Kassel: Die ganze Stadt war im Anime-, Manga- und Cosplay-Fieber. Dies war mein zweiter Besuch auf der Connichi und ich muss sagen, es war die beste Con, die ich 2017 besucht hatte.

Wir haben schon als kleine Fansubber-Zusammenkunft am Donnerstag in unserem Hotel eingecheckt. Um uns schon mal auf die Connichi einzustimmen, sind wir am Abend in das in der Stadt gelegene Tokyo Sushi gegangen. Leider hat das mit der Stimmung nicht so geklappt, wie wir uns erhofft hatten. Die Auswahl war wirklich sehr gering und viele der warmen Speisen waren bereits kalt. Na ja, wir haben uns nicht unterkriegen lassen und sind am nächsten Tag munter zur Connichi gefahren. Beginn war 14 Uhr. Wir sind aber schon mal etwas eher los, damit wir nicht die Letzten waren, die reingingen. Vor dem Haupteingang hatte sich eine riesige Schlange gebildet, die restlichen Nebeneingänge waren hingegen fast komplett leer. Kurz nach 14 Uhr durften alle eintreten und die Hallen füllten sich mehr und mehr. Überfüllt war es keineswegs, man hatte noch jede Menge Platz, um sich bewegen zu können. Zunächst begutachtete ich die ganzen Stände. Natürlich waren die üblichen Verdächtigen wieder alle dabei. Anime-Publisher wie Kazé, KSM und peppermint anime bis hin zu den Manga-Verlagen wie Egmont, Tokyopop und Kazé Manga. Leider waren Carlsen Manga dieses Jahr wieder nicht dabei und entsprechend konnte man auch nicht die Manga-Neuheiten von ihnen kaufen, die kurz nach der Connichi veröffentlich wurden. Sehr schade, vielleicht dieses Jahr.

Auch Vertreter von anderen Comic-Läden waren wieder auf der Convention. Neben Anime- und Manga- gab es auch Figuren-Stände, Merchandise-Stände und man konnte sogar japanische Kunst, Tools für Hobbyzeichner oder Teegeschirr erwerben. Für jeden war etwas dabei.

Meine erste Veranstaltung auf der Connichi war eine Präsentation über das „Figure Collecting“. Geleitet wurde sie von der niederländischen Cosplayerin Maakie. Sie hat erklärt, was das Sammeln von Figuren ausmacht, worauf man beim Kaufen drauf achten soll, wie man sie reinigen sollte und was man noch alles außer Sammeln mit ihnen anstellen kann. Der Workshop wurde von ihr zwar auf Englisch gehalten, war aber dennoch sehr verständlich und man konnte wirklich etwas lernen. Danach hatte ich wirklich Lust, ebenfalls Figuren zu sammeln. Jetzt fehlt nur noch das Geld dazu *tehe*.

Später habe ich einen Abstecher zum sehr beliebten Bring & Buy gemacht. Obwohl der Einlass erst 16 Uhr war, hat sich schon ein ganzes Stückchen vorher eine beachtliche Schlange davor gebildet. Ist ja klar. Welcher Manga-Sammler ist nicht auf der Suche nach Raritäten? Ich hatte leider kein so großes Glück und habe, als ich dann endlich im Zelt war, nicht gefunden, was ich suchte. Für einen günstigen Spontankauf hat’s dann aber gereicht.

Neben weiteren Bühnenveranstaltungen war am Abend das große Highlight die AMV-Nacht. Wie jedes Jahr wurden – in diverse Kategorien – unterteilt die besten AMVs des Jahres gezeigt. Begonnen hat die AMV-Nacht mit einem wirklich sehr spektakulären, an Persona 5 angelehnten Intro. Danach wurden von 21:30 Uhr bis Mitternacht die AMVs nacheinander gezeigt. Bis auf ein paar Story-AMVs, deren Untertitel zu klein waren, und ein paar Soundübersteuerungen war die Veranstaltung wirklich sehr unterhaltsam und im ganzen Saal herrschte eine wirklich sehr spaßige Atmosphäre. Die gezeigten Comedy-AMVs waren leider nicht so unterhaltsam wie letztes Jahr, aber dennoch war die Laune gut. Die Playlist auf YouTube findet ihr hier.

