HALLO ZUSAMEN!!!!! LEBERWURST XD ICH HEISSE SCHAKELINE nd ihc bin ein wahnsinnig psycho patisches FANGIRL und ich habe psyho und bin HYPARAKTIV! MEIN LIBLINGS SERIE IST SANIC ICH LIEBE SANIC ER IST MEIN FREUND ICH WILL DAS ER MIHC RETET WIE CHRIS-CHAN!!!!! ihc mahg auch supersoniko, vampire knight, und nanone! und chaotisch sein! LEBERWURST! ICH MAG VERGEWOHLTÄTIGUNG UND JUNGS DIE SEKS HABEN SO SCHARF OMG! IHC BIN AUCH brony und swagger und LÜP ES TOTAL BEHINDERT ALLES GROS ZU SCHREIBEN!!!!! XD XD XD

Ich lebe in POLEN ABER NICHT SO GUT WIE JAPAN und ich lüp das japanesische wi tentakelhentai und daiz und wann ihc gross bin will ich ein manga werden!!! I CH BIN AUCH GRAU ASEXUELL UND PANROMANTISCH UND POLYAMORISCH UND GENDERDOX UND AGENDER UND HAB HITLER ALS HEADMATE UND WEN DU GLAUBST DAS IST EIN PROBLEM DANN LAUB WEG!

Ich hab außerdem hyparaktiv und ppsycho und einen animexx account. OH SCHAU EINE REICHSMARK XD

TSCHÜSSI MEINE KLEINEN KOMMUNISTENJUDEN!

Hidamari Sketch x Honeycomb (Projektseite)

Episode 04: 15. September: Chance auf einen Fotosieg!! Miyako wird gewinnen!!
HD (720p, 10-bit): Torrent | DDL | XDCC #1318

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Gepostet von am 03.09.2014 | 11 Kommentare

 

Japanisch für den allergrößten Volltrottel, der sich niemals fortpflanzen sollte

Kapitel 57-

Größer wie deiner

 

Ja, stimmt schon, den Witz im Titel hab ich in diesem Kapitel schon mal gerissen, aber das liefert mir eine wunderbare Ausrede, den Artikel zu verlinken, weil er etwas mit dem heutigen Thema zu tun hat. Lies ihn also. Ja, auch du… Ach, den Witz hab ich auch schon zu oft gerissen. Egal, lies!

Gelesen? Brav, dann hast du schon den Großteil von Kapitel 57 verstanden. Es geht diesmal nämlich um den Komparativ und Superlativ von Adjektiven. So viele Worte mit -tiv lassen dein Gehirn explodieren? Keine Sorge, die Schulgrammatik hat sich auch deutsche Wörter dafür einfallen lassen, damit sich Leute mit dem IQ einer Scheibe Brot (wie du!) solche total schwierigen Römerworte merken können. Die spinnen, die Lateiner!
Kurz: Es geht um die Mehrstufe („größer“) und die Meiststufe („am größten“) von Wie-Worten. Lange Einleitung ist lang.

Wie man den Komparativ („Mehrstufe“) bildet, weiß man eigentlich schon, wenn man im oben verlinkten Artikel schmökert. Das hast du doch getan, oder?
Jedenfalls kann man in einem japanischen Satz mit より und の方が bereits so ziemlich jeden Vergleich ziehen, den man sich ausdenken kann. Hans hat ein teures Auto? 俺の方が高い。 Berta ist dick? ベルタよりペーターの方が太い。 Nachts ist es kälter als draußen? 閲覧者を混迷させないでよ。
Dadurch erkennt man aber ziemlich schnell, dass diese Art von Vergleich wenig mit unserem deutschen Verständnis eines Komparativs zu tun hat. Gut, einerseits verändert man im Deutschen das Wort selbst („Flexion“), aber der größte Unterschied ist doch, dass man im Japanischen augenscheinlich ein Subjekt braucht, um bloß den Komparativ eines Adjektivs darzustellen. Im Deutschen sag ich einfach: „Schlauer! Schneller! Gefräßiger!“ Im Japanischen will das irgendwie nicht so recht klappen, weil man weder より noch の方が ohne ein Objekt oder Subjekt verwenden kann. Ist halt so.

