung: gut

 

Typeset/Styling:

Logo und Types sind hübsch gestaltet, die Fontwahl ist ebenfalls wunderbar. Der Schatten beim Vorschautitel könnte etwas dunkler sein, so wie im Original, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Auch beim Styling gibt es nichts zu Meckern, der Font ist sehr gut lesbar, der Abstand zum unteren Rand ist augenschonend gewählt und der Second-Voice-Style hebt sich gut vom Mainstyle ab.

Bewertung: sehr gut

 

Karaoke:

Die OP-Karaoke ist farblich passend gestaltet und sieht prima aus, auch wenn mir die von SN-Subs einen Tick besser gefallen hat. Beim ED sieht es allerdings nicht so rosig aus, denn hier wurde einfach die Übersetzung ohne jegliche Gestaltung ins Bild geklatscht, was nicht wirklich hübsch rüberkommt. Hier hätte man farblich toll mit den wechselnden Farben im Bild variieren können.

Bewertung: befriedigend

 

Qualität der Untertitel:

Zuerst einmal scheint die Übersetzung weitestgehend fehlerfrei zu sein. Kein Wunder, als Übersetzungsquelle wurde hier ja auch der Sub von Eveyuu verwendet, nicht der Mist von Commie. Ansonsten ist die sprachliche Qualität schwankend. Es gibt ein paar richtig schöne Sätze, aber auch einige, die daneben klangen.

Direkt am Anfang blickt dem Zuschauer bereits dieses sprachliche Ungetüm entgegen.
„Du bist hier derjenige, der nicht so isst wie sonst auch.“

Ein Argument der Alte-Rechtschreibung-Verteidiger ist ja oft, dass die das/dass-Regel schwer zu merken ist, da „das“ und „dass“ angeblich schwerer auseinandergehalten werden können als „das“ und „daß“. Dieser Satz widerlegt dieses Argument wunderbar. Und er klingt zudem auch noch doof.
„Erstens scheint es, als würden Zombies keinen Schlaf brauchen.“

„Sie duscht, obwohl sie nicht schwitzt.“  – Gewöhnt euch dieses blöde „auch wenn“ ab, Kinder.

Der Satz ist eigentlich zusammengehörig und lässt sich auch problemlos so schreiben:
„Im Gegenzug dafür, dass du mich filmen darfst, hörst du dir meine Bitte an, in Ordnung?“

„Well, it’s not every day that I can get you to buy me something.“
Habe hier mal die englische Zeile rausgesucht, um zu verdeutlichen, dass es sich bei diesem Satz um eine Wort-für-Wort-Übersetzung aus dem Englischen handelt (zumindest der erste Teil), die mit korrekter deutscher Grammatik nicht mal mehr im Ansatz etwas gemein hat.
„Du gehst schließlich nicht jeden Tag mit mir Sachen kaufen.“ 

Ist vielleicht mal wieder irgendein regionaler Begriff, aber so was sollte man einfach abstellen, wenn man für den gesamten deutschsprachigen Raum subbt. Die korrekte Bezeichnung lautet „Abschiedsparty“.

Wenn bei einem dass-Satz der Hauptsatz nach dem Nebensatz folgt, ist in der Regel kein Artikel zu Beginn des Hauptsatzes notwendig/ratsam, so auch hier.

Auch hier ist mir mal wieder unverständlich, warum ein zusammengehöriger Satz in einen Krüppelsatz, der nur aus einem Nebensatz besteht, und einen normalen Hauptsatz aufgeteilt wurde.
„Sobald Rea alleine ist, treten Sie in Aktion.“

„davor zu bewahren“ (vor dem warmen Wetter) wäre hier wohl passender. 

 

Weitere Fehler im Skript:

