Der neue Hype-Anime dieser Season, hab ich mir sagen lassen. Warum das ein Hype-Anime sein soll, ist mir, abgesehen von dem durchaus kreativen Setting, schleierhaft, denn die Umsetzung ist bis jetzt irgendwie recht schwach.
Aber genug zum Anime, hier geht’s ja primär um den Fansub. Schauen wir mal, was RoFL da so gezaubert hat…
Lokalisierung: japanische Anrede, japanische Namensreihenfolge, „Kipling-sensei“ und „Kane-sensei“ mit „Herr Kipling“ und „Herr Kane“ übersetzt
Versionen: MP4 h264 (8-bit) mit Hardsubs (280 MB)
Kapitel: nicht vorhanden
Encode:
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Auch bei RoFL treten die üblichen Encodeprobleme in der deutschen Szene auf: Extrem unsaubere Farbverläufe mit massig Banding und niedrige Encodeeinstellungen, die zu Artefakten führen, besonders bei Bewegungen und dunklen Szenen. Bei hellen Szenen halten sich die Bildartefakte allerdings noch halbwegs in Grenzen und man kann es sich mit weitem Abstand vom Bildschirm durchaus antun.
Bewertung: noch ausreichend
Timing:
Das Timing ist im Großen und Ganzen okay, allerdings musste ich feststellen, dass gelegentlich mal am Keyframe vorbeigetimed wurde und Zeilen nicht gelinkt wurden. Außerdem blenden einige Zeilen zu kurz ein, so dass man zum Pausieren gezwungen ist, um wirklich alles mitlesen zu können.
Bewertung: befriedigend
Typeset/Styling:
Der in den Types an meisten genutzte Font ist der, den ihr da oben auf den beiden Screenshots seht. Hier war man faul und hat diesen kurzerhand zum Allzweckfont erklärt, obwohl er höchstens zum Kaperbrief oben passt. Auf der Laterne wirkt er aber vollkommen deplatziert und ist auch noch völlig unpassend gestaltet.
Hier wurde ein Suchbegriff in einer Suchmaschine getyped. Auch dieser ist meiner Meinung nach sehr misslungen, denn man hatte ja durch die Romanisierung im Original bereits eine Schriftart vorgegeben, an die man seinen Type hätte anlehnen können. Stattdessen wurde einfach simples Arial genommen und lieblos ins Bild geklatscht.
Der Episodentitel wäre von der Schriftwahl her noch okay, allerdings passt die Gestaltung hier weder bei der Farbwahl noch beim Ein- und Ausblendeffekt.
Die Types sind überwiegend arg misslungen und es hat mir ehrlich gesagt keiner von ihnen optisch zugesagt, da einfach sehr selten der passende Font und die passende Gestaltung gewählt wurden.
Das Styling der Subs war ebenfalls ein Griff ins Klo, denn die lassen sich ziemlich schlecht lesen aufgrund des viel zu extravaganten Fonts und dem zu dünnen orangenen Rand, der oft voller Artefakte ist, da es sich hier um Hardsubs handelt.
Bewertung: ausreichend – mangelhaft
Karaoke:
An sich sowohl beim OP als auch beim ED wunderschöne Karaoke-Effekte. Allerdings hat man es mit der Transparenz viel zu sehr übertrieben.
Bewertung: –
Qualität der Untertitel:
Man muss zumindest sagen, dass sich die Untertitel vom Ausdruck her größtenteils recht nett lesen, auch wenn des Öfteren mal ein kleiner Fehlgriff dabei war, perfekt sind die Formulierungen also weiß Gott nicht. Allerdings sind die Sätze oft zu lang für die kurze Zeit (wie schon beim Timing erwähnt) und mit Rechtschreib-, Grammatik- und Interpunktionsfehlern war man leider auch nicht sparsam:
Komma nach „begann“ (würde in dem Fall auch sehr dem Lesefluss zu Gute kommen).
Die Mehrzahl von „Planet“ lautet „Planeten“.
Entweder „verschlechtern“ sich die „Beziehungen“ oder es „verschlechtert“ sich die „Beziehung“.