Aber was ist, wenn ich euch erzähle, dass es auch ohne より und の方が geht? Und was ist, wenn ich euch erzähle, dass diese Satzeinleitung jeder mit der Matrix-Trilogie verbindet, aber nie in einem einzigen der Filme vorkam?

Nun, es geht auch mit dem Adverb もっと. Das bedeutet ganz simpel „mehr“ und kann man alleinstehend oder in Verbindung mit dem anderen Quatsch verwenden, den wir uns bereits angeschaut haben. もっと ist allerdings etwas informeller als die hübschere Variante mit einem reinen より und/oder の方が.

 

Grundform Komparative Verwendung mit もっと
涼しい
suzushii
kühl
もっと涼しい
motto suzushii
kühler
暖かい
atatakai
warm
もっと暖かい
motto atatakai
wärmer
古い
furui
alt
君の母よりもっと古い
kimi no haha yori motto furui
älter als deine Mutter
遅い
osoi
langsam)

おれのインターネット接続のほうがもっと遅い
ore no intānetto setsuzoku no hou ga motto osoi
Meine Internetverbindung ist langsamer. In einem Monat zieh ich in ein Studentenheim, da werd ich dann erfahren, was „langsames Internet“ überhaupt bedeutet! D:


Joa, einfach ein もっと vor das Adjektiv setzen und ihr könnt in die Ecken eurer japanischen Sätze hineinkomparieren, was das Zeug hält.

Bevor ich nun zum Superlativ übergehe und weil es noch ein kleines Detail von より gibt, das aber zu klein ist, um es in einem eigenen Kapitel zu erklären: より ist auch ein Adverb, das man vor ein Adjektiv oder ein anderes Adverb setzen kann, um daraus den Komparativ zu zaubern. Beispiel: 彼はフランス語がより上手です。 – „Sein Französisch ist besser“; naichの日本語授業を読むのはよりつまらない。 – „naichs Japanischkurs zu lesen ist langweiliger“;

Und wie geht jetzt der Superlativ? Die Meiststufe? Wer glaubt, man könnte es mit einem einfachen, kurzen Adverb ebenso simpel lösen wie beim Komparativ, der… hat recht. Zumindest zum Teil.

Es geht zwar schon mit dem Wort もっとも (und anhand des Kanji kann man oft erkennen, dass das entsprechende Adjektiv ohnehin nur in Superlativform existiert, zB bei 最高, also saikou („am besten“)), aber natürlich haut uns die kleine Fee der japanischen Sprache mal wieder einen Höflichkeitsfelsen in den Weg. Nur, dass dieser Felsen höchstens die Masse eines Kieselsteins besitzt, denn es gibt eine höfliche Variante von もっとも, die man einfach anstelle dessen einsetzt. Sie heißt 一番. So steht es zumindest im Wörterbuch, in Wahrheit hört man aber 一番 auch unter Freunden viel öfter als もっとも.

 

Grundform Superlative Verwe-


Halt! Bevor sich die nervige Beispieltabelle einschleicht, gibt es noch zu sagen, dass eine dritte Möglichkeit für die Superlativbildung existiert. Sie ist definitiv die interessanteste von allen und zeigt mal wieder, wie geschickt man sprachliche Regeln verwenden kann, um etwas Bestimmtes auszudrücken. Nehmen wir doch als Beispiel: „Ich bin am bravsten.“ (Der Wahrheitsgehalt tut übrigens nichts zur Sache.) Was impliziert denn diese Aussage im Umkehrfall? Sie impliziert, dass niemand braver ist als ich. Ist klar, wenn ich am bravsten bin, stehe ich auf Santa Claus’ Liste der artigen Kinder ganz oben und alle, die darunter kommen, sind, wenn auch nur ein Funken, weniger brav als ich. Diesen „Umweg“ nimmt sich die japanische Sprache zum Vorbild. Ich bin der bravste? Pah! Lieber: „Ich bin braver als jeder (andere)!“ Die kleine Fee ist entzückt!

