Mannheim war wieder im Japan-Fieber! Bereits zum 21. Mal versammelten sich tausende Fans, um ihre Lieblingskünstler zu treffen, Otakukram zu kaufen und drei schöne Tage mit Gleichgesinnten zu verbringen. Was die AnimagiC dieses Jahr sonst noch zu bieten hatte und warum sie wieder ein tolles Erlebnis für alle Anime- und Mangaverrückten war, erfahrt ihr hier.

Da brennt der Geldbeutel

Wer süchtig nach Anime, Mangas, Figuren und Merch ist, der hatte es wohl nicht leicht auf der AnimagiC. Sämtliche Anime- und Mangapublisher waren wie jedes Jahr auf der Convention und haben einen Großteil ihres Portfolios mitgebracht. Viele Publisher haben sogar die Neuheiten vorgezogen und AnimagiC-exklusive Extras beim Kauf angeboten. So konnte man bei Kazé zum Beispiel beim Kauf eines Mob-Psycho-100-Volumes einen hübschen Stressball ergattern. Bei universum anime gab es zur Limited Edition von Mari Okadas erstem eigenen Animefilm Maquia zwei hübsche A4-Hüllen. Bei den Mangaverlagen gab es neben diversen Neuerscheinungen auch bei Manga Cult wieder eine limitierte Ausgabe. Dieses Mal haben sie Golden Kamuy (einer meiner aktuellen Favoriten) einen goldenen Umschlag spendiert. Diese Ausgabe war auf 444 Stück limitiert und war schon kurz nach Eröffnung der Con an den jeweiligen Tagen ausverkauft. Schön zu hören, dass der Manga so begehrt ist!

Natürlich gab’s für die Schnäppchenjäger und Raritätensüchtigen wieder ein gigantisches Bring & Buy. Dieses Jahr gab es eine große Änderung beim Ablauf, was Vor- und Nachteile mit sich brachte. Es wurden strikte Schlangen gebildet, was es einfacher machte, in Ruhe nach seinen Wunschartikeln Ausschau zu halten. Dafür musste man teilweise bis zu drei Stunden anstehen, um an die Reihe zu kommen!

Ehrengäste zum Anfassen

Auf der AnimagiC waren wieder unzählige nationale und international Gäste eingeladen. Leider war dieses Jahr die Stimmung etwas niedergeschlagen, da ein paar Ehrengäste von Kyoto Animation wegen des Anschlags auf das Studio verständlicherweise nicht kommen konnten. Die Free!- und Violet-Evergarden-Signierstunden und -Panel fanden dennoch auf ausdrücklichen Wunsch von KyoAni statt. Die Seiyuu von Violet, Yui Ishikawa, kam dieses Jahr wieder mit dem Musikproduzenten der Serie, Shigeru Saito, und zusammen stellten sie den neuen Kurzfilm Violet Evergarden – Eternity and the Auto Memory Doll vor, der exklusiv vorab als Weltpremiere gezeigt wurde. Im anschließenden Q&A konnte man wieder interessante Hintergründe erfahren.

Selbstverständlich waren auch noch unzählige weitere Gäste vor Ort. So konnte man Tadahiro Miura, den Zeichner und Autor von Yunas Geisterhaus, live beim Zeichnen zuschauen und ihn beim Q&A ausfragen. polyband anime – die zum ersten Mal auf der Con waren – haben direkt einen tollen Gast mit im Schlepptau gehabt: den langjährigen Shin-Chan-Regisseur Yuji Muto. Auch von ihm konnte man sich ein begehrtes Autogramm schnappen sowie bei diversen Panels interessante Fragen stellen.

KSM hatte dieses Jahr Gäste von zwei ihrer Top-Anime-Serien mitgebracht. Für Overlord hatten sie die Skript-Schreiberin Yukie Sugawara und in Zusammenarbeit mit Carlsen sogar das Light-Novel-Duo Kugane Maruyama und so-bin am Start. Neben den drei Overlord-Gästen haben sie noch für ihre brandneue Serie Bungou Stray Dogs die Produzentin Mari Suzuki und den Charakterdesigner bzw. Chief Animations-Regisseur Nobuhiro Arai angefragt. Diese standen ebenfalls für Autogramme und Panel bereit.

altraverse hat letztes Jahr schon mit dem beliebten Mangaka Akihito Tsukushi (Made in Abyss) die Fans beeindruckt, dieses Jahr ziehten sie mit einem ähnlich großen Kaliber nach und präsentierten sowohl den Autoren der Light Novel, Kumo Kagyu, als auch den Zeichner der Mangaadaption, Kousuke Kurose, des Hits Goblin Slayer

Selbstverständlich hatten auch noch andere Publisher und Verlage diverse Gäste dabei. So konnte man bei peppermint anime die Anime-Teams von The Promised Neverland, Bunny Girl Senpai und Free! treffen. Kazé hatte zur anstehenden Blu-ray-Veröffentlichung das Team von Tanya the Evil mit und Tokyopop präsentierte neben den altbekannten nationalen Künstlern auch Hirara Natsume, die für die Zeichnungen der neuen Eigenproduktion Bibi & Miyu verantwortlich war. Bei AniMoon konnte man passend zu den altraverse-Gästen das Anime-Team hinter der Adaption von Goblin Slayer sehen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass auch dieses Jahr für jeden Anime- und Mangageschmack ein Ehrengast dabei war. Ich würde schon sagen, dass es fast zu viele Ehrengäste waren, da man kaum die Möglichkeit hatte, alle Panel, Q&As und Signierstunden zu schaffen. Bei einigen Signierstunden hatte man jedoch die Möglichkeit, sich vorab  zu bewerben oder an einer Verlosung teilzunehmen. Da man entsprechend das Autogramm sicher hatte, konnte man ganz gemütlich gegen Ende der Signierstunde am entsprechenden Stand vorbeischauen und sein Shikishi signieren lassen.