Das gesuchte Wort lautet „geradewegs“.
Was mich unglaublich gestört hat, ist die Tatsache, dass man bei RoFL offensichtlich besonders „kawaii“ sein wollte und in sämtlichen Zeilen, in denen man drei Punkte am Ende hätte setzen müssen, die drei Punkte durch ein „~“ ersetzt hat. Was zum Teufel?!
Komma nach „wissen“.
Es handelt sich hier um eine Substantivierung, daher: „nichts Ungewöhnliches“.
Um den ollen Guido mal wieder zu zitieren: „DAS IST DEUTSCHLAND HIER!“
solange
Ihre
Yachtclub
Erstens sollte hier der Konjunktiv angewendet werden, zweitens sind die Kommata hinter „Frau“ und „du“ überflüssig, drittens heißt es „dahinterkommen“, denn „dahinter kommen“ würde implizieren, dass irgendjemand hinter irgendetwas seine Samen abladen würde.
„Es war klar, dass eine clevere Frau wie du dahinterkommen würde.“
als Erstes
Das „das“ am Anfang bezieht sich auf ein Nomen und wird daher nur mit einem „s“ geschrieben. Außerdem muss hinter „Katos“ ein Apostroph gesetzt werden (Genitiv bei s-Laut).
Wunderschön den Sub auf die Laufschrift geknallt. Und da es sich hier um Hardsubs handelt, hat man nicht mal die Möglichkeit, es zu fixen.
(Ja, ja, sagt derjenige, dem das beim RCen von Guilty Crown 03 auch nicht aufgefallen ist, blabla, ihr könnt mich.)
Das „mal“ hier ist die Kurzform von „einmal“ und ist daher kleinzuschreiben.
Vollblutpiraten
Schrecklicher Satzbau, daher von mir einfach gleich eine Alternative: „Es wird euch sicher etwas verwundern, dass ihr mit mir einen neuen Lehrer und gleichzeitig eine neue Mitschülerin bekommt.“
Das „bereits“ ist überflüssig, denn es wird durch das „fast“ schon mit impliziert.
Und wieder bezieht sich das „das“ auf ein Nomen und ist daher nur mit einem „s“ zu schreiben.
Au! Ich spürte gerade einen stechenden Schmerz im Hirn. So was geht ja mal gar nicht, ein „wo“ bestimmt eine Ortsangabe, nichts anderes.
„Jetzt, da du es sagst/erwähnst, stimmt.“
Sie
Bewertung: 4+
Die größtenteils passablen Formulierungen täuschen leider nicht über die Menge an teils eklatanten Rechtschreib-, Grammatik- und Interpunktionsfehlern hinweg, daher kann ich hier kein „befriedigend“ mehr geben. Kleine Abwertungen gibt es außerdem für den schlechten Encode und das zum Teil fürchterliche Type- und Fontstyling.
Ich kann dieses Release daher leider nicht empfehlen, außer man ist wirklich extrem scharf auf den Anime und kann es nicht mehr abwarten. Allen anderen empfehle ich, auf bessere Subs zu warten.
Gepostet von Gebbi am 12.01.2012 | 34 Kommentare
Ein weiterer Drei-Minuten-Animu. Mit Katzen :3 Zwei gute Gründe, dieses Review den anderen vorzuziehen.
Lokalisierung: japanische Anrede, japanische Namensreihenfolge
Versionen: MKV h264 (10-bit) mit Softsubs (28 MB)
Kapitel: nicht vorhanden
Encode:
Die Encode liegt nur in SD vor, ich kenne die Source nicht, aber es sah jetzt auch nicht danach aus, als würde irgendetwas einen HD-Release rechtfertigen, vermutlich war es ohnehin ein Upscale. Hi10P wurde wunderbar ausgenutzt (auch wenn man den mbtree hätte anschalten können, um die Dateigröße noch etwas zu drücken, denn der hat bei 10-bit-Encodes (im Gegenteil zu 8-bit-Encodes) ja keine negativen Auswirkungen auf die Bildqualität), es gibt keinerlei Banding, die Farben und Farbverläufe sind alle schön klar und sauber und Artefakte sieht man auch keine.