Praktischerweise wissen wir schon, wie man solche Aussagen beschreibt: Mit dem netten, kleinen Satzkonstrukt, das im oben verlinkten Artikel beschrieben ist. Konkret geht das mit 誰より und 何より. Jetzt darfst du, Beispieltabelle.

 

Grundform Superlative Verwendung

暗い
kurai
dunkel

もっとも暗い
mottomo kurai
am dunkelsten

狭い
semai
eng

もっとも狭い
mottomo semai
am engsten

辛い
karai
scharf, würzig

一番辛い
ichiban karai
am schärfsten

柔らかい
yawarakai
weich, sanft

一番柔らかい
ichiban yawarakai
am weichsten

太い
futoi
dick
誰よりも太い
dare yori mo futoi
am dicksten
(wörtl.: „dicker als irgendein anderer“; an wen hab ich wohl wieder gedacht?)
興味のない
kyoumi no nai
langweilig
何より興味のない例題
nani yori kyoumi no nai reidai
die langweiligsten Beispiele
(mehr oder weniger wörtl.: „Beispiele, die langweiliger als alles Mögliche sind“)

Ende.

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Gepostet von am 01.09.2014 | 39 Kommentare

Neues Flash über Mütsch ohne Grund oder Anlass. Hat Stunden gedauert, das Ding zusammenzukleistern, also seht es euch gefälligst an. Narf.

Ach ja, und Haikyuu 06 gibt’s auch noch, aber mir ist die Serie ziemlich egal. Ladet euch die Folge also nicht runter.

Haikyuu!! (Projektseite)

Episode 06: Ein interessantes Team
HD (720p, 10-bit): Torrent | DDL | XDCC #1311

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Gepostet von am 19.08.2014 | 13 Kommentare

 

Japanisch für den allergrößten Volltrottel, der sich niemals fortpflanzen sollte

Kapitel 56-

SOCK! POW! BONG! Die Abenteuer von Adjektivman & Adnomin

 

Mal gucken, wie lang das Kapitel wird. Wahrscheinlich nicht sehr lang, weil’s dazu nicht viel zu erzählen gibt und ich wenig zu schreiben habe. Umso besser für mich! Suck it, noobs!

Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch an Kapitel 54, in dem es um die Einsatzmöglichkeiten von japanischen Adjektiven ging. Ihr wisst schon, dieses eine Kapitel, in dem es lustige Bilder gab und in dem ich nachträglich über 9000 Rechtschreib- und Grammatikfehler ausbessern musste. Ja, genau das. Gibt ja nur 55 Artikel zu Auswahl. Wer sich nicht erinnern kann, weil er das Kapitel bisher übersprungen hat, ein verdammt langsamer Leser ist oder einfach von der byzantinischen Gottheit Dementia besucht wurde (Aber nehmt mich hierbei nicht beim Wort), klickt nun bitte auf den Link und liest, wie man Adjektive in der japanischen Sprache verwendet. Ja, auch du. Und du. Ja, sogar du diesmal, weil die Rechtschreibfehler schon ausgebessert wurden. Ha!

Jedenfalls haben wir darin behandelt, dass man Adjektive in prädikativer („Ernst ist ernst„), attributiver („toller Tolbert“) und adverbialer („dumm grinsen“) Form verwenden kann, und das ist auch gut so. Wenn man bedenkt, dass man diese Adjektive allesamt ziemlich flexibel verbiegen kann, um daraus Verneinungen, Vergangenheitsformen usw. zusammenzuflicken, muss man schon zugeben, dass japanische Adjektive die Superhelden in dieser Sprache sind! Und was braucht jeder Superheld? Natürlich einen kleinen, nervigen Sidekick ohne Selbstwertgefühl, der immer zu seinem Idol aufsieht, aber nie selbst was auf die Reihe kriegt. Dieser Sidekick sind im Japanischen die sogenannten Adnomen.