2:44 – Mußt Musst du mich wirklich beim Essen filmen? [wird nachfolgend nicht mehr angemerkt, kommt insgesamt 6x vor]
2:55 – Iss einfach wie sonst auch.
2:59 – Hey, Chihiro[.][!] 
4:47 – macht Rea wahrscheinlich das selbe dasselbe… [auch nach alter Rechtschreibung]
6:11 – Sicher… solange Solange alles zusammen unter 10.000 Yen bleibt.
6:35 – Sie riskiert das, nur um Shoppen shoppen zu gehen… [auch nach alter Rechtschreibung]
6:51 – Ja, deshalb meine ich, daß dass dir die Farbe gut stehen würde. [wird nachfolgend nicht mehr angemerkt, kommt insgesamt 11x vor]
7:00 – Es paßt passt perfekt. 
9:01 – Oh, Hallo hallo. [auch nach alter Rechtschreibung] 
9:18 – Ich war mit meiner Morgeschicht Morgenschicht fertig, daher… 
9:35 – Ich fragte sie, ob sie lieber Baden baden oder Teetrinken Tee trinken gehen möchten. [auch nach alter Rechtschreibung]
10:15 – Die Hitze wird dich bewußtlos bewusstlos machen.
10:56 – Nun… sicher Sicher doch. [auch nach alter Rechtschreibung] 
11:00 – Wo sollen wir als nächstes Nächstes hingehen? [auch nach alter Rechtschreibung] 
11:52 – Aber es ist etwas rauh rau an den Kanten. 
An dieser Stelle habe ich übrigens realisiert, dass es sich hier ja um Softsubs handelt und ich die Zeilen gar nicht abtippen muss. Fuck this gay earth ;_;
13:12 – Oh, und vielleicht sogar zur Schule gehen und[,] … du weißt schon[,] … mehr Sachen machen wie ein normales Mädchen.
13:52 – Auch wenn ein Zombie versucht[,] zu weinen, kommen keine Tränen raus. 
13:57 – Ist… das so[…][?] 
14:23 – Rea[.][…] 
15:37 – Schließlich kann ich nicht mehr das selbe dasselbe wie Furuya-kun essen. [auch nach alter Rechtschreibung] 
17:17 – Vergeßt Vergesst das, verfolgt sie schnell!
17:24 – Äh, wo gehen wir hin[…][?] 
17:33 – Laß Lass uns unsere Freizeit mit Stil verbringen, draußen im strahlenden Sonnenlicht! [auch nach alter Rechtschreibung] 
18:15 – Überlaßt Überlasst mir den Jungen! [auch nach alter Rechtschreibung] 
19:20 – Rea[.][…] 
21:46 – Es ist soweit so weit

Bewertung (Übersetzungsqualität): befriedigend
Bewertung (Rechtschreibung/Grammatik/Interpunktion): ausreichend

 

Fazit:

Endnote: 4+ (ausreichend)
Gruppen-Reputation nach dem Review: 2/5

Auch hier gilt wieder: Selbst wenn man die Fehler, die nach alter Rechtschreibung korrekt wären, abzieht, bleiben noch genug Fehler übrig, dazugelernt hat die Gruppe also nicht wirklich. Wen die alte Rechtschreibung nicht stört, der kann sich bei der Endnote eine „3-“ hindenken. Besser als der Sub von SN-Subs ist dieser hier aber auch nicht. Nur weniger Augenkrebs, durch den besseren Encode.

 

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Gepostet von am 10.06.2012 | 16 Kommentare

wait wha-

Tasogare Otome × Amnesia #09 (Projektseite)
HD (720p): Torrent | DDL | XDCC #881

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Gepostet von am 10.06.2012 | 8 Kommentare

Es gibt einige Neuerungen bei meinen Reviews, weitere Infos dazu findet ihr hier.

So, mal sehen, wie viel ich von der Frühlingsseason so schaffe. Los geht’s mit Sankarea, und zwar zuerst mit den drei Gruppen, die halbwegs aktuell sind (SN, Pantsu und Chinu). Die beiden Slowpoke-Gruppen (Lazy/YnK und RoMA) werden im Anschluss bewertet.

Lokalisierung: jap. Namensreihenfolge, keine jap. Anreden
Versionen: 
MP4 h264 (8-bit) mit Hardsubs (263 MB), AVI XviD mit Hardsubs (192 MB)
Kapitel: 
nicht vorhanden
Website: 
http://shinigami-neko-subs.eu/
Fansubportal-Profil: http://fansubdb.net/gruppe/22/sn-subs
Encodingdetails: http://paste.kde.org/496148/25661013/
Gruppen-Reputation vor dem Review: n/a

 

Encode:

Mal wieder ein typisch deutscher Encode: Niedrige Encode-Einstellungen, die besonders bei viel Bewegung hässliche Artefakte und Gematsche erzeugen, extrem starkes Banding (siehe Bild 1), viele Artefakte in dunklen Szenen (siehe Bild 2). In hellen Szenen ist es halbwegs ansehnlich, aber Sankarea enthält nun mal auch viele dunkle Szenen. Wie man an den Encode-Einstellungen sieht, wurden hier wohl mal wieder einfach irgendein vorgefertigtes MeGUI-Profil verwendet, anstatt sich selbst Gedanken zu machen. Ich hab letztendlich schon Schlimmeres gesehen, schön sieht’s aber trotzdem nicht aus.