Hör- und Sehvergnügen

Auch Musik- und Kinoliebhaber hatten auf der AnimagiC viel zu erleben. So bot die Con wieder unzählige Kinofilme und Animefolgen an, unter denen sich sogar teilweise Premieren befanden. So konnte man große Filme wie No Game No Life Zero, Sword Art Online the Movie: Ordinal Scale oder My Hero Academia: Two Heroes in deutscher Sprache oder OmU genießen. Dubpremieren gab es auch. universum anime zeigten zum Beispiel ihren neuen Film Liz und der Blaue Vogel, bei peppermint anime konnte man schon in die Dub-Versionen von Bunny Girl Senpai und Sword Art Online: Alicization reinschnuppern. Kazé präsentierte außerdem am Freitag einen Überraschungsfilm, der sich am Ende als Dragon Ball Super: Broly entpuppte.

Dieses Jahr hat es auch wieder ein paar bekannte und neue Interpreten nach Deutschland verschlagen. Die Band Zwei war ausnahmsweise dieses Jahr nicht auf der Con, dafür konnte man wieder ein tolles Konzert von Konomi Suzuki (Re:Zero, No Game No Life) erleben. Im Vergleich zum letzten Jahr hat diese sogar noch ein paar unbekanntere Songs auf Lager gehabt, was aber dennoch den ganzen Saal zum Beben brachte. Eine weitere sehr talentierte Sängerin beehrte uns ebenfalls auf der AnimagiC 2019: Sayuri sang für einige Serien wie Scum’s Wish und Die Stadt, in der es mich nicht gibt die Ending-Songs und hat mit ihrer einzigartigen Art schon eine große Fanbase um sich gebaut. Entsprechend war die Halle bei ihren Konzerten randgefüllt. Anlässlich der Violet-Evergarden-Weltpremiere gaben TRUE – die Opening-Sängerin – und Aira Yuki – die Insert-Sängerin – ebenfalls Konzerte. Einen etwas anderen Auftritt boten Mika Kobayashi und KAMUI. Mika Kobayashi ist bekannt als Sängerin von Hiroyuki Sawanos Soundtracks (Attack on Titan, Guilty Crown und Kill la Kill) und bot mit ihrer einzigartigen Stimme zusammen mit KAMUI – die die Zuschauer mit ihrer grandiosen Schwertkunst begeisterten – ein Konzert der anderen Art. Eine weitere Sängerin, die man live auf der Bühne erleben konnte, war Anly. Sie war zum ersten Mal in Europa und ist u.a. bekannt als Ending-Sängerin von Naruto: Shippuuden und The Seven Deadly Sins.

Natürlich gab es auch diverse andere Veranstaltungen wie den Cosplaywettbewerb und Aufführungen von Showgruppen wie DANGO, Horo oder Ikimashô, die gezeigt haben, dass auch deutsche Künstler was für die große AnimagiC zu bieten haben.

Fazit

Ach ja, die AnimagiC. Die 3 Tage gingen wieder wie im Fluge vorbei. Man konnte mit den Publisher- und Verlags-Leuten quatschen, jede Menge Ehrengäste treffen, Otakukram kaufen und hatte allgemein immer was zu tun. Auch dieses Jahr hat die AnimagiC gezeigt, wie man eine große Convention aufzieht. Ich freue mich schon riesig auf die nächste AnimagiC und bin gespannt, was sie 2020 so für Gäste, Events und Neuerungen zu bieten hat!

Zum Abschluss noch ein paar Bilder:

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Gepostet von am 27.08.2019 | Keine Kommentare

Die DoKomi 2019 fand auch dieses Jahr wieder in der Messe Düsseldorf statt und lockte mehr als 55.000 Anime- und Mangafans in die Metropole. Wie jedes Jahr beglückte die Convention die Fangemeinde mit einer Vielzahl an Verlagen, Publishern, Events, Ehrengästen, Künstlern und natürlich mit seiner gigantischen Community.

Alles ein wenig besser. Das ist zumindest mein vorgezogenes Fazit über die DoKomi 2019. All zu viel hat sich nicht verändert, aber das was sie verändert haben, haben sie umso besser gemacht.

Die Hallenaufteilung wurde dieses Jahr deutlich geändert. Die Haupthalle ist identisch geblieben, die anderen Hallen jedoch wurden hin- und hergetauscht. Besonders gefallen hat mir die Position der Black Stage. Diese war sehr einfach von der Haupthalle aus zu erreichen, was für die wichtigste Bühne der Veranstaltung auch vorteilhaft war.

Der Gamingbereich, das Bring & Buy und die kleineren Sonderstände waren dieses Jahr in der Halle rechts von der Haupthalle untergebracht. Dabei war alles sauber strukturiert und sehr übersichtlich gehalten. Von dieser Halle aus konnte man auch direkt in die Halle mit den Künstlern gehen. Kurz und knapp zusammengefasst kann man sagen, dass die DoKomi dieses Jahr eine zumindest in meinen Augen perfekte Aufteilung gefunden hat. Man hatte überall genügend Platz und wurde nirgendwo eingeengt.

Natürlich waren auch wieder die altbekannten Verlage und Publisher an Board und hatten teilweise wieder exklusiv für die DoKomi ihre Neuheiten mit dabei. Neu auf der Convention war Manga Cult mit einem großen Stand in der Mitte der Verkäuferhalle. Neben Animes und Mangas waren auch wieder jede Menge Verkäufer von asiatischen Süßigkeiten, Getränken und anderen Anime-Con-typischen Gimmicks vor Ort. Zwar musste man dafür oftmals sehr tief in die Tasche greifen, aber um einfach mal was zu probieren, bot die DoKomi die perfekte Gelegenheit dafür. Ich persönlich fand die Sakura Pepsi (oder J-Cola genannt) sehr lecker. Etwas weniger japanisch, dafür wirklich sehr einzigartig war die Fanta mit der Geschmacksrichtung Lychee. Davon war ich so begeistert, dass ich mir im Anschluss 24 Dosen importiert habe. Probieren lohnt sich!