Japanischen Adnomen (連体詞, rentaishi) sehen oberflächlich erst mal aus wie ganz normale na-Adjektive, es fehlt ja schließlich das am Ende. Sie sehen normal aus, bis man merkt, dass sie in allen Beispielen, die man findet, als Attribut gebraucht werden. Und das fehlt irgendwie auch ständig. Das ist auch schon die erste Besonderheit von Adnomen: Sie können NUR in attributiver Form verwendet werden. Man wird sie in freier Wildbahn nie als Prädikat oder Adverb sehen, das wär grammatischer Unfug. Weil ist so.

Na ja, eigentlich hat das schon einen Grund, und dieser lautet Konjugierbarkeit. Adnomen kann man nämlich nicht, wie ich oben so schön geschrieben hab, in andere Formen biegen, wie man gerade lustig ist. Sie sind statisch und vollkommen unflektierbar. Ein Wort aus einer eigenen Adjektiv-ähnlichen Wortgruppe, das sich weder verneinen noch flux-kompensieren noch ver-„höflichen“ lässt, ist daher verdammt ungeeignet für den prädikativen Einsatz. Ich will ja schließlich auch sagen können, dass mein Bauch nicht groß ist oder groß war. Aber die kleine Fee der japanischen Sprache knallt uns da mit Trillerpfeife im Mund ein Stoppschild ins Gesicht.

Diese zwei Eigenschaften (nur als Attribut und unflektierbar) haben alle Adnomen gemeinsam. Das bedeutet, dass sie mit Adjektiven eigentlich fast nichts zu tun haben. Diesmal ist es aber nicht meine Schuld, dass die Allegorie am Beginn ziemlicher Stuss ist, denn fast überall im Internet werden Adnomen mit stinktnormalen Adjektiven verglichen. Ich denke, das hat einen ganz bestimmten Grund, aber der folgt nach der üblichen Verständnis-Beispieltabelle.

Wort Verwendung
とある
toaru
bestimmte/r/s, gewisse/r/s

とある錬金術のフットノート
toaru renkinjutsu no footnote
eine gewisse alchemistische Fußnote. (Die Anspielung versteht sicher niemand!)

この/その/あの/どの
kono/sono/ano/dono
siehe hier; funktioniert auch mit ~nna
あの魔法の足の爪はあたしのです!
ano mahou no ashi no tsume wa atashi no desu!
Dieser magische Fußnagel gehört mir!
いわゆる
iwayuru
sogenannte/r/s
いわゆる「ロリ」とは人間存在の進展だ。
iwayuru „Loli“ to wa ningensonzai no shinten da.
Sogenannte „Lolis“ sind die nächste Evolutionsstufe des menschlichen Daseins.

大した
taishita
groß, außergewöhnlich

お前のゾンビ軍隊、大したもんじゃん!
omae no zombie guntai, taishita mon jan!
Coole Sache, deine Zombiearmee!
単なる
tannaru
bloß, nur
あの「ゲッビお兄ちゃん」という男は単なる偽者よ。
ano „Gebbi-onii-chan“ to iu otoko wa tannaru nisemono yo.
Dieser „Brüderlein Gebbi“ ist doch nichts weiter als ein Hochstapler.
大きな
ookina
groß
南アのステップの虫は中々大きな昆虫である。
nan’a no suteppu no mushi wa nakanaka ookina konchuu de aru.
Südafrikanische Steppenwürmer sind recht große Insekten. (Beispielsatz © Gebbi
)


Auf den letzten Satz wollte ich oben hinaus. Da steht ein verdammtes am Ende von 大きな, also muss das ein na-Adjektiv sein!!!!111einself

Nein, das ist eben genau der Fehler und gleichzeitig der Grund, warum Adnomen so oft mit na-Adjektiven verglichen werden. Weil 大きな (und 小さな übrigens auch) ein hinten dranstehen hat. Wenn das nicht der bescheuertste Grund des Jahrhunderts ist. Aber ich kann euch versichern, 大きな und 小さな sind Adnomen.
Ich bin naich, ihr könnt mir vertrauen.