Bewertung: (noch) ausreichend

 

Timing:

Die Zeilen setzen passend ein und blenden zum richtigen Zeitpunkt aus, gelinkt wurde ebenfalls. Störend ist allerdings, dass oftmals am Keyframe vorbeigetimed wurde, wodurch das Timing zum Teil sehr unsauber wirkt.

Bewertung: befriedigend

 

Typeset/Styling:

Die Fontwahl und Gestaltung des Logos ist pass… von Commie geklaut worden. Ansonsten gab es nur die Episodentitel, die ordentlich aussehen, sowie den fehlenden „Video[thek]“-Type, den man sich mit unserem Japanischkurs selbst hätte zusammensetzen können (hiermit und hiermit).

Der Mainstyle-Font sieht zwar an sich schick und passend aus, blöderweise ist er dauerkursiv und es wird nicht zwischen Mainstyle und Gedankenstyle unterschieden, was zum Teil irritierend sein kann. Des Weiteren klebt die Schrift viel zu weit unten am Bildschirmrand, was auch nicht gerade angenehm für die Augen ist.

Bewertung: befriedigend

 

Karaoke:

Sehr simpel, aber sowohl im OP als auch im ED farblich superpassend und absolut schick, sowohl bei der Fontwahl als auch beim Styling. Im ED gab es leider ein paar kleine Fehlerchen, einmal verschwand für eine Zeile die Übersetzung (siehe Bild 3), außerdem fadeten manche Zeilen ein, andere wiederum nicht, was etwas uneinheitlich wirkte.

Bewertung: gut

 

Qualität der Untertitel:

Bei der Übersetzung handelt es sich wieder mal um so eine, bei der Potenzial zu sehen ist, welches allerdings dadurch zunichte gemacht wurde, dass man sich zu sehr an den englischen Sub geklammert hat und entsprechend viele merkwürdige Satzkonstruktionen auftauchen (auch wenn die sich hier halbwegs in Grenzen halten). Problematisch ist vor allem, dass man hier offenbar Commie als Übersetzungsvorlage genommen hat (wie alle anderen Gersub-Gruppen auch – glaube ich zumindest), die bei dieser Serie grandios versagt haben. Wenn selbst mir mit meinen eher geringen Japanischkenntnissen eklatante Übersetzungsfehler auffallen, dann muss das schon was heißen. Aber da man in der dt. Szene stets schnell fertig werden möchte und dafür auch gerne mal auf Qualität scheißt, wollte offenbar keine Gruppe auf die guten Subs von EveTaku warten.

„Heutzutage kenne ich nichts Beständiges. Alles, was ich anstrebe, ist etwas Freude in/zwischen/neben meiner Traurigkeit.“ 

Das „zusammen mit dir“ ist kein eigenständiger Nebensatz, die Kommata sind also überflüssig. Des Weiteren stört mich hier erneut, dass in der Songübersetzung mal wieder zum Großteil auf Satzzeichen verzichtet wurde. Ich kann mir immer noch nicht erklären, warum manche Gruppen der Meinung sind, Songtexte bräuchten keine Satzzeichen.

Hatten wir schon vorhin im Natsume-Review: „seit meiner Kindheit“ klingt wesentlich besser. Ansonsten müsste hier das „seitdem ich ein Kind war“ in Kommata eingeschlossen werden, da es sich um einen Nebensatz handelt.

Frage: Wer hat den Satz auf Anhieb verstanden oder wusste, nachdem er die erste Zeile gelesen hatte, sofort, worauf der Satz hinausläuft? Also ich musste hier zweimal nachlesen, um den Satz zu verstehen – und das nur, weil nach „typisch“ ein popeliges Komma fehlt.

Hier haben wir noch den Bezug zum „Film“ in der ersten Zeile, daher muss das „coolen“ kleingeschrieben werden.

Es ist ja in Ordnung, auf eine Untertitelung von englischem Text in einem englischen Sub zu verzichten. Aber ihr produziert hier deutsche Subs. Wenn also selbst die Japaner Untertitel bekommen, warum dann nicht auch die Deutschen?

„Er hasste es, etwas zu tun“, klingt absolut dämlich. Hier gäbe es so viele schönere Varianten, z.B. „der keine Lust auf irgendwas und keine Freunde hatte“.