Diverse Figuren-Stände und -Reseller konnte man ebenfalls antreffen. Bei einigen Ständen musste man jedoch etwas aufpassen, da einige Figuren nicht wirklich echt aussahen. Jedenfalls war sowohl fürs große Budget als auch für das kleine Budget was zu haben.

Wenn die DoKomi eines ausmacht, dann ist das die Fankünstlermeile. Auch dieses Jahr wurde eine gigantische Halle den Künstlern zur Verfügung gestellt. Dort gab es Zeichnungen, Poster, Anhänger, Figuren und viele andere kleine, oftmals selbstproduzierte Fanartikel zu kaufen. Natürlich gab es für jeden Geschmack etwas zu haben. Einige Künstler übertrafen sich regelrecht selbst und boten wirklich einzigartige Sachen an. Ich persönlich war am meisten von diesen selbstgemachten Pokébällen begeistert.

In der Gaming-Halle gab es wieder jede Menge Spielereien, um sich vom Con-Stress zu erholen. Eine Hüpfburg mit Parkourlauf, Lasertag und eine gigantische Gamingecke mit Retrospielen und neuen Spielen boten jede Menge Abwechslung. Eine wirklich nette und einzigartige Idee wurde von Kurotoshiro Project angeboten. Dort wurden diverse aufwendige und beeindruckende Szenenbilder aufgebaut, in denen man sich und seine Freunde fotografieren lassen konnte. Neben einer Waffenecke gab es auch eine Art hochmodernen Operationsraum und weitere, nette Szenenbilder.

Auf einer Convention kommt irgendwann der kleine Hunger. Auch die DoKomi bietet deshalb diverse Kleinigkeiten an. Neben typischem Messeessen wie Burger, Pommes und Hot Dogs gab es verschiedene asiatische Speisen. Egal ob vegetarisch, mit viel Fleisch oder Backwaren, die Auswahl war groß. 

Manga- und Animesammler hatten dieses Jahr wieder die Chance seltene Mangas und Animes für wenig Geld zu bekommen. Das Bring & Buy war wieder sehr groß und umfangreich. Neben Mangas und Animes gab es auch Cosplays, Spiele, CDs, Figuren, Poster und sämtlichen anderen Kram, der ein Otaku-Herz höher schlagen lässt. Ich hatte dieses Jahr leider weniger Glück und nichts gefunden, was auf meiner Suchliste steht. Na ja, nicht schlimm, es gibt ja ein nächstes Mal.

Ehrengäste gehören einfach zu einer Convention dazu. Deshalb hat die DoKomi wieder einige bekannte Namen eingeladen. Neben diversen Cosplayern und Sängern war der wohl größte Act die Band fhána, welche am Samstagabend ein Livekonzert auf der Black Stage geben hat. Neben einigen bekannten Liedern wie Aozora no Rhapsody (bekannt aus Miss Kobyashi’s Dragon Maid) wurden auch einige neue Lieder performt. Der Verlag altravers hat das unter Boys‘-Love-Fans heißgeliebte Künstler-Duo Guilt|Pleasure eingeladen. Sie gaben fast die ganze DoKomi über Autogramme auf exklusive Shikishis und natürlich auf ihre Werke.

Auch dieses Jahr hat die DoKomi wieder jede Menge Spaß gemacht. Man hatte viel Zeit, um mit Publishern, Verlagen und anderen Fans zu reden. Es gab viel zu erleben, besonders wenn man mit Gleichgesinnten unterwegs war. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr!

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Gepostet von am 25.06.2019 | 1 Kommentar

20 Jahre AnimagiC und das zweite Mal in Mannheim! Auch dieses Jahr hat die AnimagiC wieder gezeigt, dass sie es verdient hat, eine der größten und beliebtesten Anime-Conventions zu sein. Das Programm war bis unters Dach vollgestopft. Unzählige Ehrengäste, Bühnenacts, Panels und Events haben kaum Zeit zum Verschnaufen gelassen.

Ersteindruck und Änderungen zum Vorjahr

Obwohl ich erst zum zweiten Mal auf der AnimagiC war, kam direkt als ich den wunderschönen Rosengarten erblickte große Vorfreude auf. Massen an Besuchern warteten gespannt auf den Einlass, der dieses Jahr etwas anders als letztes Jahr gestaltet war. Letztes Jahr war die AnimagiC zum ersten Mal im Rosengarten, wodurch noch nicht klar war, was die beste Einlassstrategie ist. Es wurde lediglich ein Eingang genutzt und erst beim Einlass wurden die Taschen kontrolliert. Dadurch hat sich der Einlass ziemlich gezogen. Dieses Jahr wurden zwei Nebeneingänge für den Einlass genutzt, bei denen schon eine Stunde vorher die Kontrolle stattfand. Nach dem Haupteinlass konnte man aber auch die Halle über den Haupteingang betreten. Die Armbänder für den Einlass konnte man sich schon ein ganzes Stückchen vorher holen, was die Kontrollen erleichtert hat. Leider war wie letztes Jahr von der Verwaltung des Rosengartens vorgegeben, dass das Mitbringen von Getränken und Speisen untersagt ist. Bei der Hitze war das etwas unpraktisch, da trotz der Klimaanlage die Temperaturen durch die vielen Menschen in die Höhe gestiegen ist. Wasserflaschen konnten zwar an jeder Ecke gekauft werden, waren aber ziemlich teuer und man musste ziemlich viel Pfand bezahlen. Nächstes Jahr soll das ganze aber ein wenig lockerer werden. Wie auf den Social-Media-Kanälen bekanntgegeben wurde, darf man nächstes Jahr pro Person je eine PET-Flaschen bis zu 0,5 l mit in die Halle nehmen. Das ist doch schon mal ein Anfang!