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Gepostet von am 12.08.2014 | 34 Kommentare

 

Japanisch für den allergrößten Volltrottel, der sich niemals fortpflanzen sollte

Kapitel 55-

Verdammt noch mal, Peter, jetzt hör mal auf zu essen

 

Stellen wir uns für einen Moment mal vor, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn wir den Kapitalismus besiegt haben und gemeinsam in einer Kommune für den Staat arbeiten. Marx und Lenin würden lächelnd vom Himmel auf uns herabsehen und sich darüber freuen, wie wir unseren persönlichen Besitz aufgegeben haben und uns dem Volk als Eins widmen. Doch wie uns die Vergangenheit gelehrt hat, ist so ein perfekter Marxismus viel zu labil, um ihn lange zu halten, und schließlich werden wir mit unserem neuen Diktator in einen dritten Weltkrieg geführt, der die halbe Erde in einen nuklearen Winter versenkt.

Meine Metaphern sind mies…

Ich schreibe hier einen verdammten Sprachkurs und vergess dabei die Bezüge zur Sprache, genial. Was ich damit sagen wollte, ist, dass wir mal für einen Moment so tun sollen, als gäbe es keinen grammatischen Besitz, keinen Possessiv in irgendeiner Form und Weise. Im konkreten Fall der japanischen Sprache würde ich damit wohl meinen, dass wir auf verzichten. Zur Erinnerung: ist die japanische Possessivpartikel, die einen Besitz oder eine Zugehörigkeit anzeigt. (クルトの猫 -> Kurts Katze; 私の財布 -> Meine Brieftasche etc.) Hier hab ich’s etwas genauer erklärt.

Was machen wir da? Nun, es gibt im Japanischen eine Art Umweg über eine recht oft verwendete Satzkonstruktion, die hier im Kurs bisher aber noch nie erwähnt wurde. Die Rede ist von:

SUBJEKT は OBJEKT が PRÄDIKAT

Und bevor ich nun näher darauf eingehe, sollte sich jeder Leser, der nicht weiß, was und aussagen bzw. was der Unterschied ist, dieses Kapitel durchlesen. Ich mein’s ernst, klick den Link. Wirklich jetzt, klick drauf und lies. Ja, auch du. Und du auch. Ne, du nicht, du besserst mir ja bloß wieder nur Rechtschreibfehler in alten Artikeln aus.

Gelesen? Gut.

Wie wir jetzt alle wissen, wird in all den Lehrbüchern und Erklärtexten über das Wörtchen immer die direkte Übersetzung mit „was… betrifft“ erwähnt. Das hilft uns in dem Fall sehr gut weiter, weil es den Unterschied zwischen einem Subjekt und einem Satzthema deutlich macht. Holen wir uns doch mal wieder unseren Lieblings-Beleibten als Beispiel her. Hey, Peter!

„Ja?“

„ペーターは腹が大きい。“

„Äh, danke!“

Ach, Peter, du musst noch ’ne Menge lernen. Wie üblich hab ich ihn natürlich mal wieder beleidigt, und zwar wortwörtlich mit „Peters Bauch ist groß“. So einen seltsamen Satz könnt ihr aber gleich wieder aus euren Gedächtnissen streichen…

„Ey, du Trottel, in dem Satz is ja ’n ’Peters’ drin! Haste nich grad noch gesagt, wir verzichten auf ’nen Possessiv, du Penner?“

Halt endlich mal dein fettes Maul, dummer, vorlauter Schüler. Du hast dich in 55 Kurskapiteln schon so oft gemeldet, du bist mittlerweile ein schlimmerer Running Gag als die kleine Fee der japanischen Sprache. Aber ehrlich gesagt hast du recht, in der Übersetzung steht „Peter“ im sächsischen Genitiv, obwohl wir in der japanischen Version auf die Possessivpartikel verzichten. Daran ist aber nicht die Übersetzung schuld, sondern die deutsche Sprache. Wir können so einen Satz im Deutschen nicht aussagen und gleichzeitig auf eine Besitzanzeige verzichten. Es sei denn natürlich, wir verwenden, wie oben erwähnt, die Konstruktion mit „was… betrifft“, dann würde der Satz nämlich folgendermaßen aussehen:

„Was Peter betrifft, der Bauch ist groß.“

Um welchen Bauch es sich handelt, geht also technisch gesehen nur aus dem Kontext hervor, praktisch wird das gesamte Satzkonstrukt aber immer als fester Ausdruck gewertet und das Subjekt „gehört“ immer dem Satzthema. als Thema des Satzes nennt also (aus Mangel an einem aufschlussreicheren Wort) das übergeordnete „Thema“ der kompletten Aussage, während das Subjekt mit genauer spezifiziert, worüber eigentlich eine Behauptung gemacht wird.