Am Samstag ging es dann schon früh um 10 Uhr los. Da hat man wieder bemerkt, wie Kassel die Connichi unterstützt: Gar nicht. Die Straßenbahnen fuhren zu ihren normalen Zeiten. Anstatt dass man durch den gigantischen Andrang mehr Straßenbahnen in kürzeren Abständen fahren lies und man dadurch den Leuten ermöglicht hätte, dass sie nicht ab und zu erst nach langem Warten mal in eine Straßenbahn ansteigen können, blieb alles wie an einem normalen Wochenende. Da sollte Leipzig ein großes Vorbild sein. Während der LBM fahren fast durchweg Straßenbahnen zum Messegelände.

Heute waren die Hallen komplett gefüllt. Es herrschte echtes Con-Feeling. Das Programm heute war um einiges vielseitiger und oftmals konnte man sich gar nicht entscheiden, wo man hingehen möchte. Neben Workshops und Panels mit bekannten deutschen oder auch japanischen Gästen gab es auch einige informative Erklär- und Diskussionsrunden. Am meisten ist mir „Japanese school life and the jet program“ und „Die Tops und Flops der Anime-Sommersaison 2017“ im Kopf geblieben.

Jet steht für Japan Exchange and Teaching und ermöglicht es Leuten aus aller Welt, durch Botschaften an Jobs in Japan als Lehrer zu kommen. Man kann sich das so ähnlich wie ein Austauschprogramm für Schüler vorstellen, nur halt für Erwachsene. Wie der Titel schon verrät, wurde das Panel von einem Amerikaner gehalten. Er hat über sein Leben in Japan und seine Erfahrungen mit dem Programm geredet.

Eine wirklich interessante Auseinandersetzung gab es bei den „Tops und Flops der Anime-Sommersaison 2017“.

Um 22 Uhr war es dann so weit. Der AMV-Wettbewerb began. Zuvor campten wir förmlich vor dem Eingang zur großen Bühne, weil die Plätze wirklich sehr begehrt waren und es sogar dazu kommen konnte, dass die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt ist. Des Weiteren mussten wir beim Einlass unseren Ausweis aus Jugendschutzgründen vorzeigen. Alle unter 18 Jahre durften nicht rein. Als es dann endlich so weit war, warteten wir gespannt, bis es dann wirklich losging. Genau wie im letzten Jahr gewann erneut der Editor ceddic. Sein AMV hieß „Polyamorie“ und wurde auf YouTube zur Verfügung gestellt. Weitere Events und Acts findet ihr von alex_roston hier zusammengefasst.

Der Sonntag, der letzte Tag der Connichi, war zugleich auch der ruhigste. Es waren noch recht viele Leute im Vergleich zum Freitag da, doch dadurch, dass an dem Tag keine riesigen Acts mehr bevorstanden und die Atmosphäre für die 3-Tage-Besucher schon Normalität geworden ist, waren alle mehr oder weniger schon ruhig und in Abreisestimmung.

Dennoch gab es noch ein paar kleine, interessante Events. Auf der Connichi-Couch trafen sich der Chef des deutschen Crunchyrolls und Basti von peppermint anime, um über Streaming in Deutschland zu reden. Als Vertreter zweier Publisher, die viel mit Streaming zu tun haben, konnten sie viele interessante Punkte ansprechen und den Fans erklären, wie das alles so funktioniert. Viele Fans sind noch unaufgeklärt und verstehen nicht, warum nicht ein Anbieter alle Serien haben kann. Für Leute, die sich schon recht gut damit auskannten, gab es auch einige Informationen, die etwas unbekannter waren. Es wurde von Basti erklärt, warum das zum damaligen Zeitpunkt brandneue Wakanim die Position von Akiba Pass übernehmen und wie sich das ganze in Zukunft entwickeln wird.

Als krönenden Abschluss haben wir uns noch den wirklich gut versteckten Karaoke-Raum angeschaut. Natürlich habe ich da kein bühnenreifes Programm erwartet, aber es waren dennoch einige gute Sänger dabei. Besonders gut fand ich aber die Umsetzung des Anmeldesystems. Ein Hotspot mit lokalem Server, auf den man sich dann mit Namen und Wunschlied eintragen konnte, war nicht nur bedienungsfreundlich, sondern auch noch recht schnell. Fast ohne Unterbrechung konnten die Leute ihre Gesangskünste demonstrieren.