Verkäufer

Natürlich waren wieder die hiesigen Anime- und Mangapublisher vor Ort und haben die hungrige Käuferschaft ordentlich mit Neuheiten und exklusiven Editionen versorgt. Bei universum anime gab es Vorab jeweils das erste Volume der zwei Animehighlights Violet Evergarden und Made in Abyss zu kaufen. Die Blu-ray-Varianten waren ruck, zuck ausverkauft, was wohl nicht zuletzt daran lag, dass sowohl von Violet Evergarden als auch von Made in Abyss Ehrengäste Signierstunden gegeben haben. Dazu aber später mehr.

Manga Cult hat exklusiv für die AnimagiC eine auf 333 Stück limitierte Sonderausgabe von Gantz, Band 1 herausgebracht, welche in einem metallic-schimmernden Umschlag gelegt war. Die Exemplare haben genau bis zum Ende der Messe gehalten.

Neben den Publishern waren natürlich auch wieder die gängigen Händler, Merchandiseverkäufer und Süßwarenverkäufer am Start. Wer Conventions also gerne zum Geldausgeben nutzt, hätte sich dort pudelwohl gefühlt.

Ehrengäste

Wenn die AnimagiC für etwas steht, dann ist es für die gigantische Anzahl an Ehrengästen, die dort anzutreffen sind. Unzählige Mangaka, Animeproduktionsteams, Bands, Sänger und Artisten haben uns mit Signierstunden, Panels, Auftritten und Konzerten beglückt.

altraverse ist zwar noch ein blutjunger Verlag, aber die Leute dahinter sind schon lange im Geschäft und entsprechend konnten sie sich schon den Toptitel Made in Abyss schnappen. Um für die AnimagiC noch einen draufzusetzen, haben sie den Mangaka hinter der Serie, Akihito Tsukushi, eingeladen. Dieser hat Autogramme direkt am Stand von altraverse auf vorgedruckten Shikishis vergeben. Um so ein Shikishi zu bekommen, musste man jedoch gegen altraverse’ Produktmanager Johannes ein simples Würfelspiel gewinnen. Es gab zwei Würfel und auf beiden Würfeln waren alle Ränge aus Made in Aybss aufgedruckt. Wenn man beim Würfeln gegen Johannes einen höheren Rang gewürfelt hat, bekam man ein Shikishi und damit konnte man sich zu einem späteren Termin sein Autogramm abholen. Ich persönlich habe am Freitag drei Versuche benötigt, bis ich Glück hatte. Die Schlange war entsprechend dem Erfolg von Made in Abyss lang, aber es hat sich gelohnt. Tsukushi ist ein supersymphatischer Typ.

Neben Tsukushi waren auch noch diverse Leute von der Animeadaption da. Wie schon erwähnt, hatte universum anime das erste Volume zur Con mitgebracht und anlässlich dessen haben sie gleich den Regisseur Masayuki Kojima, den Art-Director Osamu Masuyama, den Komponisten Kevin Penkin und den Produzenten Shimpei Yamashita eingeladen. Von ihnen konnte man sich ebenfalls Autogramme auf ein vorgedrucktes Shikishi oder auch auf das erste Volume geben lassen.

Am Samstag haben dann alle fünf zusammen an einem Panel teilgenommen. Zunächst hat universum anime die erste Folge von Made in Abyss mit deutscher Synchronisation gezeigt. Selbst die japanischen Gästen haben den Dub gelobt, weil alles schön lippensynchron war und die Stimmen gut auf die Charaktere gepasst haben. Im Anschluss durften die Fans das MiA-Team mit Fragen durchlöchern. Im Großen und Ganzen kann man das Q&A mit „Tsukushi mag Kinder“ zusammenfassen. Üblich für diese Art von Panel auf der AnimagiC konnten zum Schluss wieder alle gegen die Gäste Schere, Stein, Papier spielen. Der Gewinner bekam ziemlich schönes Merchandise von Made in Abyss.

Desweiteren waren noch der Autor, der Zeichner und das Animeteam von Sword Art Online zu besuch. Auch sie haben Autogramme vergeben, leider hat man kaum eine Chance gehabt, eins zu bekommen, da man dafür ein Pin aus einer Box ziehen musste. Jeder hatte nur eine Chance pro Tag bzw. drei Chancen, wenn man einen Premiumaccount bei Wakanim hat. Ich habe an allen drei Tagen jeweils drei Nieten bekommen. Die Chancen waren also entsprechend extrem gering. Ich persönlich finde diese Methode etwas unfair, da hätte man sich ein etwas besseres Konzept ausdenken können. Wie ich außerdem im Nachhinein erfahren habe, waren tatsächlich viel zu wenig Gewinner dabei, weshalb an jedem Tag noch viele Leute die nicht gewonnen haben Autogramme bekommen haben.

Wie letztes Jahr war auch anlässlich des Disc-Releases der Regisseur von Violet Evergarden auf der Con. Dieses Jahr hat er statt der Opening-Sängerin True die japanische Synchronsprecherin von Violet mitgebracht. Zusammen haben sie genau wie das Made-in-Abyss-Team am Stand von universum Autogramme gegeben. Desweiteren gab es ein Special-Screening der OVA-Folge in einem der Animekinos.