Aber diese Konstruktion muss nicht immer einen direkten Besitz ersetzen. Manchmal kann man damit auch Dinge aufzeigen, die nicht unbedingt physisch zum Satzthema zuordenbar sind. Erinnert sich noch jemand an Haganai? Diesen dummen Anime über einen Schulklub voller Leute ohne Freunde? Mit diesem weiblichen Hauptcharakter, von dem du ’ne Menge Fan-Zeichnungen in deinem versteckten Ordner verstaut hast? Die Serie heißt mit vollständigem Namen 僕は友達が少ない. Da 少ない ein i-Adjektiv ist und sich der Titel daher nicht anständig ins Deutsche übersetzen lässt (außer, man findet „Meine Freunde sind wenig“ einen tollen Titel), kann man auf eine Besitzanzeige verzichten und einfach „Ich habe nicht viele Freunde“ sagen. Wieder gilt: 僕は ist quasi die Wurzel im Aussagenbaum, die das allgemeine Satzthema vorgibt, und 友達が ist der Ast, der konkreter an die Sache herangeht und etwas aus dem Thema hervorhebt. „Was mich angeht, es gibt wenig Freunde.“

Satz Transkript Übersetzung
セップは髭がながい。 Sepp wa hige ga nagai. Sepp hat einen langen Bart.
オランダは山が高い。 Oranda wa yama ga takai. Die Berge in Holland sind hoch.
我輩はお鼻が痒い。 Wagahai wa o-hana ga kayui. Das Geruchsorgan meiner Wenigkeit ist gereizt.
イギリスには美食がない。 Igirisu ni wa bishoku ga nai. Die englische Küche hat nix zu bieten.
ゾンビはサッカーが上手です。 Zonbi wa sakkaa ga jouzu desu. Zombies sind ausgezeichnete Fußballspieler. Soll kein Kommentar auf den Ausgang der letzten WM sein. Zumindest kein sinnvoller.
鶏の国は鶏がいる。 Niwatori no kuni wa niwatori ga iru. Im Hühnerland gibt es Hühner. Ja, tut mir leid, mir sind die Beispiele ausgegangen.

 

und sind erneut ein schrecklich kompliziertes Thema und es ist sehr schwierig, die Bedeutungen jemandem näherzubringen, dem die Sache nicht in Fleisch und Blut übergelaufen ist. Man könnte ganze Doktorarbeiten über diese beiden Wörtchen schreiben. Da ich aber weiß, dass meine drei Leser ohnehin schon Profis sind, mach ich mir keine Sorgen. Der Rest darf die lustigen Bilder genießen.

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Gepostet von am 01.08.2014 | 30 Kommentare

 

Japanisch für den allergrößten Volltrottel, der sich niemals fortpflanzen sollte

Kapitel 54-

Peter ist noch immer dick

 

Zwei Wochen lang haben wir jetzt schon Peter als dick beschimpft. Neun von zehn Beteiligten fanden das immer sehr lustig, doch dann musste gestern ausgerechnet Peter selbst wütend herausrufen, dass wir doch gar nichts anderes sagen können als „Peter ist dick“. Schlagfertig wollten wir antworten: „Klar können wir!“, doch dann ist uns eingefallen, dass er ja eigentlich recht hat. Mehr als „Peter ist dick“ kriegen wir tatsächlich nicht heraus. Diese Unverschämtheit muss gerächt werden! Hat dieser Peter noch nie was von Höflichkeit gehört?

Wie heißt es in der Datenbanktechnik so schön? „Redundanz schafft Sicherheit!“ Deswegen werden wir den Satz „Peter ist dick“ nun so weit ausbauen, dass er redundant wird, damit wir mit Sicherheit sagen können, dass Peter sich beleidigt fühlt. Ich rede davon, dass wir im Satz dem Substantiv ein Attribut mitgeben. Und damit es auch schön redundant wird, heißt unser Beispielsatz einfach mal „Der dicke Peter ist dick“.