Wenn man von einer Krankheit spricht, sagt man üblicherweise „Es ist nichts Ernstes“.

„gerufen“ ist hier wohl der falsche Ausdruck. Eher: gebeten/herbeordert/etc… Wieder mal so eine Zeile, bei der man sich zu sehr an die engl. Vorlage geklammert und wortwörtlich übersetzt hat („I was called…“).

Dann hoffe ich, dass du es auch zustandebringen kannst, den Stock aus dem Arsch zu nehmen.
„Ich kann auch höflich sein.“ / „Ich schaff es auch, höflich zu sein.“

Mitspracherecht bekommt man „bei“ etwas, nicht „über“ etwas.

Grausig, dieser Satz.
„Ich hab die Nase voll von dir.“ / „Du gehst mir langsam auf den Sack.“ / „Das wird langsam albern.“

„Ich zwang mich selbst dazu, nett zu ihm zu sein.“

„Willst du ihn etwa allein spielen lassen, obwohl er uns extra besucht hat, um mit dir zu spielen?“

Liebe deutsche Übersetzer: Ihr müsst nicht krampfhaft jedes „oi“ oder „ano sa“ (wie in diesem Fall) mit „Hey“ übersetzen, sondern könnt da, dank der Vielfalt der deutsche Sprache auch wunderbar variieren und deutlich passendere Formulierungen wie „Sag mal, Chihiro…“ verwenden.

„Erinnerst du dich daran, als wir uns das erste Mal an den Händen hielten?“

„Sie bestellt ziemlich oft was bei uns.“

 

Weitere Fehler im Skript:

0:09 – Dieser dumme Chihiro[.][…]
2:46 – Ich bin im zweiten Jahr auf der Sanka Mädchenschule Sanka-Mädchenschule.
3:04 – Danke, dass sie uns beerht beehrt haben. 
3:38 – Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, ihr beide wärt ein frisch verheirates verheiratetes Pärchen. 
5:33 – Chihiro[.][…]
6:39 – Chihiro[.][!] 
8:02 – Was für ein Versager[.][…] 
8:29 – Er ist so eine Heuelsuse Heulsuse
8:39 – Ungeachtet meiner Erwartungen[,] hat sich mein Prinz als Zombie-Freak entpuppt,
8:49 – Friedhöfe machten ihn ihm[,] auf Grund aufgrund des Ortes, an dem er aufwuchs, keine Angst,
9:03 – Nicht doch, es ist ein großer Spaß, nach einem stressigen Tag hierher zu kommen hierherzukommen.
10:22 – Dankeschön Danke schön, Ranko. 
11:23 – Ei.. Ein E-Ein Date? 
11:52 – Gott verdammt Gottverdammt nochmal noch mal
12:18 – Er ist so lahm[,] wie es nur geht, ein Zombie-Freak, unsozial, er macht nichts produktives Produktives und was er macht, macht er schlecht.
12:52 – Als ich sechs war, setzte sich mein Vater in den Kopf, mit uns und dem Gasthof von Chiba hierher zu ziehen hierherzuziehen.
13:16 – Chihiro[.][!] 
13:32 – Wir sind nun wie Nachbaren Nachbarn
14:00 – Hey, Ranko[.][…] 
14:55 – Chihiro[.][?] 
16:17 – Es ist nicht auf englisch Englisch
16:46 – Ranko[.][!] 
18:58 – Man Mann, er geht mir auf die Nerven. 
19:02 – Chihiro[.][!] 
20:23 – Geh nachhause nach Hause, wenn du willst. 
21:15 – Sei ernsthafter[,] was das anbelangt! 

Bewertung (Übersetzungsqualität): befriedigend
Bewertung (Rechtschreibung/Grammatik/Interpunktion): ausreichend

 

Fazit:

Endnote: 4+ (ausreichend)
Gruppen-Reputation nach dem Review: 2/5

Wieder einmal wurde ein eigentlich recht brauchbares Skript durch unglaublich unaufmerksame QCer (falls es überhaupt welche gab) versaut. Hätte man zudem eine bessere Übersetzungsquelle gewählt und sich mehr Mühe dabei gegeben, individuelle Sätze zu formulieren, anstatt sich krampfhaft an die englische Quelle zu klammern, hätte hier auch was draus werden können. Aber so kann ich diesen Sub nicht weiterempfehlen, es sei denn, die anderen Subs zu dieser Serie sind ebenfalls misslungen.

 

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Gepostet von am 09.06.2012 | 18 Kommentare