Diverse andere Mangaka wie MAYBE (das Duo hinter Dusk Maiden of Amnesia), Kayoru (die Künstlerin von Eine reizende Braut, Ballerina Star und Nach der Schule: Liebe) und Ryoko Fukuyama (Mangaka von Anonymous Noise) waren auch da und haben neben Autogrammen auch Panels gehabt und live gezeichnet.

Neben Sword Art Online hatte peppermint anime den Produzenten von The Testament of Sister New Devil Satoshi Motonaga dabei. KSM hat uns mit der begabten Regisseurin Atsuko Ishizuka (No Game No Life, A Place Further Than the Universe) und den Produzenten Kenji Nakamoto beglückt. Der Produzent Sho Tanaka von Kadokawa war ebenfalls bei der No-Game-No-Life-Autogrammstunde von KSM dabei und hat auch ein Panel gehalten, bei dem es neue Trailer und Infos gab.

Zum 20. Jubiläum von Bones waren der Charakterdesigner Yoshihiko Umakoshi und der Produzent Masahiko Minami zu Besuch. Neben einem großen Panel mit Q&A haben sie auch Autogramme gegeben und zusammen mit Crunchyroll haben sie die Deutschlandpremiere vom Bungo-Stray-Dogs-Film gefeiert.

Natürlich waren auch weitere Künstler und deutsche Ehrengäste vor Ort, aber bei dieser Anzahl konnte man wirklich kaum alle Panels, Autogrammstunden und Q&As besuchen.

Konzerte

Als es draußen schon etwas dunkel wurde und die Händler langsam alle dichtmachten, wurde es Zeit für die großen Acts. Neue und altbekannte Bands und Sänger haben uns dieses Jahr wieder auf der AnimagiC beehrt. Darunter ein paar Topacts wie eufonius, MYTH & ROID, Konomi Suzuki und ZWEI.

Ich persönlich habe mir die Konzerte Konomi Suzuki und ZWEI angehört. Beide Acts waren schon letztes Jahr vertreten und haben einen ähnlichen Auftritt wie letztes Jahr abgeliefert. Konomi Suzuki hat ihre bekannten Opening-Songs wie No Game No Life und auch einige unbekanntere Lieder gesungen. Ihre allgemeine Performance fand ich nicht umwerfend, aber dennoch war die Stimmung und Atmosphäre klasse. Bei ZWEI sah das schon etwas besser aus. Das Auftreten und die Songauswahl war viel einzigartiger. Es gibt schon einen Grund, warum ZWEI nach all den Jahren immer noch so gern auf der AnimagiC gesehen werden.

Fazit

Die AnimagiC 2018 hat sich mal wieder gelohnt. Man hatte immer was zu tun und konnte Unmengen an Ehrengästen treffen und live miterleben. Ich selber konnte jede Menge Autogramme von Leuten, die ich für ihre Arbeit respektiere, abstauben und sie live auf der Bühne miterleben. Beim Bring & Buy habe ich zufällig eine Seltenheit abgestaubt, die ich schon monatelang gesucht habe und ansonsten konnte ich ohne schlechtes Gewissen bei diversen Händler Geld dalassen. Zusammengefasst war diese AnimagiC wieder eine tolle Convention, die jeden Tag Spaß und Lust auf mehr gemacht hat. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass die AnimagiC meine Highlight-Convention dieses Jahr war. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

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Gepostet von am 28.09.2018 | Keine Kommentare

Am Pfingstwochenende war es wieder einmal so weit: Die DoKomi öffnete ihre Pforten und bot ein volles Programm für Jung und Alt. An den beiden Wochenendtagen waren insgesamt über 45.000 Besucher vor Ort. Das macht die DoKomi auch dieses Jahr wieder zur größten Convention ihrer Art.

Gaminghalle

Die wichtigste Neuerung dieses Jahr war die Gaminghalle. In dieser konnte man sowohl Retrogames als auch neue AAA-Titel zocken. Es gab die Möglichkeit, auf den originalen alten Nintendokonsolen zu spielen, die neuen Mini-Varianten auszuprobieren und sogar an arcade-ähnlichen Geräten sich aus sämtlichen Spielen von so gut wie allen Retrokonsolen etwas auszusuchen. Es gab so viele Möglichkeiten zu zocken, sodass man sich nirgendwo anstellen musste, wodurch keine Langeweile aufgekommen ist.

Verkäufer

Natürlich waren auch wieder sämtliche Anime- und Mangapublisher vertreten. Merchandise, Figuren und andere Goodies konnte man auch zuhauf kaufen. Die Publisher hatten wie üblich ihre Neuheiten vorgezogen und man konnte diese sowohl an den Ständen der Publisher als auch an denen der Comicverkäufer erwerben. Unerwarteterweise war Egmont nicht da, obwohl sie sonst immer mit einem großen Stand vertreten waren. Ihre vorgezogenen Neuheiten konnte man witzigerweise trotzdem bei Dritthändlern erhalten.

 

Ein großes Highlight für Doujin-Fans war natürlich die Halle 14, die randvoll gefüllt mit kleinen Ständen von Fanzeichnern war. Die riesige Auswahl selbstgemalter Bilder, die als Poster, Postkarten, Anhänger oder Pins zu erstehen war, bot jedem etwas. Selbstgemachte Cosplays und Mode konnte man zwischen den ganzen Zeichnern auch entdecken.

In der Gaminghalle konnte man alte und neue Spiele erwerben, ältere Konsolen waren da keine Ausnahme. Bei der Auswahl konnte man natürlich nicht meckern.

Mir persönlich ist ein großes Bring & Buy immer wichtig, wobei sich die DoKomi dieses Jahr mit einem wirklich gigantischen Bring-&-Buy-Zelt hier mal wieder selbst übertroffen hat. Dort waren tausende von Mangas und etliche Animes zu finden. Cosplays, Kuscheltiere und Merchandise war auch zuhauf da. Dort konnte jeder Sammler von älteren Animes und Mangas was finden. Ich selber habe auch ein paar Schnäppchen entdeckt.