Jeder, der in der Hauptschule nicht pünktlich zu jeder Deutschstunde halblaut zu sägen begonnen hat, muss wissen, was ein grammatisches Attribut ist. Darum werde ich jetzt auch sicher nicht erklären, dass ein Attribut ein Adjektiv ist, das einem Nomen beigefügt wird und ebendieses genauer beschreibt, zB „alte Hütte“, „rostige Axt“ oder „blutverschmierter Waldboden“. (Streng genommen kann ein Attribut auch einer Menge Wortarten beigefügt werden, aber mit der Definition müssen wir jetzt mal auskommen.)

Einem i-Adjektiv ist dieser ganze Attribut-Kram völlig wurscht, setzt sich vor das Nomen und klebt wie ein Kaugummi daran fest, ohne irgendein Wort dazwischenzulassen. Soll heißen: i-Adjektive brauchen, um als Attribut zu gelten, weder flektiert werden noch benötigen sie eine verwirrende Endung. Man setzt sie einfach in ihrer Grundform vors Substantiv und fertsch. Anders als im Deutschen, bei dem wir sogar das verdammten Genus berücksichtigen müssen. Aber dass Deutsch stinkt, muss ich ja bei einem Haufen Japanisch-Enthusiasten, die ich als mein Lesepublikum bezeichne, nicht betonen. >impliziert jemand liest noch mit
Es ist übrigens egal, ob das Adjektiv in der Vergangenheit oder in der Negation steht.

Na-Adjektive sind nicht ganz so stur, verlangen aber unbedingt ihren Lieblingsteddy, wenn sie sich vor das Nomen stellen wollen. Und dieser Lieblingsteddy heißt . Moment, dann sind sie ja eigentlich doch stur… Egal, die Metapher war sowieso affig. Na-Adjektive haben jedenfalls noch ein zwischen dem Nomen und… nun, dem Adjektiv selbst stehen. Dass na-Adjektive nach diesem  benannt wurden, ist natürlich völlig absurd und unglaublich weit hergeholt. Aber Vorsicht: dieses brauche ich nicht mehr, wenn ich (wegen einer Vergangenheits- oder Verneinungsform) schon ein dahintersetze! Das hat den linguistischen Grund, dass eigentlich nur die Attributivform von ist und… Egal, das wird zu tiefgreifend.

Beispieltabelle, fick ja!

Grundform Attributive Verwendung
太い (futoi; dick)  太い犬 (futoi inu; dicker Hund)
新しい (atarashii; neu) 新しいパソコン (atarashii pasokon; neuer PC)
眠い (nemui; müde) 眠くない著作者 (nemukunai chosakusha; nicht müder Autor)
赤い (akai; rot) 赤かったСССР (akakatta CCCP; rot (kommunistisch) gewesene UdSSR)
静か (shizuka; still) 静かではない風 (shizuka de wa nai kaze; nicht leiser Wind)
不条理 (fujouri; unsinnig) 不条理な社会 (fujouri na shakai, absurde Gesellschaft; Ich hab Gesellschaftskritik in meinem Text, bin ich jetzt cool?)
美味 (bimi; lecker) 美味だった猫焼き (bimi datta oyaki; lecker gegrillt gewesene Katze)
完全 (kanzen; vollständig) 完全な真空 (kanzen na shinkuu; absolutes Vakuum; Das ist laut Wikipedia ein polnisches Buch. The more you know.)

Wie lautet also nun der schönste Satz der Welt? 太いペーターは太いんだ. Der dicke Peter ist dick. Genial.