Damit ich auch wieder in meine schöne Heimat Sachsen kam, musste ich leider schon die Convention vor der Abschlussveranstaltung verlassen. Nichtsdestotrotz war die Connichi ein wunderbares Erlebnis mit einem prall gefülltem Programm, das was für jeden zu bieten hatte. Einige Events waren leider etwas langweiliger und waren gefühlt jedes Jahr auf der Connichi, aber viele Neuerungen gab es allemal. Dieses Jahr werde ich die Connichi wieder besuchen und ich denke, dass es wieder großartig wird.

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Gepostet von am 06.03.2018 | Keine Kommentare

Wenn auch mit etwas Verspätung will ich euch dennoch meinen Einblick zur diesjährigen Connichi schildern. Auch im Jahr 2017 zog Deutschlands größte Anime- und Manga-Convention wieder zahlreiche Fans aus dem ganzen Land zu sich, und das bereits zum 14. Mal.
Was es dort so zu sehen gab, und ob sich die diversen Events gelohnt haben, möchte ich nun einmal unter die Lupe nehmen.

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Gepostet von am 01.11.2017 | Keine Kommentare

Größer, schöner, bunter! Die AnimagiC war dieses Jahr zum ersten Mal in Mannheim. Dies war auch zeitgleich mein erster Besuch auf der AnimagiC. Eines kann ich schon mal vorwegnehmen: Es war großartig! Aber gehen wir mal ins Detail.

Schon von weitem konnte man den Friedrichsplatz sehen. Ein wunderschöner großer Park, auf denen sich schon zahlreiche Cosplayer tummelten.

Doch das war natürlich noch lange nicht alles. Die eigentliche Veranstaltung fand in dem Congress Center Rosengarten Mannheim statt.

Die Schlange hielt sich in Grenzen und so wie ich das mitbekommen habe, konnten alle Leute in einem ordentlichen Tempo eintreten. Was ich nicht wirklich verstehen konnte war, dass jedem Besucher Essen und Trinken abgenommen wurde, egal ob normales Wasser oder Softdrinks. Jeder musste seine Getränke auf einen Tisch abstellen und das Essen vorher verzehren. Das war in meinen Augen ein wenig übertrieben.

In dem Gebäude selber war Platz. Jeeeeede Menge Platz. Es gab ganze 4 Etagen, die voll mit Ständen waren.

Im Erdgeschoss waren die ganzen typischen Anime- und Manga-Publisher sowie diverse Händler angesiedelt. Von Tokyopop bis Carlsen und KAZÉ bis KSM konnte man dort alle Firmen auffinden. Einige hatten sogar ihre Neuheiten dabei. Aber das ist ja sowieso gang und gäbe auf solchen Conventions.

Im Untergeschoss waren kleinere Shops, Publisher von deutschen Mangas/Comics, ein Gaming-Bereich und das Bring&Buy zu finden. 

Die erste Etage hatte diverse Speisemöglichkeiten. Dabei war auch ein Maid Café, welches aber immer voll war und wovor sich stets eine riesige Schlange bildete, logisch.

Auf der obersten Etage war ein weiterer Bereich mit Speisemöglichkeiten, aber noch wichtiger: Dort waren 5 Kinos, in denen diverse Filme, Episoden und Panels gezeigt bzw. gehalten wurden. Da war unter anderem das Animax Kino 1, in dem später die erste Folge von Violet Evergarden gezeigt wurde. Dazu aber später mehr.

Am Freitag hatte ich mir vorgenommen erst mal alle Stände komplett abzuchecken und ab und zu mal das Bühnenprogramm anzuschauen. Tokyopop hat dieses Jahr den Elfen-Lied- und Brynhildr-in-the-Darkness-Autor nach Deutsch geholt. Einige Monate vor der AnimagiC hatte man die Chance eine Autogrammstunde im kleinen Kreis zu gewinnen. Man musste lediglich vorab eine E-Mail an Tokyopop schreiben, warum man Lynn Okamoto treffen möchte. Ich hatte Glück und konnte einen Platz ergattern. In einem kleinen Raum abseits der großen Hallen sammelten sich 20 Fans und konnten nacheinander ein Autogramm auf ein schickes Shikishi bekommen. Ein Foto mit dem Autor hat man ebenfalls erhalten. 