Bewertung: sehr gut
Timing:
Auch hier kann ich mich nicht beschweren, denn alles ist da, wo es hingehört. Es wurde gelinkt, auf Keyframes getimed und die Zeiten sind so gesetzt, dass man alles problemlos und angenehm lesen kann.
Bewertung: sehr gut
Typeset/Styling:
Leider fehlten an einigen wenigen Stellen die Types, aber in diesen Fällen konnte man sich jeweils denken, was an der entsprechenden Stelle steht. Allerdings ist das, was getyped wurde, sehr sehr gut gelungen. Das Styling und die Fontwahl passen perfekt, bei zwei Types wurde zwar mal was übermalt, aber das ist, wie schon beim NewEra/Peachcake-Review erwähnt, Geschmackssache und in diesen Fällen hätte es wohl auch keine hübsche Möglichkeit gegeben, die Types irgendwie anders unterzubringen.
Der Mainfont ist ein wenig „ausgelutscht“, denn man kennt ihn schon aus diversen anderen Fansubs (wenn ich mich recht entsinne sogar aus unserer A Channel-Coop). Gut lesen lässt er sich aber und ich empfinde es ehrlich gesagt auch nicht als störend, wenn man Fonts in mehreren Subs einsetzt, solange sie hübsch aussehen.
Bewertung: sehr gut
Karaoke:
Aaaaawwwwwwwwww~
Einer der sympathischsten Karaoke-Effekte, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Über den Silben ploppen Katzengesichter, Pfotenabdrücke oder kleine Fische auf und die Animation passt prima zum lustigen Rhythmus des Liedes. Lesen lässt sich auch alles sehr gut.
Bewertung: sehr gut (+ Bonuspunkt für Cuteness-Overkill :3)
Qualität der Untertitel:
Also ich würde ja jetzt gerne mal irgendwas kritisieren, aber YKS hat es – im Gegensatz zu vielen anderen Gruppen – tatsächlich geschafft, in drei Minuten keine Fehler unterzubringen und auch vom Ausdruck her zu überzeugen, denn es liest sich schön flüssig und der Sprachstil ist ebenfalls passend.
Endnote: 1+
Ja, ihr seht richtig. Eine gottverdammte 1 mit ’nem Plus dahinter, denn der Sub ist perfekt. Wenn sich nur alle Gruppen so viel Mühe geben würden, dann wäre ich vielleicht nicht mehr so verbittert und würde aufhören, willkürlich Leute auf der Straße anzuspucken und zu beschimpfen. Man wird ja wohl noch träumen dürfen…
Gepostet von Gebbi am 11.01.2012 | 6 Kommentare
Der Anime geht nur drei Minuten, daher ziehe ich ihn vor, alles andere wäre ja :effort:.
Lokalisierung: japanische Anrede, „Nee-chan“ wurde lokalisiert und mit „Große Schwester“ übersetzt
Versionen: MP4 h264 (8-bit) mit Hardsubs (30 MB)
Kapitel: nicht vorhanden
Encode:
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Leider tritt auch in diesem Release Banding auf, allerdings fällt es hier nicht so stark auf, da der Anime fast durchgängig aus hellen Szenen besteht. Problematisch sind allerdings die Konturen, bei denen die Kanten oft sehr unsauber aussehen (siehe Bild 1, besonders gut an der Flöte, den Heftseiten und dem Knie zu erkennen), hier sollte man in Zukunft ein bisschen Anti-Aliasing reinknallen. Ein weiteres Problem ist, dass hier offensichtlich unsauber IVTCt wurde, denn bei einer Szene am Anfang (siehe Bild 2) und an einigen Stellen im Ending wurden die Felder nicht korrekt gematcht, wodurch Ghosting und Combing auftritt. Falls hier eine TS verwendet wurde, empfehle ich, auf Yatta umzusteigen und diese Problemstellen manuell zu matchen (bei Fragen diesbezüglich kann man sich gerne im IRC an mich wenden). Falls eine MP4-Raw verwendet wurde, dann wechselt die Rawquelle oder steigt auf TS um.
