Spiele-Analyse: Operation Abyss – New Tokyo Legacy

Heute stelle ich euch Operation Abyss – New Tokyo Legacy vor. Hierbei handelt es sich um einen Dungeon Crawler von Experience Inc., den Machern von Demon Gaze, der dank NIS America bereits seit 5. Juni 2015 in unseren heimischen Verkaufsregalen steht.

Trailer

Story

Überall in Tokyo tauchen Portale auf, aus denen Monster in unsere Welt eindringen. Das können wir natürlich nicht so einfach auf uns sitzen lassen und machen uns mit ein paar Gefährten in Form des Xth Squad daran, herauszufinden, was da los ist und am besten setzen wir dem Ganzen auch noch direkt ein Ende.

Gameplay

Bevor wir das Spiel starten, können wir erstmal wählen, ob wir es im Basic- oder im Classic-Modus starten wollen. Während man im Basic-Modus einfach drauf los spielen kann, können wir uns im Classic-Modus vor Beginn unsere Charaktere basteln. Da das Spiel für mich noch ziemlich neu ist, habe ich den Basic-Modus gewählt. Dort kann man allerdings im Nachhinein auch noch neue Charaktere erschaffen. Dabei wählt man nicht nur Aussehen, sondern auch Name, Geschlecht, Persönlichkeit, Blood Code usw.

Wir starten also das Spiel, in dem wir an einem unbekannten, dunklen Ort zu uns kommen. Als wir uns dann genauer umschauen, sehen wir Leichen am Boden liegen. Fängt ja gut an. Dann taucht ein Junge auf und behauptet, er wäre hier, um uns zu retten, da wir von Monstern, so genannten Variants, entführt wurden. Als hätten sie nur darauf gewartet, kommen dann auch schon die ersten Variants auf uns zu und wollen uns angreifen, doch unser Retter nimmt den Kampf mit ihnen auf.

Da es hier nicht so sicher zu sein scheint, gehen wir lieber mal raus. Auf dem Weg werden wir wieder angegriffen, auch darum kümmert sich unser Retter selbst. Wir gehen alleine weiter und treffen erneut auf einen Gegner, um den sich diesmal eine neue Retterin kümmert, Alice. Alice begleitet uns dann auch auf unserem Weg zur Hinowa Academy. Dort angekommen offenbart sie uns, dass sie dem Xth Squad angehört. Dieser Squad kämpft im Geheimen gegen die Variants. Da wir etwas ganz Besonderes sind, schließen auch wir uns diesem Squad an. Jetzt können wir gemeinsam mit dem Squad Missionen annehmen und erfüllen. In Operation Abyss hat jeder unserer Charaktere einen Blood Code, was in dem Fall der Klasse entspricht.

Kampfsystem

In der Academy haben wir unsere erste Mission angenommen und begeben uns zu unserem ersten Dungeon, mit einem Team, das wir eigentlich gar nicht kennen. Denn vorgestellt wurde uns niemand. Ich als Neuling komme mir etwas überfordert vor, da ich nicht mal so recht weiß, was meine Teamkollegen tolles drauf haben. Bei einem Blick in das Menü und der Formation fällt auf… dass ich genauso wenig verstehe wie zuvor. Hinter den Charakteren stehen irgendwelche Abkürzungen, mit denen ich gerade nicht wirklich viel anfangen kann. Ein paar mehr Erklärungen wären nicht verkehrt gewesen.

Davon lassen wir uns nicht abhalten! Wir laufen in der Ego-Perspektive durch die Gegend, oben in der Bildschirmmitte sehen wir dabei eine kleine Map, die immer erst aufgedeckt wird, wenn wir das Stückchen betreten. Nach dem Random-Prinzip treffen wir hier dann auf Variants. Allerdings nicht nur Random, manche Gegner treffen wir an festen Orten, wenn sie z.B. zu Missionen gehören. Der Kampf an sich läuft rundenbasiert und in zwei Reihen ab. Vorne stehen am besten die Nahkämpfer, Heiler, Zauberer oder Item-Benutzer nach hinten. Hier hatte ich als absoluter Neuling erstmal das Problem, dass ich gar nicht wusste, wer welcher Blood Type ist. Die Abkürzungen haben mir hier zuerst auch nicht weitergeholfen.

Dann kämpft man sich durch die Dungeons, trifft ab und zu auch auf versteckte Türen, hinter denen sich Gegner, Items oder sonst was befindet. Im Dungeon gibt es auch verschiedene Zonen, die unseren Besuch dort etwas spannender machen sollen. Zum Beispiel die Dark Zone, die alles dunkel macht. Oder auch die Dispel Zone, in der Zauber keine Wirkung haben. Nach Kämpfen oder Missionen werden wir mit Growth Points (GP) belohnt. Natürlich ist beim Kämpfen auch Vorsicht geboten. Speichern kann man hier nämlich nicht. Nur wenn man im Besitz eines Power Recorders ist.

Zurück in der Academy finden wir das Development Lab, in dem wir unter anderem mit gefundenen Gegenständen diverse Items craften können. Außerdem finden wir das Medical Lab. Dort können wir uns zum einen Erholen, um wieder voll zu Kräften zu kommen. Zum anderen bekommt man hier sein Level Up. Auch durch das Erholen. Der ganze Spaß kostet uns GP. Also sollte man am Anfang noch nicht ganz so verschwenderisch damit umgehen. Das System ist für einen Neuling wieder nicht sehr übersichtlich. Es wird zwar erklärt, dass das so und so ist, aber trotzdem weiß man nicht, was man da jetzt genau tun muss.

Technik & Sound

Das Spiel erwartet uns mit englischem Dub und englischen Untertiteln. Das Handbuch bekommen wir in Deutsch, dafür nicht in physischer Form. Das darf man sich bei Bedarf herunterladen. Am Sound selbst habe ich nichts auszusetzen. Die Musik ist nicht überragend, aber sie passt. Auch die Stimmen sind alle relativ gut.

Optisch sehen die Dungeons zum Großteil immer wieder gleich aus. Zwar nicht hässlich, aber auch nicht besonders schön. Die Charaktere sehen aber bis auf wenige Ausnahmen sehr gut aus. Touch-Funktionen gibt es nicht wirklich, man kann den Text weiterdrücken.

Fazit

An und für sich ist es kein schlechtes Spiel. Vor allem für Fans von Dungeon Crawlern ist das meiste sicher nicht neu und für diese auch zu empfehlen. Schließlich verspricht Operation Abyss über 40 Stunden Spielspaß. Aber ich sehe es natürlich aus meiner Sicht als Neuling und anderen Neulingen würde ich es nicht empfehlen. Mir mangelt es einfach an Erklärungen, gerade da das Spiels teils ziemlich unübersichtlich wirkt.

Operation Abyss – New Tokyo Legacy gibt es für 39.23€ auf Amazon.


Dieses Rezensionsexemplar wurde uns freundlicherweise von NIS America zur Verfügung gestellt.

© 2014 EXPERIENCE ©2014 MAGES./5pb. Licensed to and published by NIS America, Inc. All rights reserved.

Testgerät: PS Vita, System-Software 3.55

Autor:
Datum: 04.12.2015
Kategorien: Blog, Gaming-Reviews, NIS America

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