Wer nicht das Glück hatte und kein Treffen gewonnen hatte, konnte den Mangaka später noch vor großem Publikum treffen und ein Autogramm erhaschen.

Die größte Attraktion im Mozartsaal war wohl der AnimagiC-Award 2017. Dort wurden Publisher, Künstler und Anime- bzw. Mangaserien ausgezeichnet. Inwiefern die Plätze gerecht verteilt wurden, steht erst mal außer Frage. Die Publikumslieblinge haben aber definitiv gewonnen. Das hat man an den Jubelschreien des Publikums gehört.

Am Samstag stand dann etwas Großes an: Die Europapremiere von Violet Evergarden. Leider beherrschte ich die Uhr noch nicht und habe dementsprechend die Vorstellung verpasst. Oder eher gesagt: Die Vorstellung war schon eine halbe Stunde eher gerammelt voll. Keine Chance mehr einen Platz zu bekommen. Zum Glück gab’s am nächsten Tag noch eine weitere Chance für mich.

Stattdessen habe ich mich in das Kino gesetzt, in dem später das Panel von Anime on Demand gehalten wurde. Nachdem vorerst jeweils die erste Folge von One Punch Man in der deutschen Dub-Fassung und My Hero Academia 2 in der Sub-Fassung gezeigt wurde, ging es auch schon los. Der Chef sowie sein Techniker Christian von Anime on Demand stellten anlässlich dem 10-jährigen Jubiläum ihre Plattform vor. Wie alles angefangen hat, welche Änderungen die Webseite mit der Zeit durchlebt hat und wie sie heute ist. Das Ganze war sehr informativ, auch wenn sehr viel über Fansubbing geredet wurde. Als Gast war Jörg Bauer von Crunchyroll mit dabei und hat die beiden tatkräftig unterstützt. Am Ende des Panels gab es noch ein Q&A.

Später habe ich mir das Bühnenprogramm angeschaut. Es lief gerade ein Zelda-Theaterstück der Gruppe  Kira Kira Hikaru. Es war nicht das professionellste Stück, unterhaltsam und interessant war es aber allemal. 

Zum Abschluss habe ich mir noch die zwei Konzerte von Konomi Suzuki und GARNiDELiA angeschaut. 

Bei Konomi Suzuki war eine gute Stimmung. Sie hat nicht nur bekannte Anime-Lieder wie das Opening von No Game No Life gesungen, sondern auch Lieder von ihren normalen Alben. Als das Konzert vorbei war, habe ich mir noch ein wenig die Zeit an den Ständen vertrieben. 

Um GARNiDELiA nicht zu verpassen, habe ich mich schon zur vorherigen Aufführung gesetzt. Eine Truppe von Frauen und Männern haben wohl das männlichste Trommelspiel auf Erden aufgeführt. Die ganze Halle hat gebebt. Es war grandios.

Direkt im Anschluss ging es los: GARNiDELiA kam auf die Bühne und hat von Anfang bis Ende die Halle gerockt. Mai Mizuhashis Darbietung war wirklich was fürs Auge. Natürlich war von ihren bekannten Anime-Liedern bis hin zu den  Singles alles mit dabei.

Und dann brach schon der letzte Tag der AnimagiC an. Direkt zu Beginn habe ich mich in die Halle, in der später die erste Folge von Violet Evergarden gezeigt werden sollte, gesetzt. Zunächst gab es dort ein von peppermint anime anlässlich des Erscheinens des ersten Volumes von Haikyuu!! ein arrangiertes Haikyuu!!-Panel. Eingeladen haben sie den Regisseur Susumu Mitsunaka und die Produzentin Wakana Okamura. Der deutsche Sprecher von Hinata, Christian Zeiger, war auch mit dabei. Nach einem informativen Q&A konnten sich die Leute noch ein Shikishi mit Autogrammen der drei Gäste holen.