Wer mit einem randvollen Portemonnaie angereist ist, ist wohl mit einem Leeren wieder abgereist. Zumindest war das bei mir der Fall.

 

Essensmeile

Wer viel herumläuft, bekommt irgendwann auch hunger. Zum Glück gab’s eine umfangreiche Auswahl an westlichen und östlichen Speisen. Vom japanischen Crêpe über Pulled-Pork-Burger bis hin zu Sushi war für jeden etwas dabei. Es gab sogar Stände speziell für Veganer und Vegetarier. Das ist eine ziemlich positive Entwicklung, da letztes Jahr Fastfood die eher themenbezogeneren Speisen überwogen hat.

In den Hallen gab es auch noch Restaurants, aber die sind  eh Teil der Messehalle.

 

Bühnenprogramm

Zu einer Animeconvention gehört natürlich auch ein vollgestopftes Bühnenprogramm. Eine der witzigsten Veranstaltungen war die sogenannte Charakterversteigerung. Dort konnten sich Einzelpersonen und Gruppen von Leuten im Publikum ersteigern lassen. Diese mussten dann mit der meistbietenden Person 2 Stunden Zeit verbringen. Von Butler über Cosplayer bis hin zu Maids konnte man so gut wie alles ersteigern. Das Highlight war natürlich eine Gruppe von Maids, die für über 1000,00 € weggingen. Das gesammelte Geld wurde natürlich für gemeinnützige Zwecke gespendet. Ansonsten gab es den wohlbekannten Cosplaywettbewerb und diverse Aufführungen von Fangruppen. Eine stach dabei besonders hervor, weil man bei dieser an einigen Stellen als Zuschauer abstimmen konnte, was den weiteren Verlauf der Geschichte beeinflusste. Diese Aufführung war von Harvest Moon inspiriert und trägt den Titel „Farm It Yourself️“. Aufgeführt wurde das ganze von der Gruppe K!seki. Für Comedyliebhaber war natürlich auch wieder Shinji Schneider am Start.

Ehrengäste

Japanische Ehrengäste sind gern gesehen auf Conventions, weshalb die Veranstalter gleich zwei große Sängerinnen eingeladen haben.

Megumi Nakajima, bekannt als Stimme der Vocaloid GUMI und Synchronsprecherin von Ranka Lee aus Macross Frontier, war zum ersten Mal in Europa, um ein Konzert zu geben. Die Solo-Sängerin hat wie zu erwarten die Bühne zum Beben gebracht und ein super Konzert abgeliefert.

Viel mehr hatte ich mich aber auf den Auftritt der zweiten großen Gastsängerin Eri Sasaki gefreut. Sie hat letzte Animeseason das Ending zum Feelgood-Anime Yuru Camp gesungen. Auf der Bühne hat sie neben ein paar Covern auch eigene instrumentale Lieder auf ihrer Violine gespielt. Den Endingsong von Yuru Camp und den Openingsong von Plastic Memories hatte sie auch im Gepäck. Eine Signierstunde hat sie natürlich – ebenso wie Megumi Nakajima – auch gegeben.

Fazit

Die DoKomi war auch dieses Jahr wieder eine unterhaltsame Convention mit vielen Möglichkeiten, Geld auszugeben und Spaß zu haben. Die Gaminghalle war eine schöne Möglichkeit, Wartezeiten für Bühnenauftritte zu überbrücken und sich vom Stehen und Laufen zu erholen. Man hat wirklich viel Platz, besonders in der Gaminghalle, vor der großen Bühne und im Doujinbereich konnte man echt entspannen, falls die ganzen Massen einem zu stressig geworden sind. Nächstes Jahr würde ich die Messe auch wieder besuchen. Ich hoffe jedoch, dass es dann ein wenig mehr Auswahl bei den Workshops gibt und es eventuell auch ein Mangaka zur DoKomi schafft.

Editiert von KamiNoWar

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Gepostet von am 27.06.2018 | Keine Kommentare

Seit 10 Jahren findet nun die DoKomi in Düsseldorf statt. Dieses Jahr kann man sie vom 18. bis zum 20. Mai besuchen und natürlich sind wieder jede Menge Aussteller, Workshops, Wettbewerbe und Bühnenhighlights dabei. Ich werde dieses Jahr über die Messe berichten und meine Eindrücke mit euch teilen.

Es ist mit über 45.000 Besuchern zu rechnen, entsprechend werden die 6 Hallen, die sich auf über 60.000 qm erstecken, stark ausgenutzt werden. Zum 10. Jubiläum wird es zum ersten Mal eine eigene Gaminghalle geben. Natürlich sind die altbewährten Doujinbereiche, Shopping-Stände, Fotoecken und Bühnen auch wieder anzutreffen.

In der Gaminghalle wird es E-Sport-Turniere geben, wo man mitfiebern oder sogar selber große Blockbuster zocken kann. Wenn das nichts für einen ist, kann man sich auch in der Indie Area oder bei den Retro Arcades austoben. Für Bewegungsfreaks gibt es sogar Creamy’s Castle und Laser Tag. Bewegungsmuffel hingegen können auch einfach Profis beim Speedrunning oder in der Coaching-Zone über die Schulter schauen.

Viele bekannte Locations werden auch dieses Jahr wieder da sein. Im beliebten Maid-Café kann man sich von süßen Maids verwöhnen lassen. Sammlerherzen werden höher schlagen, wenn sie das 600 qm große Bring & Buy zu Gesicht bekommen. Hier findet man nicht nur günstige Mangas und Animes, sondern auch Raritäten.