Leider scheint es, als müssten wir uns nun von diesem Satz verabschieden, weil die adverbiale Form von „dick“ auf die prädikative Form von „dick“ irgendwie nicht passt. „Der dicke Peter ist dick dick“ klingt halt etwas seltsam. Da ich aber gerne noch Adjektive in Adverbform erklären möchte, müssen wir auf einen intelligenteren Beispielsatz zurückgreifen. Zum Beispiel: „Der dicke Peter ist außergewöhnlich dick.“

Okay, Adverbien sind etwas komplizierter als Attribute, darum ein kurzer Exkurs: Adverbien beschreiben eine Situation oder ein Wort in einem Satz genauer. Im Gegensatz zum Attribut steht ein Adverb aber nicht direkt vor dem Nomen, sondern kann mitten im Satz auftauchen. Im Englischen erkennt man ein Adverb relativ gut, indem man darauf achtet, ob hinter einem Adjektiv die Endung ~ly steht, aber im Deutschen geht das nur mit wenigen Worten und zB den Endungen ~erweise, ~lich oder ~halb. Aber das ist alles eigentlich ziemlich unwichtig, weil wir uns hier auf japanische Adverbien konzentieren wollen, die sich auf Verben beziehen und von Adjektiven abgeleitet sind. „Er geht schnell einkaufen“, „Mama hat gut gekocht“ oder „Schnuffi bellt laut“ wären Beispiele dafür. Man muss sich nur die altbekannte „Wie?“-Frage stellen: Wie geht er einkaufen? Schnell. Wie kocht Mama? Gut. Wie bellt Schnuffi? So nervtötend, dass ich gleich die Motorsäge aus dem Schuppen hole.

Natürlich nicht für den Hund, obwohl der etwas gruselig ist, sondern für die i-Adjektive. Die müssen wir mit der Motorsäge nämlich genau zwischen Adjektivstamm und zerteilen, sodass wir an das blutige Ende des Stammes ein transplantieren können. Dann klebt man mit etwas Panzertape dahinter noch das entsprechende Verb dran und wir können sagen: Herzlichen Glückwunsch, die Adverb-OP war ein voller Erfolg. Bei na-Adjektiven funktioniert die Methode genauso, nur dass wir das mit einem ersetzen müssen. Aber vorher die Motorsäge desinfizieren!

Grundform Adverbiale Verwendung
早い (hayai; schnell) 早く歩きます (hayaku arukimasu; schnell gehen)
安い (yasui; günstig) 安く買い物しない (yasuku kaimono shinai; nicht günstig einkaufen)
正しい (tadashii; korrekt) 正しく理解する (tadashiku rikai suru; korrekt verstehen)

汚い (kitanai, schmutzig)

汚くなる (kitanaku naru; schmutzig werden)
非常 (hijou; extrem) 非常に飢える (hijou ni ueru; extrem hungrig sein)
陽気 (youki; fröhlich) 陽気に出刃を研ぎ澄ます (youki ni deba wo togisumasu; fröhlich das Messer schärfen)
嗜虐的 (shigyakuteki; sadistisch)
餌食を嗜虐的に笑いかける (ejiki wo shigyakuteki ni waraikakeru; das Opfer sadistisch angrinsen)
汗みずく (ase mizuku; schweißgebadet) 汗みずくに目が覚めた (ase mizuku ni me ga sameta; schweißgebadet aufgewacht sein)

Man kann hier recht gut erkennen, dass die Vergangenheits-/Verneinungsfunktion vom Verb übernommen wird, nicht mehr vom Adjektiv. Seien wir froh, sonst gäbs vermutlich noch irgendeine seltsame Adjektivendung, die sich keine Sau merken kann.

Also: 太いぺーたーは例外的に太いんだ. Der dicke Peter ist außergewöhnlich dick. Eine kreativere Beleidigung für einen beleibten Menschen kann’s echt nicht mehr geben.

Es gibt noch eine zweite Form von Adverbien, aber die ist heute nicht das Thema und daher brauch ich auch nix mehr zu schreiben. Huzzah!

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Gepostet von am 08.07.2014 | 42 Kommentare

Mekakucity Actors (Projektseite)

Episode 07: Konohas Sicht der Welt
HD (720p, 10-bit): Torrent | DDL | XDCC #1309

Und noch Mäddel vom Sonntag:

Space Symphony Maetel (Projektseite)

Episode 11: „Heldenhafter“ Leopard
SD (480p, 10-bit): Torrent | DDL | XDCC #1308

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Gepostet von am 27.06.2014 | 28 Kommentare