Nach einer Pause ging es dann endlich mit Violet Evergarden los. Nachdem die erste, großartige Folge gezeigt wurde, durften wir dem Regisseur Taichi Ichidate und der Sängerin TRUE Fragen stellen. Zum Großteil wurde der Regisseur mit Lob überschüttet, viele interessante Informationen hat man leider nicht bekommen. Zum Schluss konnte die ganze Halle gegen die zwei Gäste Schere-Stein-Papier spielen. Wenn jemand dasselbe oder das verlierende Zeichen hatte, musste er sich setzen. Die jeweils übrigen fünf haben etwas gewonnen.

Leider musste ich dann schon die Convention verlassen. Zum Schluss kann ich aber sagen, dass die AnimagiC 2017 eine der besten Cons war, die ich je besucht habe. Es gab viel zu sehen, viele japanische Ehrengäste waren da. Es war nie langweilig. Leider waren viele Veranstaltungen gleichzeitig und schon ein ganzes Stück vor Beginn voll.

Nächstes Jahr werde ich definitiv wieder vorbeischauen.

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Gepostet von am 10.09.2017 | 10 Kommentare

Lange Warteschlangen, schrille Live-Acts und über ein Dutzend Maids: Das ist die Dokomi. NipaH und ich waren auch dieses Jahr für euch vor Ort und haben natürlich wieder höchst kompetent geprüft, was Deutschlands größte Anime- und Manga-Convention so zu bieten hat.

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Gepostet von am 07.06.2017 | Keine Kommentare

Dieses Jahr empfing nun schon zum 13. Mal Deutschlands größte Anime- und Manga-Convention, die Connichi, Fans aus ganz Deutschland. Über 26.000 Besucher zeigten einmal mehr, wie groß das Fandom für japanische Unterhaltungsmedien und fernöstliche Kultur doch ist. Wir waren vor Ort und haben uns für euch einen Überblick verschafft.

Freitag ist gewohnt der wohl ruhigste Tag der Messe. Viele sind hier noch auf Arbeit oder kommen erst spät an, weshalb es mich jedes Jahr wundert, dass an diesem Tag bereits um 14 Uhr die Con öffnet. Vor allem für Filmvorführungen wie die von Dragonball Z: Resurrection F ist 15 Uhr denkbar ungünstig.

Nichtsdestotrotz gab es hier bereits zahlreiche Workshops, allen voran zu Tipps für Cosplay-Fans und Jungautoren. Aufgrund eines Zugausfalls haben wir dann jedoch leider nicht mehr viel von dem Highlight des Tages mitbekommen: dem Nudelschlürf-Wettbewerb. Dieser findet jedes Jahr im Blauen Saal statt und ruft dabei das Publikum auf, sich im Wettessen der so beliebten Instantnudeln zu probieren. Eigentlich eine tolle Chance, um das verpasste Mittagessen nachzuholen (was auf einer Con nun nicht gerade ungewöhnlich ist). Mir persönlich gefiel der Termin am Sonntagnachmittag letztes Jahr allerdings besser. Anschließend konnte man sich noch im großen Festsaal von den möglichen Kandidaten für den folgenden AMV-Contest berieseln lassen.

Der Samstag hingegen ist wie jedes Jahr der Haupttag der Con. Bereits von Weitem erkennt man die riesige Menge der Cosplayer, die sich allesamt vor dem Kongress-Palais versammeln. Allerdings ist das dann auch oft das Problem: Es ist teilweise sehr voll. Allen voran merkt man das im Händlerbereich. Auch wenn sich die meiste Zeit die Besucher auf Vorplatz, Innenhof, Cosplay-Garten und den Rest des Kongress-Palais verteilen, ist der Händlerbereich wohl jedes Jahr der meistfrequentierte Ort der Connichi. Hier findet man jedoch für jeden Geldbeutel etwas. Das reicht von Figuren über Zeichenwerkzeug bis hin zu Perücken.

Auch an diesem Tag gab es wieder massenweise Workshops zu Cosplay und Kimono. Parallel dazu wurden einige Panels, u.a. mit Akio Watanabe und diversen deutschen Synchronsprechern, abgehalten. Da diese jedoch meist ähnlich ablaufen, beschlossen wir, uns auf der Con mal etwas umzusehen. So gab es auch im Hauptfoyer einige Stände, an denen man sein Geld lassen aber auch einiges gewinnen konnte. So bot peppermint anime z.B. ein Angelspiel an, bei dem man seine Waifu bzw. seinen Husbando in Form von Magneten aus einem Pool fischen konnte. Bei einer gewissen Punktzahl durfte man sich dann ein oder zwei Poster aussuchen, u.a. von Serien wie Bakemonogatari oder Free!.