Bewertung: ausreichend
Timing:
Hier kann ich mich nicht beklagen, alles wurde wunderbar gelinkt, Lead ins und Lead outs wurden sauber gesetzt, Scenetimes sind vorhanden.
Bewertung: sehr gut
Typeset/Styling:
Fontwahl und -styling passen prima zum Anime und sind angenehm zu lesen. Allerdings wäre es vorteilhaft, manuelle Zeilenumbrüche zu setzen, denn es stört den Lesefluss, wenn einzelne Wörter vor einem Komma in der nächsten Zeile rumhängen.
Die Types sind hübsch und passen stilistisch zu ihren japanischen Äquivalenten. Im letzten Bild wäre eigentlich genug Platz gewesen, um neben dem japanischen Type die deutsche Übersetzung unterzubringen, der Typer hat sich aber dazu entschieden, alles zu überdecken. Gefällt mir persönlich ja nicht so, aber ist Geschmackssache. Immerhin stimmt die Perspektive halbwegs, im Gegensatz zum Fail von Hadena.
Das Logo passt zum Original und ist hübsch gestaltet (siehe Screenshot bei Karaoke).
Bewertung: sehr gut
Karaoke:
Die Karaoke besteht nur aus einer Übersetzung, auf eine lateinische Umschrift des Songtextes wurde verzichtet. Fontwahl und -styling gefallen mir auch hier.
Leider war man auch bei dieser Gruppe der Meinung, man müsse bei Song-Übersetzungen keine Satzzeichen am Ende eines Satzes setzen. Mich würde wirklich mal interessieren, was sich so viele Gruppen dabei denken.
Bewertung: –
Qualität der Untertitel:
Viel kann man bei einem Drei-Minuten-Anime nicht zur Qualität der Untertitel sagen, aber im Großen und Ganzen gefiel mir die Übersetzung. Der Sprachstil passte zu den Charakteren (besonders beim naiv-kindlichen Atsushi) und grobe Schnitzer gab es auch keine (abgesehen von den beiden unten genannten).
Hier sollten drei Punkte am Zeilenende gesetzt werden, damit der Zuschauer weiß, dass der Satz in der nächsten Zeile fortgesetzt wird (das erschließt sich zwar aus dem Satz an sich, aber schön sieht es trotzdem nicht aus).
„Es gibt schön warm“ muss, falls es überhaupt existiert, irgendwas Lokales sein, denn im Hochdeutschen sagt man „es hält schön warm“. Mich würde mal interessieren, welcher Dialekt das ist – wäre knorke, wenn das mal jemand in die Kommentare posten könnte.
Endnote: 2+ (gute Arbeit)
Wer mit den Encoding-Fehlern und den zwei dialektalen Formulierungen (wobei es sich zweimal um dieselbe Formulierung handelte, daher hab ich es nur einmal erwähnt) leben kann, darf sich da oben auch gerne ein „sehr gut“ hindenken. Auf jeden Fall kann ich diesen Release uneingeschränkt empfehlen, auf eine andere Gruppe muss nicht gewartet werden.
Gepostet von Gebbi am 09.01.2012 | 16 Kommentare
Seit der Einführung meiner Fansub-Review-Aktion habe ich schon des Öfteren Sätze wie „NanaOne sind doch selbst die größten Dönersubber“ und „die sollen sich mal nicht so aufspielen, da sie selbst ja auch nur Scheiße produzieren“ in IRC-Channels oder Chatlogs, die mir zugespielt wurden, gelesen. Aus diesem Grund starte ich hiermit die Aktion „Zeigt uns, wie scheiße wir sind“.