Um sich zu stärken, gibt es sehr viele Essensstände zur Auswahl. Egal ob Teriyaki-Burger, Bratnudeln, Sushi, Crêpes oder Curry. Für jeden ist etwas Leckeres dabei und es ist eine super Abwechslung zum typischen deutschen Essen.

Auf einer Anime- & Manga-Convention dürfen natürlich auch keine japanischen Ehrengäste fehlen. Megumi Nakajima wird auf der Bühne als Live-Musik-Act auftreten und sogar Signierstunden geben. Sie ist nicht nur Sängerin, sondern auch Synchronsprecherin und aus Rollen wie Ranka Lee aus Macross Frontier bekannt.

Eri Sasaki wird uns ebenfalls beehren. Sie sang den Ending-Song aus der Anime-Serie Yuru Camp und wird ebenfalls zwei Konzerte geben. Auch von ihr kann man sich ein Autogramm besorgen.

Viele weitere Events und Zeiten könnt ihr außerdem im Programmheft nachlesen. Wer sich spontan noch ein Ticket besorgen möchte, kann dies hier tun.

In zwei Wochen geht es dann zur DoKomi und mein Bericht dazu wird im Anschluss folgen. Vielleicht trifft man sich ja. o/

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Gepostet von am 06.05.2018 | 1 Kommentar

Fuji TV kündigte an, dass ab April 2019 ein neues Animeprojekt von Shinichiro Watanabe (Cowboy Bebop) in Zusammenarbeit mit Studio Bones (My Hero Academia) im neuen TV-Block +Ultra ausgestrahlt wird. Die Serie trägt den Namen Carol & Tuesday und wird von Aya Watanabe geschrieben. Das Charakterdesign zeichnet Eisaku Kubonouchi und die Musik des Animes wird von Flying Dog produziert.

In der Ankündigung wurde erwähnt, dass man versucht, die Serie weltweit auszustrahlen. Es findet ein internationales Casting statt, mit dem man zwei weibliche Sänger sucht, die die Charaktersongs der beiden Hauptcharaktere singen sollen. Dafür bewerben kann man sich ab dem 25. April auf der Webseite des Animes. Die Songs werden später eine Veröffentlichung auf CD erhalten.

Quelle: ANN

 

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Gepostet von am 08.03.2018 | Keine Kommentare

Kassel: Die ganze Stadt war im Anime-, Manga- und Cosplay-Fieber. Dies war mein zweiter Besuch auf der Connichi und ich muss sagen, es war die beste Con, die ich 2017 besucht hatte.

Wir haben schon als kleine Fansubber-Zusammenkunft am Donnerstag in unserem Hotel eingecheckt. Um uns schon mal auf die Connichi einzustimmen, sind wir am Abend in das in der Stadt gelegene Tokyo Sushi gegangen. Leider hat das mit der Stimmung nicht so geklappt, wie wir uns erhofft hatten. Die Auswahl war wirklich sehr gering und viele der warmen Speisen waren bereits kalt. Na ja, wir haben uns nicht unterkriegen lassen und sind am nächsten Tag munter zur Connichi gefahren. Beginn war 14 Uhr. Wir sind aber schon mal etwas eher los, damit wir nicht die Letzten waren, die reingingen. Vor dem Haupteingang hatte sich eine riesige Schlange gebildet, die restlichen Nebeneingänge waren hingegen fast komplett leer. Kurz nach 14 Uhr durften alle eintreten und die Hallen füllten sich mehr und mehr. Überfüllt war es keineswegs, man hatte noch jede Menge Platz, um sich bewegen zu können. Zunächst begutachtete ich die ganzen Stände. Natürlich waren die üblichen Verdächtigen wieder alle dabei. Anime-Publisher wie Kazé, KSM und peppermint anime bis hin zu den Manga-Verlagen wie Egmont, Tokyopop und Kazé Manga. Leider waren Carlsen Manga dieses Jahr wieder nicht dabei und entsprechend konnte man auch nicht die Manga-Neuheiten von ihnen kaufen, die kurz nach der Connichi veröffentlich wurden. Sehr schade, vielleicht dieses Jahr.

Auch Vertreter von anderen Comic-Läden waren wieder auf der Convention. Neben Anime- und Manga- gab es auch Figuren-Stände, Merchandise-Stände und man konnte sogar japanische Kunst, Tools für Hobbyzeichner oder Teegeschirr erwerben. Für jeden war etwas dabei.

Meine erste Veranstaltung auf der Connichi war eine Präsentation über das „Figure Collecting“. Geleitet wurde sie von der niederländischen Cosplayerin Maakie. Sie hat erklärt, was das Sammeln von Figuren ausmacht, worauf man beim Kaufen drauf achten soll, wie man sie reinigen sollte und was man noch alles außer Sammeln mit ihnen anstellen kann. Der Workshop wurde von ihr zwar auf Englisch gehalten, war aber dennoch sehr verständlich und man konnte wirklich etwas lernen. Danach hatte ich wirklich Lust, ebenfalls Figuren zu sammeln. Jetzt fehlt nur noch das Geld dazu *tehe*.

Später habe ich einen Abstecher zum sehr beliebten Bring & Buy gemacht. Obwohl der Einlass erst 16 Uhr war, hat sich schon ein ganzes Stückchen vorher eine beachtliche Schlange davor gebildet. Ist ja klar. Welcher Manga-Sammler ist nicht auf der Suche nach Raritäten? Ich hatte leider kein so großes Glück und habe, als ich dann endlich im Zelt war, nicht gefunden, was ich suchte. Für einen günstigen Spontankauf hat’s dann aber gereicht.