Nintendo bot wie jedes Jahr eine Spielecke an, in der man WiiU und Nintendo 3DS zocken konnte, bis die Joysticks glühten. Und am Stand von TOKYOPOP gab es neben vielen Mangas auch Autogramme der Zeichnerinnen Anna Backhausen und Sophie Schönhammer zu erstehen.
Auch der Doujinshi-Bereich war wieder einmal gut besucht, wurde er diesmal sogar (zu Lasten einiger Händlerstände) um eine weitere Reihe in der Halle erweitert. Von der Größe kann er sich zwar nicht mit dem auf der Dokomi oder der MCC messen, aber die bekanntesten deutschen Hobby-Zeichner findet man trotzdem jedes Jahr dort.

Für die Kartenspieler unter euch sollte jedoch der TCG-Bereich im ersten Stock die erste Anlaufbahn sein. Hier hattet ihr die Möglichkeit, neben Card Games wie Weiß Schwarz, Cardfight! Vanguard und Tanto Cuore auch eure Fähigkeiten in Go, dem traditionellen japanischen Brettspiel, zu meistern.

Der Abend hingegen wurde dann schon interessanter. Man konnte erstmalig bei einem Matsuri sein Glück beim Goldfische fangen (in dem Fall eher Gummibälle fangen) und Origami versuchen. Auch für die Verpflegung war mit Ramen und Yakisoba gesorgt. Allerdings hatten es die Preise gehörig in sich. Bei sechs Euro(!) für eine einfache Nudelsuppe ohne Fleisch überlegt man es sich dann schon zweimal. Jedoch gab es zum Abschluss dieses kleinen „Sommerfestes“ ein ebenso kleines Feuerwerk zu bestaunen, was ich persönlich eine schöne Idee fand.

Für die etwas freizügigen unter den Besuchern wurden außerdem ab 21 Uhr Workshops und Panels zum Thema Lust und Liebe, Yaoi und Slash und ein Synchro-Workshop ab 18 angeboten. Trotz des massiven Andrangs beim Synchro-Workshop wurden in den kleinen Raum jedoch nur 40 Leute hineingelassen. Hier hat man deutlich zu wenig Raum eingeplant und wird dies im Folgejahr hoffentlich berücksichtigen.
Dafür war es in dieser kleinen Gruppe umso amüsanter, als u.a. Schmuckstücke wie Rance 01: The Quest for Hikari oder di

verse 90er-Jahre-Hentai vertont wurden. Hierbei waren sich auch die Profis wie Rieke Werner nicht zu schade, ihre laszivsten Stimmen herauszuholen, was vor allem beim Stimmenwechsel der Charaktere zu witzigen Szenen führte.

Im Panel zu Yaoi und Slash hingegen gab es interessante Einblicke in verschiedene Thesen, warum Frauen auf diese Art der männlichen Liebe stehen. Einige mehr andere weniger sinnvoll und zielführend. Ich persönlich fand es sehr aufschlussreich, einmal zu erfahren, was so viele weibliche Fans – auch bei uns in Deutschland – an diesem Genre finden.

Den Abschluss des Abends bildete dann der alljährliche AMV-Wettbewerb, zu dem ich außer einer Verlinkung des Gewinnervideos samt Playlist eigentlich nicht viel mehr sagen möchte:

Da der Sonntag größtenteils mit erneuten Autogrammstunden der Gäste gefüllt war, nutzten wir die Zeit, um uns in einen Workshop noch einmal etwas näher mit dem Thema Japanreise zu beschäftigen. Diesen hielt kein Geringerer als der von der MCC allseits bekannte Bühnenmoderator Luigi – der einzig Wahre. Er erzählte hierbei vor allem von der Planung seines Trips und gab zahlreiche Hinweise und Tipps zur Buchung und Reise an sich.