Jeder, der möchte, kann sich im IRC (#nanaone @ euIRC.net) bei mir melden und Schreibrechte anfordern. Anschließend habt ihr die Möglichkeit, ein Review zu unseren Subs zu verfassen. Dabei gelten folgende Bedingungen:
– das Release muss mind. aus der Sommerseason 2011 stammen, die alten Kamellen interessieren niemanden und wenn ihr irgendwelche Subs reviewt, die wir mal 2005 produziert haben, dann spiegelt das Review nicht unseren aktuellen Qualitätsstandard wider
– das Review muss so aufgebaut sein, wie die restlichen Reviews hier
– Fehler sind mit Screenshots zu unterlegen und zu korrigieren – dabei ist darauf zu achten, dass der Fehler tatsächlich gegen deutsche Rechtschreib-, Grammatik- oder Interpunktionsregeln oder gewisse „Normen“ der dt. Fansubszene verstößt und nicht gegen eure persönlichen Fantasieregeln
Wir werden vor der Veröffentlichung das Review noch mal mit euch gemeinsam durchgehen – dabei wird selbstverständlich nichts zensiert, Voraussetzung für die Veröffentlichung ist aber, dass das Review fehlerfrei ist.
Gepostet von Gebbi am 08.01.2012 | 18 Kommentare
Juchei, neue Season! Keine Sorge, die Guilty Crown-Reviews (und den Rest der Herbstseason) liefere ich noch Stück für Stück nach, konzentrieren werde ich mich vorerst aber auf die aktuelle Winterseason 2012. Los geht’s mit einem Anime, zu dem ich bisher nur Tittenscreenshots gesehen habe, gesubbt von einer Gruppe, die Titten quasi im Namen trägt. Was ja nichts Schlechtes heißen muss. Da ich von der Gruppe bisher noch nichts gehört habe, gehe ich diesmal völlig vorurteilsfrei an das Review heran. Schaun wa mal…
Lokalisierung: japanische Anrede, japanische Namensreihenfolge
Versionen: MP4 h264 (8-bit) mit Hardsubs (299 MB)
Kapitel: nicht vorhanden
Encode:
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Ein Teil der wahrlich grausigen Bildqualität dieses Releases wird wohl der miesen Fertigraw basierend auf der miesen AT-X-Ausstrahlung geschuldet sein. Doch anstatt das Ganze mit Filtern wieder aufzuhübschen, wurde das Videomaterial ein weiteres Mal enkodiert – mit grausigen Einstellungen. Resultat: Banding everywhere, Artefakte everywhere, VFR-Fails everywhere. Fünf, setzen.
Bewertung: mangelhaft
Timing:
Die Zeilen blenden gelegentlich zu kurz ein, aber vor allem wurde bei Szenenwechseln konsequent 2-3 Frames am Keyframe vorbeigetimed. Zudem wurde konsequent zwischen zwei Zeilen, die man hätte aneinandertimen können, immer ein Frame „Pause“ gelassen. Resultat: Blink, blink, blink, blink, *Augen fallen raus*. Leute, es gibt da so was, das nennt sich „bei Keyframes einrasten“ und „bei angrenzenden Zeilen einrasten“, sucht mal in den Aegisub-Optionen danach und aktiviert es, damit so eine Scheiße in Zukunft nicht mehr passiert.
Bewertung: mangelhaft
Typeset/Styling:
Der Episodentitel wurde recht schlicht gestaltet, was beim Original-Episodentitel aber auch der Fall ist, von daher passt weiße Arialschrift mit schwarzem Rand durchaus (oder würde zumindest passen, wenn der Originaltitel tatsächlich weiß wäre, was er nicht ist). Es wäre allerdings sinnvoll gewesen, den Type etwas zentraler unter dem Original zu platzieren oder schlichtweg die Schriftgröße zu ändern, damit es von der Breite her passt. Der Mainfont ist auch nichts Besonderes, aber gut lesbar.
Noch schlichter als der Episodentitel wurden die restlichen Types gestaltet, die existieren nämlich nicht.
Bewertung: ausreichend
Karaoke:
Ecchi-Subs bleibt seiner Linie treu und präsentiert auch die Karaoke schlicht und modern.