Neben weiteren Bühnenveranstaltungen war am Abend das große Highlight die AMV-Nacht. Wie jedes Jahr wurden – in diverse Kategorien – unterteilt die besten AMVs des Jahres gezeigt. Begonnen hat die AMV-Nacht mit einem wirklich sehr spektakulären, an Persona 5 angelehnten Intro. Danach wurden von 21:30 Uhr bis Mitternacht die AMVs nacheinander gezeigt. Bis auf ein paar Story-AMVs, deren Untertitel zu klein waren, und ein paar Soundübersteuerungen war die Veranstaltung wirklich sehr unterhaltsam und im ganzen Saal herrschte eine wirklich sehr spaßige Atmosphäre. Die gezeigten Comedy-AMVs waren leider nicht so unterhaltsam wie letztes Jahr, aber dennoch war die Laune gut. Die Playlist auf YouTube findet ihr hier.

Am Samstag ging es dann schon früh um 10 Uhr los. Da hat man wieder bemerkt, wie Kassel die Connichi unterstützt: Gar nicht. Die Straßenbahnen fuhren zu ihren normalen Zeiten. Anstatt dass man durch den gigantischen Andrang mehr Straßenbahnen in kürzeren Abständen fahren lies und man dadurch den Leuten ermöglicht hätte, dass sie nicht ab und zu erst nach langem Warten mal in eine Straßenbahn ansteigen können, blieb alles wie an einem normalen Wochenende. Da sollte Leipzig ein großes Vorbild sein. Während der LBM fahren fast durchweg Straßenbahnen zum Messegelände.

Heute waren die Hallen komplett gefüllt. Es herrschte echtes Con-Feeling. Das Programm heute war um einiges vielseitiger und oftmals konnte man sich gar nicht entscheiden, wo man hingehen möchte. Neben Workshops und Panels mit bekannten deutschen oder auch japanischen Gästen gab es auch einige informative Erklär- und Diskussionsrunden. Am meisten ist mir „Japanese school life and the jet program“ und „Die Tops und Flops der Anime-Sommersaison 2017“ im Kopf geblieben.

Jet steht für Japan Exchange and Teaching und ermöglicht es Leuten aus aller Welt, durch Botschaften an Jobs in Japan als Lehrer zu kommen. Man kann sich das so ähnlich wie ein Austauschprogramm für Schüler vorstellen, nur halt für Erwachsene. Wie der Titel schon verrät, wurde das Panel von einem Amerikaner gehalten. Er hat über sein Leben in Japan und seine Erfahrungen mit dem Programm geredet.

Eine wirklich interessante Auseinandersetzung gab es bei den „Tops und Flops der Anime-Sommersaison 2017“.

Um 22 Uhr war es dann so weit. Der AMV-Wettbewerb began. Zuvor campten wir förmlich vor dem Eingang zur großen Bühne, weil die Plätze wirklich sehr begehrt waren und es sogar dazu kommen konnte, dass die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Des Weiteren mussten wir beim Einlass unseren Ausweis aus Jugendschutzgründen vorzeigen. Alle unter 18 Jahre durften nicht rein. Als es dann endlich so weit war, warteten wir gespannt, bis es dann wirklich losging. Genau wie im letzten Jahr gewann erneut der Editor ceddic. Sein AMV hieß „Polyamorie“ und wurde auf YouTube zur Verfügung gestellt. Weitere Events und Acts findet ihr von alex_roston hier zusammengefasst.

Der Sonntag, der letzte Tag der Connichi, war zugleich auch der ruhigste. Es waren noch recht viele Leute im Vergleich zum Freitag da, doch dadurch, dass an dem Tag keine riesigen Acts mehr bevorstanden und die Atmosphäre für die 3-Tage-Besucher schon Normalität geworden ist, waren alle mehr oder weniger schon ruhig und in Abreisestimmung.

Dennoch gab es noch ein paar kleine, interessante Events. Auf der Connichi-Couch trafen sich der Chef des deutschen Crunchyrolls und Basti von peppermint anime, um über Streaming in Deutschland zu reden. Als Vertreter zweier Publisher, die viel mit Streaming zu tun haben, konnten sie viele interessante Punkte ansprechen und den Fans erklären, wie das alles so funktioniert. Viele Fans sind noch unaufgeklärt und verstehen nicht, warum nicht ein Anbieter alle Serien haben kann. Für Leute, die sich schon recht gut damit auskannten, gab es auch einige Informationen, die etwas unbekannter waren. Es wurde von Basti erklärt, warum das zum damaligen Zeitpunkt brandneue Wakanim die Position von Akiba Pass übernehmen und wie sich das ganze in Zukunft entwickeln wird.

Als krönenden Abschluss haben wir uns noch den wirklich gut versteckten Karaoke-Raum angeschaut. Natürlich habe ich da kein bühnenreifes Programm erwartet, aber es waren dennoch einige gute Sänger dabei. Besonders gut fand ich aber die Umsetzung des Anmeldesystems. Ein Hotspot mit lokalem Server, auf den man sich dann mit Namen und Wunschlied eintragen konnte, war nicht nur bedienungsfreundlich, sondern auch noch recht schnell. Fast ohne Unterbrechung konnten die Leute ihre Gesangskünste demonstrieren.

Damit ich auch wieder in meine schöne Heimat Sachsen kam, musste ich leider schon die Convention vor der Abschlussveranstaltung verlassen. Nichtsdestotrotz war die Connichi ein wunderbares Erlebnis mit einem prall gefülltem Programm, das was für jeden zu bieten hatte. Einige Events waren leider etwas langweiliger und waren gefühlt jedes Jahr auf der Connichi, aber viele Neuerungen gab es allemal. Dieses Jahr werde ich die Connichi wieder besuchen und ich denke, dass es wieder großartig wird.

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Gepostet von am 06.03.2018 | Keine Kommentare

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