Fazit

Nach meinem nunmehr 6. oder 7. Jahr (ich habe aufgehört, zu zählen) auf der Connichi muss ich sagen: Bis auf einige interessante Neuerungen ist doch vieles beim Alten geblieben. Die Aufteilung der Räume ist unverändert und auch im Programm findet sich wenig Unerwartetes.
Das Matsuri fand ich persönlich eine schicke Idee, auch wenn die Umsetzung dann doch etwas primitiv wirkte, ganz zu schweigen von den besagten Essenspreisen. Man hat aber deutlich gemerkt, dass vieles in diesem Jahr (trotz des schlechten Wetters) nach draußen verlagert wurde. So gab es ein extra Zelt, in dem u.a. die Taika-Trommler ihre Aufführungen zeigten oder gemeinschaftlich Karaoke gesungen werden konnte, und auch das Bring&Buy-Zelt war diesmal außerhalb der Con, was sicher auch einigen Leuten ohne Ticket zu Gute kam. Die Connichi wächst einfach immer weiter und früher oder später wird dann wohl doch ein Umzug anstehen.

Ein Lob muss ich aber an die Organisation aussprechen, die mal wieder top war. Es gab zu keiner Zeit riesige Menschentrauben, in denen man sich kaum bewegen konnte, ganz anders als z.B. bei der MCC. Auch das Anstehen für bestimmte Events klappte problemlos.
Ich persönlich habe leider ein wenig die Publisher-Panels und die japanischen Seiyu-Ehrengäste vermisst. Doch gerade für die weiblichen Fans gab es mit Fubuki Endo als Haupt-Act diesmal ordentlich Service.

Und wem dieser tolle Bericht noch nicht ausreicht, hier noch ein paar Fotos von heißen Cosplayerinnen:

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Gepostet von am 30.09.2016 | 5 Kommentare

Nach der Manga-Comic-Convention folgt standesgemäß natürlich die DoKomi, die wohl größte Anime- und Manga-Con unserer westlichen Hemisphäre.

Auch dieses Jahr wurde wieder allerlei Programm für tausende Fans geboten. Von Cosplay-Wettbewerb über Doujinshi-Markt bis hin zu Maid Café und Host Club, war alles für das geneigte Otaku-Herz dabei. alex_roston und Nipah haben sich deshalb nicht lumpen lassen und einen kleinen Podcast zu den wichtigsten Events der diesjährigen DoKomi gemacht. Alles natürlich LIVE vor Ort.

Wenn ihr schon immer mal wissen wolltet, welche Free-Stimme am besten zu euch passt und warum es im Maid Café Diabetes zum Mitnehmen gibt, dann hört rein.

( Download | Feed | iTunes )

Falls ihr vorspulen wollt, habt ihr ihr die Timecodes:

00:28 – Intro
01:24 – Synchro-Workshop
04:13 – Deutsche Cosplay Meisterschaft
11:06 – Die große Halle 
16:12 – Interview mit Marcel Mann (FilmConfect Anime)
19:54 – Konzert
22:51 – Maid Café
24:59 – Resumé 

Und um euch natürlich auch einen kleinen visuellen Eindruck zu vermitteln, haben wir noch ein paar Fotos gemacht:

PS: Ich hab euch alle lieb

PPS: Und vor allem pipapo ist ein echt dufter Typ!

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Gepostet von am 16.05.2016 | 3 Kommentare

Das peppermint anime festival wird umbenannt und zusätzlich erhalten die Fans die Möglichkeit, für zwei weitere Städte als Veranstaltungsort zu voten.

In ihrem aktuellen Newsletter gab peppermint anime bekannt, dass ihr bereits seit zwei Jahren stattfindendes Filmfestival nun unter dem gleichen Namen wie der Anfang diesen Jahres gestartete Streamingdienst laufen wird. Somit findet ab Januar 2017 nun offiziell das AKIBA PASS Festival statt. 

Um der wachsenden Beliebtheit der Veranstaltung gerecht zu werden, wird man zwei neue Veranstaltungsorte hinzufügen. Welche Orte das sein werden, haben – wie üblich – die Fans in der Hand. In einer Umfrage kann zwischen Essen, Hannover/Braunschweig, Leipzig, Stuttgart und Zürich gewählt werden.

Quelle: peppermint anime-Newsletter

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Gepostet von am 28.04.2016 | Keine Kommentare

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