Bewertung: –
Qualität der Untertitel:
Liebe Leute von Ecchi-Subs, wenn euch euer Deutschlehrer auf eure Fünfte-Klasse-Aufsätze, in denen ihr davon berichten sollt, wie euer Weihnachtsfest bei Omi war, gerade noch so die Note 5- gibt und selbst der Mehmet, der erst seit einem halben Jahr in Deutschland lebt, besser abgeschnitten hat, dann solltet ihr nicht auch noch in Erwägung ziehen, deutsche Fansubs zu produzieren. Und wenn doch, dann lasst den Mehmet übersetzen, der bekommt das sicher besser hin.
Die Formulierungen sind ein Witz, es entsteht null Lesefluss und von den Rechtschreib-, Grammatik- und Interpunktionsfehlern will ich gar nicht erst anfangen. Okay, doch:
Das „kaminrot“ bezieht sich auf das „Haar“, entsprechend ist hier „kaminrotes“ zu schreiben.
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Ich hab keinen blassen Schimmer, wie man darauf kommen kann, hinter das „Schule“ in Bild 1 ein Komma zu setzen, aber ich denke, wenn ich versuchen würde, die Gedankengänge dieser Gruppe nachzuvollziehen, würde mir nur irgendwann Blut aus den Ohren fließen. Also auf zu Bild 2… Oh Gott, darf ich einfach aufhören und so tun, als hätte ich niemals mit dieser Fansub-Review-Aktion angefangen? Nein? Na gut… Kurz und schmerzlos: Statt dem „aus“ kommt ein „von“ hin und das „gemischten“ bezieht sich auf die Schule und ist daher nicht zu substantivieren.
Abgesehen von der grausigen Grammatik wurden hier am Ende der Zeile drei Punkte vergessen, die signalisieren, dass der Satz in der nächsten Zeile noch weitergeht.
Triple-Kill! Das „ebenfalls“ wirkt absolut deplatziert, denn es würde implizieren, dass es diese „Studenten von Übersee“ noch an einem anderen Ort gäbe, der ebenfalls erwähnt wird. Außerdem handelt es sich hier um keine Universität, sondern um eine stinknormale Schule, daher spricht man nicht von Studenten, sondern von Schülern. Und last but not least heißt es „aus Übersee“.
Das ist ein All-you-can-eat-Buffet.
„Das Wesentliche“ ist ein Substantiv (Nominalisierung von „wesentlich“) und wird entsprechend großgeschrieben. Außerdem MÜSST IHR NICHT JEDES GOTTVERDAMMTE WORT, DAS JEMAND SCHREIT, IN CAPSLOCK SCHREIBEN!
Komma hinter erwartet.
immer noch
Diese Wall-of-Text blendet für weniger als eine Sekunde ein und es werden auch nur drei Wörter gesagt. Top! Außerdem beginnt bei „das“ ein neuer Satz, es ist entsprechend großzuschreiben.
Da fehlen aber ein paar Hs: Ohhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh.
Hinter „Scheiße“ gehören aber mindestens fünf Ausrufezeichen!!!!!
… Nein, der Kerl sagt davor nix, die drei Punkte wurden da einfach willkürlich hingepflanzt.
so weit
Es ist übrigens unheimlich schwer, den Überblick bei den Screenshots zu behalten, wenn pro Szene in bis zu vier Zeilen Fehler auftauchen. Also praktisch in jeder Zeile.
>Männlicher Protagonist spannt durch ein Loch in die Mädchenumkleide und beschreibt den Körper eines Mädchens.
>Antwort seines Kumpels, der auch mal spannen will: „Behalte sie nicht für dich!“
Lyrik pur.
Ich zitiere mich einfach mal selbst:
Ein echter Speedsubber kümmert sich nicht um solche popeligen Ein-Wort-Sätze, die nur aus Lauten bestehen, sondern lässt sie einfach auf Englisch dastehen.
Was zur Hölle… Hey, da fehlt ein Leerzeichen!
Komma hinter erlaubt, und „gestattet“ wäre hier wohl die bessere Wortwahl gewesen.
Wie eine Seniorin sieht die Dame aber irgendwie nicht aus. Hat sich wohl gut gehalten. Da ich aber davon ausgehe, dass die Gruppe das Wort einfach unübersetzt gelassen hat, hier die korrekte Übersetzung: „Eine aus den höheren Stufen/Klassen.“ (geht bestimmt auch kürzer, aber ich bin müde und habe keine Lust mehr nachzudenken)
Ein weiteres Wort, das nicht übersetzt wurde, ist „occult“, denn im Deutschen schreibt man es mit kk.
Komma nach „glaube“.
Kein vollständiger Satz, daher gehören hier drei Punkte ans Ende.
weitergeht
„Bist du Hyoudou Issei von der Komaou-Akademie?“
Dass hier schon wieder ein Wort nicht übersetzt wurde, ignoriere ich mal, und weise nur darauf hin, dass „Würdest“ großgeschrieben wird, da es am Satzanfang steht.
Was ist daran so schwer, am Ende einer Frage ein Fragezeichen zu setzen!
Verben schreibt man nicht mitten im Satz auf einmal groß. Und hinter aufwachst gehört ein Komma.
„Wenn du nicht aufwachst, werde ich dich küssen.“
Was sollen eure Kameraden dazu sagen, dass ihr so ein nichtarisches Wort wie „and“ in eurem Sub verwendet?
Hoffendlich lernt ihr irgendwann, dass man „hoffentlich“ mit T schreibt.
…was man von einem Sub, in dem Substantivierungen wie „was Großartiges“ kleingeschrieben werden, nicht behaupten kann.
So, das sind jetzt die Fehlerscreenshots aus den ersten acht Minuten (und da war ich bei einigen Fehlern noch nachsichtig). Hochgerechnet auf die komplette Folge ergibt das rund 90 Fehlerscreenshots, also fast doppelt so viel wie bei noushi. An dieser Stelle habe ich dann auch keine Energie mehr gehabt, denn selbst die brutalste Foltermethode ist noch human, verglichen mit dem Konsum dieser Subs. Den Rest der Folge habe ich mit dreifacher Geschwindigkeit durchgeskippt und selbst da sind mir die Fehler noch in Scharen ins Auge gesprungen.
Die gute Nachricht ist: Der Anime ist scheiße. Das heißt, es ist völlig egal, dass die Qualität der Subs schon an schwere Körperverletzung grenzt, denn es gibt keinen Grund, diesen Anime überhaupt zu sehen.
Endnote: 6- (schlimmer als Genitalherpes)
Gepostet von Gebbi am 08.01.2012 | 100 Kommentare
Ab sofort findet ihr hier jeden Samstag eine Übersicht zu den Anime-Releases der kommenden Woche inkl. Kauflinks. Viel Spaß beim Stöbern!
(2. Kalenderwoche vom 09.01. bis 15.01.2012)
Gepostet von Gebbi am 07.01.2012 | 1 Kommentar
Auf solche Encoding-Meisterwerke wie das da oben im Bild (Quelle: dt. Gurren Lagann DVDs) und Covertexte á „Entdecke den neuen Erfolg vom Gainax Studio, eine scharfsinnige Mischung von Aktion, Komedie, Mecha und üppigen Mädchen, die das japanische Anime neu entdeckt, nichts weniger!“ müssen europäische Animefans in Zukunft „leider“ verzichten, denn der Publisher Beez, der selbst der unfähigsten Dönersubgruppe in Sachen Inkompetenz noch Konkurrenz machen konnte, macht die Schotten dicht.
Auslöser dafür ist der Ausstieg des Mutterkonzerns Bandai Entertainment aus dem nordamerikanischen Animemarkt, der nun offensichtlich auch Auswirkungen auf die französische Tochterfirma Beez Entertainment hat. Beez verwurstete neben Gurren Lagann auch Lizenzen wie Durarara und Sora no Woto. Und nichts von Wert ging verloren…
Quelle: ANN
Gepostet von Gebbi am 05.01.2012 | 17 Kommentare





































































































